• Der Atom-Filz hat Leuthard schon wieder eingeholt

    Vielen Dank für diesen interessanten und vor allem sehr wichtigen Artikel. Er erhärtet leider nur meine Befürchtungen, dass es genau so weitergeht wie damals nach Tschernobyl. Zuerst ein grosser Aufschrei, Angst, viele sind plötzlich gegen die Atomenergie, es wird täglich mehr oder weniger reisserisch darüber berichtet, aller Augen richten sich auf den Unglücksort. Dann flacht der Sensationsgehalt der Meldungen ab, der Alltag holt die Menschen wieder ein und andere Themen werden wieder wichtig. Und jene Politiker, welche plötzlich im Zuge der allgemeinen Stimmung vom Atombefürworter zur Gegenseite geschwenkt haben, warten noch die Wahlen ab, bevor sie wieder ins alte Fahrwasser zurückkehren. Man kann es sich wieder erlauben, die Öffentlichkeit ist mit der Wirtschaftskrise etc genug abgelenkt, nein, man kann ja die Angst davor sogar noch nutzen. Doch wie immer ist Angst ein schlechter Ratgeber. Denn: die Auswirkungen eines Atomunfalls (man denke da an das nahe Fessenheim) sind viel gravierender, als eine mögliche Erhöhung des Strompreises. Aber leider ist der Mensch trotz anderen Behauptungen ein irrationales Wesen, das sich von der Angst besser leiten und lenken lässt, als von der Vernunft.

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  • Treibhausgas-Konzentration erreicht Rekordwerte

    Immer neue Hiobsbotschaften über steigende Treibhausgaskonzentrationen, ein immer grösser werdendes Ozonloch - und wir streiten uns immer noch darüber, ob der Mensch nun an dieser Situation schuld sei oder nicht. Leider werden die warnenden Stimmen wohl erst gehört werden, wenn es zu spät ist. Denn die Lösung heisst Verzicht und wer ist dazu schon bereit in einer Gesellschaft, in der Konsum der Antrieb der Wirtschaft ist. Das "Immer-Mehr" wird uns zum Verhängnis werden - das gilt sowohl für die Umwelt wie für die Wirtschaft und unsere Gesellschaft. Beides ist schon spürbar, aber bis das Umdenken stattfinden wird, müssen wohl noch einige Jahresberichte und Klimagipfel über die Bühne gehen. Leider.

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  • Weltklimarat warnt vor Extremwetter wegen Erderwärmung

    Immer wieder wird von den Katastrophen berichtet, die der Klimawandel mit sich bringen wird. Fast monatlich hören wir von Überschwemmungen, Dürren, die sich zu häufen scheinen. Was passiert? Nichts. Ausser dass an jedem Klimagipfel noch mehr heisse Luft produziert wird, konkrete Taten sind leider auch jetzt kaum zu erwarten. Und trotzdem ist es wichtig, immer wieder darüber zu berichten. Steter Tropfen höhlt den Stein. Ich hoffe, das gilt auch hier.

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  • Kaffee zu gewinnen!

    Ich interessiere mich eigentlich nicht für Fussball. Aber einem Tässchen Tee wäre ich nicht abgeneigt... ;-)

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  • 17’000 Schweizer IV-Rentner sollen wieder arbeiten

    Mit zwiespältigen Gefühlen habe ich diesen Artikel gelesen. Es ist gut, dass man versucht, IV-Rentner wieder in den Arbeitsprozess zu integrieren. Und das nicht, damit sie keine Kosten mehr verursachen, sondern weil ihnen damit das Gefühl vermittelt wird, in unserer Leistungsgesellschaft bestehen zu können. Sie sind wieder wer. Dass den Arbeitgebern bei der Integration dieser Menschen unter die Arme gegriffen werden soll, ist sinnvoll und nützlich. Soweit also so gut. Nur dann kommt dieser Satz: "Arbeitgeber können eine betroffene Person zudem während mehreren Monaten im Rahmen eines Versuchs testen." Der Mensch als Objekt, das bei Nichtgefallen wieder abgeschoben werden kann? Wie ein Fernseher, dessen Bild nicht den Erwartungen entspricht? Oder wie ein Spielzeug, das dem Kind dann doch nicht gefällt? Manchmal wäre ein bisschen menschliche Wärme auch in einem Gesetz angebracht - vor allem wenn es um Menschen geht, die sowieso bereits im Abseits stehen.

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  • Occupy trifft BIZ

    Besonders gefallen hat mir der Schluss dieses Artikels. Besser kann man wohl die jetzige Situation nicht beschreiben. Der Normalverdiener spürt, nein weiss, dass sich die ganze Finanzwelt und Wirtschaft in eine falsche Richtung bewegen und gefühlt nur noch ein paar Meter vor dem Abgrund stehen. Die Finanzlöcher werden immer gigantischer, bedrohlicher - gleichzeitig sacken die oberen Etagen immer noch exorbitante Löhne und Boni ein. Aber wie soll man sich wehren? Wenn gefühlsmässig sogar jene hilflos vor dem aktuellen Geschehen kapitulieren und den Patienten verzweifelt mit unzureichenden Pflästerchen zu kurieren suchen, die doch eigentlich den Durchblick haben sollten? Zurück bleiben Ohnmacht und Sprachlosigkeit. Denn: wie soll man mit einem "dumpfen Gefühl" gegen Finanztabellen und abstrakte Zahlenspielereien ankommen?

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  • Syriens Militär stürmt Oppositionshochburg Hama

    Ich verstehe die Welt wieder einmal nicht mehr. Ständig rieseln Schreckensmeldungen aus Syrien in unsere Stuben. Ständig hört man von Menschenrechtsverletzungen, von Morden an unschuldigen Menschen. Aber niemand greift ein. Wo ist der Unterschied zwischen Assad und Ghadafi? Wohl nur der, dass es der Eine versteht, sich für den Westen anscheinend unentbehrlich zu machen. Oder hat Syrien zu wenig Öl, um das man mit neuen Machthabern feilschen und ein gutes Geschäft machen kann? Ich bin eigentlich nicht für die selbstherrliche Art des Westens, sich in die Angelegenheiten von anderen Ländern einzumischen. Aber wenn er es schon tut, dann bitte überall, wo die Menschenrechte mit Füssen getreten werden und nicht nur dort, wo man denkt, dass es einem schlussendlich selber nützt. Oder hat man etwa Angst, dass man dann auch vor der eigenen Haustüre wischen muss...?

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  • TNW bestätigt Überprüfung des U-Abos

    Raffael Grassi schreibt: "Steigen die Preise, dann wird man sich überlegen, welche Mobilität nötig ist und welche man einsparen kann - genau diesen Gedanken müssen die neuen kundenorientierten Abo's Rechnung tragen." Grundsätzlich stimme ich dieser Idee zu, unsere Gesellschaft ist zu mobil, die Kosten und Belastung der Umwelt sind dadurch enorm. Nur: es scheint mir, dass diese Kostenwahrheit nur beim ÖV ins Feld geführt wird. Natürlich bezahlt ein Autofahrer mehr, wenn er längere Strecken fährt. Aber von Kostenwahrheit kann hier trotzdem nicht die Rede sein: was ist mit dem Unterhalt der Strassen, was ist mit der Umwelt? Diese Kosten, welche sich ja auch kaum berechnen lassen (wie "teuer" ist eine hohe CO2-Belastung, was kostet der Smog mit all seinen Folgekrankheiten?), werden durch die Autofahrer nicht gedeckt, sondern werden auch allen Steuerzahlen belastet, unabhängig davon, ob sie nun ein Auto besitzen oder nicht. Und solange man hier nicht den Hebel ansetzt, werden die Leute nicht auf ihre Mobilität verzichten, sondern umsteigen, vom ÖV aufs Auto. Unsere Umwelt wird es uns nicht danken...

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  • Freiräume: Friedliche Demo, kein Bericht

    Danke für die kurze Berichterstattung über diese Demo. Wie frabu und sehr viele Andere hätte ich nichts davon erfahren. Ist das schlimm? Manchmal schon. Unsere Gesellschaft und damit auch die Medienwelt krankt daran, dass wir ständig einer Reizüberflutung ausgesetzt sind und Berichte nur dann überhaupt gesehen werden, wenn sie möglichst reisserisch daherkommen. Und was liegt da näher, als unsere Angst vor Gewalt und Zerstörung anzusprechen? Eine Demo, die friedlich abläuft, gibt eben nicht so viel her wie eine, in der Randale gemacht wird. Ich möchte Randalierer und Vandalen überhaupt nicht in Schutz nehmen, aber manchmal frage ich mich schon, ob sie manchmal einfach keine andere Möglichkeit sehen, um sich Gehör zu verschaffen. Darum liebe TagesWoche: gebt auch jenen Gehör, die auf friedliche Art für ihre Anliegen einstehen, achtet auf das Kleine und Feine und bringt uns immer wieder einmal Berichte über positive Ereignisse - ohne dabei das Andere zu vernachlässigen.

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  • Papandreou bekräftigt Entschluss zu Abhaltung von Referendum

    Besser als Goethe im Faust kann ich es nicht ausdrücken, was in mir vorgeht, wenn ich von dieser Referendumsankündigung höre. Einerseits bin ich durch und durch Demokratin, die um nichts in der Welt auf ihre Volksrechte und die Mitbestimmung in wichtigen Fragen durch das Volk verzichten möchte. Andererseits ist dieses Referendum schlichtwegs gefährlich. Denn die Möglichkeit, dass das griechische Volk die Sparvorhaben ablehnt, ist sehr gross und die Folgen eines solchen Neins nicht abschätzbar. Und man kann den Griechen nicht einmal böse sein. Natürlich hat dieser Staat lange auf zu grossem Fuss gelebt. Aber wieder einmal dürfen die Kleinen ausbaden, was ihnen die Mächtigen und Reichen eingebrockt haben. Das macht wütend und Wut war noch nie ein guter Ratgeber...

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