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  • Eskalation unter der Dreirosenbrücke – das sagt ein Augenzeuge

    Monomach, lernen Sie lesen *und* verstehen, dann kommen Sie wieder. Ich habe niemanden einen Nazi geschimpft, keine Ahnung, wie Sie auf dieses dünne Eis kommen.

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  • Eskalation unter der Dreirosenbrücke – das sagt ein Augenzeuge

    Ach Herr Meier, wer mit dem Zweihänder austeilt, muss auch mal einstecken können. Aber gut, haben wir darüber geredet. Zum Thema Dealer: richtig, er ist ein (Klein-)Krimineller. Er steht aber, und das werden Sie nicht wegreden können, am unteren Ende der Nahrungskette eines Systems, das sofort in sich zusammenbrechen würde, wenn gewisse Drogen nicht als illegal eingestuft würden. Nikotin steht, was das Suchtpotential angeht, Heroin nichts nach. Produkte mit Ersterem geniessen (auch in der Schweiz) Förderung, das Zweitere wird kriminalisiert. Ich bleibe dabei: die Kriminalisierung von Drogen (wenn sie nicht wie Kokain von Topverdienern konsumiert werden) führt zwangsläufig zu den ganzen hässlichen Randerscheinungen, zu perversen Gewinnen am anderen Ende dieser Kette und zu einem willkommenen, selbstgezüchteten Feindbild, mit dem man die Leute von den grossen Problemen ablenken kann.

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  • Eskalation unter der Dreirosenbrücke – das sagt ein Augenzeuge

    Ich kann nicht für Herrn Gfeller antworten, aber für mich. Meiner Tochter könnte ich diese Frage (noch) nicht beantworten, da sie zu jung ist, den Grund für diesen Krieg, den wir hier seit langem beobachten müssen, zu verstehen. Aber bei Ihnen (und hoffentlich auch anderen) kann ich es versuchen. Ein (Drogen)Dealer ist jemand, der mit Drogen handelt. Es gibt zwei Sorten Drogendealer. Die Einen werden meist in diese "Arbeit" gedrängt und unter der Dreirosenbrücke von der Polizei gefi...t und können froh sein, wenn sie überhaupt etwas zum Leben haben, die Anderen bestimmen massgeblich Politik und Stadtbild von Basel und erhalten oszöne hohe Gehälter. Was eine Droge ist und was nicht, ist willkürlich und durch eine toxische Mischung aus puritanischer Lebensvorstellung (Drogen = Böse) und "Teile und Herrsche" Philosphie (lass andere sich prügeln und streiche den Gewinn ein) gegeben. Dass es heute immer noch eine (illegale) Drogenszene mit all ihren hässlichen Begleiterscheinungen gibt ist nur damit zu erkären, dass das so gewollt ist. Der Ausweg ist längst bekannt, es gibt also keine Ausreden mehr. Noch etwas zur Polizei. Es ist naiv zu glauben, die Aufgabe der Polizei (also Organisation) sei der Schutz der Gesamtbevölkerung. Sie ist (und war immer) ein Herrschaftsinstrument der herrschenden Klasse und entsprechend aufgestellt. Da können sich die einzelnen Polizisten noch so Mühe geben, einen anständigen Job zu machen (und sich wirklich als Dienstleister der Allgemeinheit zu verstehen), es braucht nur ein paar willige Schläger und eine ihren wahren Herren dienende Führung, wie man an einigen unschönen Beispielen der letzten Zeit beobachten konnte. Wer ist die herrschende Klasse in dieser "weltbesten Demokratie"? Nicht ich, nicht Sie, nicht ein Herr Peter Meier als würdiger Vertreter der kleinbürgerlichen Führerverehrer und auch nicht die Mehrheit der Stimmbevölkerung dieses Landes. Eine (Teil)Antwort finden Sie im zweiten Abschnitt, letzter Teilsatz. Vielleicht aber auch nicht. Aber auch das ist offenbar so gewollt, diesmal wirklich von der Mehrheit der Stimm- und Wahlbevölkerung, die das für normal hält.

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  • Arlesheimer Bibliothek jubiliert mit «Querdenker» Ganser

    Ich kann mich diesem Aufruf nur anschliessen. Diese Linkempfehlung auf die BaZ war wieder einmal ein Griff ins Klo. Guter Journalismus zeigt sich daran, dass er *distanziert* über ein Thema berichtet. Der Umgang mit Reizfiguren wie Ganser kann man durchaus als Lackmustest für guten oder schlechten Journalismus betrachten. In diesem Fall hat die TaWo schon mehrfach einen Offenbarungseid geleistet. Die Lobeshymnen von Kreis auf den ach so tollen und alternativlosen (neo)liberalen Kapitalismus oder die unsäglichen Versuche eines Knäckeboul, sich zu Themen zu äussern, von denen er offensichtlich keine Ahnung sind ok und sollten Platz haben in der TaWo. Sie sind aber, ohne kritische journalistische Begleitungx das Gegenteil dessen, was ihr euch zum Ziel gesetzt habt: guten Journalismus zu betreiben. Es gibt immer wieder Highlights, die gehen aber letztendlich an solchen Rohrkrepierern zu Grunde.

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  • Warum wollen Sie bei den Ärmsten sparen, Landrat Riebli?

    "Und das ist untragbar für einen, der nicht weiss, was «Verlieren» heisst, und vor allem: Das ist untragbar für einen, der in seinem Kaff das nächste Mal wiedergewählt werden will." Dieser letzte Abschnitt ist des Pudels Kern. Riebli will wiedergewählt werden. Es ist naiv zu glauben, dass Leute, die Figuren wie Riebli oder Glarner wählen, nicht wissen (könnten), was sie tun. Es ist diese empathiefreie, sozialdarwinistische Lebenseinstellung (hat jemand Calvin gesagt?), die eine solche menschenverachtende Politik ermöglichen. Sehr zur Freude der Wenigen, die davon profitieren. Wie ich schon an anderer Stelle geschrieben habe: Riebli und Co. sind eine Sache, dass Vertreter der sog. Mitte willfährig mitmachen, eine zweite, viel Bedenklichere. Nur: noch einmal: es sind die Wähler, die eine solche Politik ermöglichen, soll also keiner im Nachhinein sagen, sie/er hätte nichts gewusst.

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  • Baselbieter Sozialabbauer holen die Axt raus

    Die wahre Fratze des neoliberalen Welbildes zeigt sich immer mehr. War also abzusehen, dass dass irgendwann die Mär vom Parasiten, der den gesunden Volkskörper schädigt (wenn auch in anderer Wortwahl, als vor 85Jahren), für gewisse Kreise wieder salonfähig wird. Dass sich ein Vertreter der GLP für solches Gedankengut einspannen lässt, sollte den Wählern eben dieser Partei als Warnung dienen.

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  • Geht in Basel konsumieren über demonstrieren?

    @Pfister und Monomach: https://www.humanrights.ch/de/internationale-menschenrechte/aemr/text/ Das Recht zu demonstrieren kann kaum hoch genug gewichtet werden. Ist dieses Recht einmal weg, war's das mit offener und freier Gesellschaft. Dass, wie Monomach schreibt, die EU das Demonstrationsrecht unter dem Deckmantel der Terrorismusbekämpfung schleifen will, wundert mich nicht. Schliesslich dient diese Institution nur noch der herrschenden Klasse und das sind nun mal weder Kurden, subversive Künstler oder die restlichen 99.9% dieser Welt. Für die wird eine EU weite Anti-Riot Einheit aufgebaut, damit sie, sollten sie irgendwann auf den dummen Gedanken kommen, ausserhalb des 10ha Perimeters in der Wüste Gobi, die dann für Demonstrationen ausgewiesen worden ist, zu demonstrieren, an ihre Rech^^^Plichten erinnert werden kann. Die Schweiz als Staat wird hier (aus den gleichen Gründen) gerne mitmachen.

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  • Spart euch den Eiffelturm: Paris hat Aufregenderes zu bieten!

    Interessante Reportage. Manchmal braucht es einen grösseren Umweg, manchmal reicht es schon, von den Touristen-Trampelpfaden in eine Nebengasse abzubiegen und man entdeckt Überraschendes. Kleine Frage zurück: sind die Mosaikbildchen, die an vielen Orten in Basel zu sehen sind, auch von Invader? Manch springen einem direkt ins Auge, andere muss man schon fast suchen.

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  • Sozialschmarotzer: Warum wir uns von diesem Wort endgültig verabschieden sollten

    Vielleicht sollten wir uns von der naiven Vorstellung verabschieden, dass die Politik ihre Wähler und deren Interessen vertritt. Letztendlich sind Politiker (je weiter oben, desto mehr) Spielball und Zudiener für das Establishment. Nicht nur in der Schweiz, aber trotz "direkter Demokratie" auch hier. (Ich verweise wieder einmal auf Y.Varoufakis, Adults in the room. Kein geringerer als Ben Bernanke hat hier das Bild einer zutiefst korrupten Politik im Dienste eines kleinen inneren Kreises der Macht gezeichnet). Ich weiss nicht mehr, wer diesen Satz geprägt hat aber er enthält leider viel Wahres: "diese Leute (Politiker) sind zwar an der Regierung, aber nicht an der Macht." Ich hatte schon vor längerem einmal geschrieben, dass ich die parlamentarische Demokratie in der heutigen Form für gescheitert ansehe. Dieser erneute Kniefall vor einer nicht demokratisch legitimierten Lobby mit zu viel Geld und Macht bestärkt mich darin. Ich habe auch keine Lösung zu bieten, eine Chance sehe ich u.a. aber in folgenden Ansätzen: - volle Transparenz. Die politische Arbeit muss von der Allgemeinheit lückenlos dokumentiert einsehbar sein. - Offenlegung *aller* Parteispenden. - Geheimverträge mit Unternehmen sind grundsätzlich zu verbieten oder unwirksam. - Endgültige Schleifung des Bankgeheimnisses (das nur genau denjenigen nützt, die sich letztendlich die Politik kaufen) - Wählt Menschen, nicht Parteien. - Wer beim Bescheissen und/oder "Dienstleisten" für Geld (oder Macht) erwischt wird, verliert seine bürgerlichen Rechte (d.h. kann nicht mehr in ein politisches Amt gewählt werden) - Rotationsprinzip. Sesselkleber und damit zunehmend von der Stütze durch finanziell potente "Mäzene" können so eingedämmt werden. - Vollgeld. Fiat-Geld und die groteske Menge an virtuellem Geld (das zwar zur Ausübung von Macht aber nur bedingt für die Realwirtschaft eingesetzt wird) sind eines der grossen Übel und Fehlentwicklungen des kapitalistischen Wirtschaftssystems. - basisdemokratische Bewegungen. Mir fallen da Ideen wie DiEM25 oder vergleichbare Graswurzelbewegungen ein. Grosses Problem dieser Bewegungen (aber auch Chance) ist die Vernetzung untereinander und die "Machtlosigkeit" gegenüber dem mit fast unerschöpflichen (Geld)Mitteln ausgestatteten Establishments. Es gäbe sicher noch mehr, Input sehr willkommen :-)

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  • Knackeboul zieht dem Bären die Hosen runter

    Auch für diese Kolumne gilt: nur im Zusammenhang mit seinen anderen Kolumnen halbwegs einzuortnen. Knackebouls Einschätzung von Putin enthält sicher Wahres. Es wäre aber ebenso wahr, wenn statt Putin Trump stehen würde. Und deshalb ist es nichts mehr als ein oberflächliches Geschreibsel zur Rechtfertigung dessen, was dann folgt. Die USA sind, wie ihr Gegenpart Russland, ein von einer kleinen superreichen Schicht beherrschtes Monstrum, das, dem Minotaurus gleich, versucht, alles unter seine Kontrolle zu bringen (Lesetipp: der globale Minotaurus von Y. Varoufakis). Die Schlussforderung, Russland sei die grösste Gefahr für den Weltfrieden ist deshalb ganz einfach lächerlich. Sicher ist das gegenseitige Säbelrasseln nicht gerade vertrauenserweckend, es ist aber, seit Jahrzehnten, die USA, mit tatkräftiger Unterstützung durch die EU, die die Destabilisierung z.B. des nahen Ostens aufrecht erhält. Die grösste Gefahr geht meiner Meinung nach vom entfesselten Kapital aus (das an keinen Staat und keine politische Ideologie gebunden ist) und dessen Macht, fast jeden Staat für sich kaufen zu können. Und diese Macht ist auch in Europa nicht durch "Einsicht, Innovation und Weltoffenheit" entstanden, sondern durch alte Männer. Ich gestehe Knackeboul zu, dass er sich Mühe gibt, ich halte aber seine Kolumnen zunehmend für naiv bis peinlich.

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