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  • Knackeboul zieht dem Bären die Hosen runter

    Gerne. In dieser Kolumne: nichts. In der Kolumne "Die Angst des kleinen Mannes ist die grösste Bedrohung der Zivilisation": viel. Ich habe vielleicht nicht klar darauf hingewiesen (nur im dritten Abschnitt), dass ich mich (auch) auf weitere Kolumnen Knackebouls beziehe. Sie können natürlich gerne Schamhaarspalterei betreiben, und sich auf diese eine Kolumne begrenzen. Einmal abgesehen davon habe mich auf die schnoddrige Replik von Herrn Aschwanden reagiert.

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  • Knackeboul zieht dem Bären die Hosen runter

    Schwache Antwort Herr Aschwanden. Die Frage von "Keiner" mag provokativ gewesen sein, aber Ihre Antwort darauf ist nicht mal das. Ich finde es gut, wenn (auch) Leute wie Knackeboul die Möglichkeit erhalten, sich zu äussern, auch in Form einer Glosse in der TaWo. Soll jeder schreiben können, was er will. Dann sollte man aber auch die Antwort(en) nicht scheuen. Was Knackeboul hier in letzter Zeit vom Stapel lässt, ist einfach nur noch unterirdisch. Er hat sich hier in ein Thema verbissen, von dem er offenbar keine Ahnung hat. Man kann zu Putin und Russland stehen, wie man will. Knackebouls Lobpreisungen der NATO aber sind nur noch peinlich. Das einzige, was die USA und die NATO in den letzten Jahr(zehnten) geschafft haben, ist, die Glaubwürdigkeit der "freien westlichen Wertegemeinschaft" nachhaltig zu zerstören. Angefangen von Powells Clownnummer in der UNO mit den angeblichen Massenvernichtungswaffen Saddam Husseins zur Rechtfertigung eines Kriegs über die vertragswidrige Osterweiterung der Nato und, wie gerade erst wieder, der völkerrechtswidrige Angriff auf einen souverän Staat (die UNO wird schon gar nicht mehr gefragt) aufgrund von unbewiesenen (und dank des Angriffs nicht mehr beweisbaren) Anschuldigungen zieht sich die fast gesamte Geschichte der Nato wie eine Blutspur über die Welt. Dass die UdSSR resp. Russland solches auch getan haben und tun, ist keine Entschuldigung. Aber es ist eine Bankrotterklärung. Für mich ist die NATO eine Organisation, die in erster Linie die geostrategischen Interessen der USA und bedingt die seiner Verbündeten (man könnte auch Vasallen sagen) durchsetzt. UNO und Völkerrecht müssen da hinten anstehen. Wie man eine solche Organisation unterstützen kann, ist mir schleierhaft. Entweder ist es grenzenlos dumm oder, wie man zur Zeit bei vielen Medien, die sich gegenseitig überbieten, sich mit ihrem Kriegsgeschrei einen runterzuholen, widerlich. Das letzte, was die Welt (mit Ausnahme der USA) braucht, ist eine weitere Eskalation der Situation im nahen Osten. Bei all dem Gekreische ist es verwunderlich, dass es noch nicht mehr geknallt hat. Wenn Sie also Knackeboul eine Plattform für sein Geschwurbel bieten dann akzeptieren Sie auch, dass es bissige Kommentare gibt. Oder, wie die Briten zu sagen pflegen: "If You can't stand the heat, get out of the kitchen"

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  • Wir kämpfen mit: Das Spitzelgesetz muss verhindert werden!

    Danke an die TaWo! Es ist natürlich genau das Gegenteil von *neutralem* (also nicht parteiergreifendem) Journalismus, aber das halte ich als Gegenargument in einem solchen Fall auch nicht für relevant. Ein Staat, der einfach mal so nebenbei Grundrechte schleift, *muss* von der vierten Gewalt in die Schranken gewiesen werden. Genau dieses Beispiel zeigt, dass unsere "beste Demokatie der Welt" (was sagen Sie jetzt dazu Herr Kreis?) für die Befriedigung von Partikularinteressen zu Markte (und damit zu Grabe) getragen wird. Dass sich die SP-Oberen aus billigem Kalkül raushalten wollen, ist eine Schande, dass es kaum mehr nennenswerten Gegenwind von Seiten der Presse gibt, aber auch. Also nochmals: ein Dankeschön an die TaWo!

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  • So kommt Dürr doch noch zu seinem Panzerfahrzeug

    Das wird nicht aufhören. Schliesslich muss die herrschende Klasse (Korrektur Winston Smith: die Bevölkerung) vor Pappteller- und Luftballonträgern (Korrektur Winston Smith: Terroristen) geschützt werden. Da helfen nur gepanzerte Fahrzeuge, Maschinenpistolen und Betonsperren. Falls die Kritik dagegen zu laut werden sollte, lässt man (den eigenen oder einen befreundeten) Geheimdienst einen Anschlag organisieren, das hilft immer. Wieso ist „1984“ eigentlich keine Pflichtlektüre in der Schule?

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  • Cramer eckt an

    Ich bin da anderer Meinung. Meine doch schon über 20 Jahre Erfahrung mit Menschen in Führungspositionen haben diese eher gefestigt, als erschüttert. Man kann sich sicher ein Rüstzeug erarbeiten, um Führungsfunktionen ordentlich ausführen zu können. Der Lackmustest ist aber immer eine Krisensituation. Wer seinen Aktenkoffer mit "Führungswerkzeug" dabei haben muss, wird scheitern. Wer diese Eigenschaften natürlicherweise mitbringt, wird auch in dieser Krise Erfolg haben. Wer wie Herr Cramer eine Person, die früher schon, um es mal sehr höflich auszudrücken, durch bemühende Sozialkompetenz aufgefallen ist, zwischen sich und seine Mitarbeiter setzt, hat schon verloren. Wenn dann, wenn dieses Problem eskaliert, einen Abteilungsleiter, der sich vor seine Mitarbeiter stellt, rausschmeisst, statt den Problembären, hat schlicht als Führungsperson versagt. Zu ihrer Bemerkung über ihre Erfahrung mit Cramer im Jugenparlament: Ein Regierungsrat muss weder gewitzt, noch bauernschlau sein. Was er mitbringen muss, ist Führungskompetenz (zur Not tut es auch das Köfferchen) und die Fähigkeit, zu delegieren und zu vertrauen (sonst klappt es nicht mit dem Köfferchen).

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  • Cramer eckt an

    Tja, Da wurde geliefert, was bestellt wurde (u.a. auch mit frendlicher Unterstützung durch die TaWo; siehe z.B. den Artikel „Conradin Cramer: Der Mann ohne Makel“ Wahl-PR statt kritisches Durchleuchten). Cramer wurde vom Basler Stimmvolk gewählt, dass ein kaum 40 Jähriger ohne politische und Führungserfahrung (die man meiner Meinung nach in diesem Alter nur haben kann, wenn man sie grundsätzlich hat, was hier offensichtlich nicht der Fall ist) für einen solchen Job nicht geeignet sein könnte, wurde kaum hinterfragt. Cramer ist mit seiner bisherigen Leistungsbilanz in guter Gesellschaft mit „jung-dynamisch-erfolglosen“ Damagern in der Privatwirtschaft, die es in kürzester Zeit schaffen, ganze Abteilungen oder gar Firmenzweige mit unsinnigen „Restrukturierungen“ und dem Ersetzen oder Kaltstellen von erfahrenen Leuten durch willfährige Abnicker kaputt zu machen. Führer-, statt Führungsposition. Aber wie schon geschrieben, es war einer genügend grossen Zahl von Wählern offenbar wichtiger, die „richtige“ Partei zu wählen, statt Kompetenz. Ob der Trümmerhaufen, der am Ende zurückbleibt, einen Denkprozess bei diesen Wählern auslöst, ist zu hoffen, aber leider zu bezweifeln. Die Folgen werden dann u.a. Schüler von heute tragen müssen.

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  • Basel möchte Sans-Papiers nach Genfer Vorbild entgegenkommen, aber …

    Es ist geistige eigene Hölle des Kleinbürgers, die Leute wie Dürr (und seine dienstfertigen Minions) an die Regierung bringt und es ihnen ermöglicht, ihr Unwesen zu treiben. Revolten und Revolutionen bringen tatsächlich nichts. Die Frage ist allerdings, wie Humanität in einer geistigen eigenen Hölle Platz finden kann. Die Evolution hat sich da anscheinend auch noch nichts gescheites einfallen lassen... Eine Bitte an die TaWo: dranbleiben und z.B. bei den „Verantwortlichen“ fragen (und notfalls nachhaken), was es der Humanistenstadt Basel verunmöglicht, das zu tun, was Genf macht; Menschlichkeit über kleingeistige Prinzipienreiterei zu stellen.

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  • Europa geht es gut

    Leider nicht ganz richtig. Richtig ist, dass Zentraleuropa seit 1945 keinen offenen Krieg mehr hatte. Wenn man mal staatsterroristische Akte wie die durch Gladio weglässt, bleiben immer noch Konflikte an der Peripherie Europas übrig. Da wäre mal der Zypernkonflikt, der von interessierten Kreisen bis heute am Köcheln gehalten wird, da wäre der Jugoslawienkrieg, und, das muss man leider auch als eine Form von Krieg sehen, das menschenverachtende Ersaufen lassen von Bootsflüchtlingen im Mittelmeer, die aufgrund von Kriegen, an der sich u.a. die europäische Kriegsindustrie (auch euphemistisch Wehrtechnik genannt) eine goldene Nase verdient, aus ihren Heimatländern vertrieben werden. Wir haben direkte lokale Konfrontationen einfach in Form von Stellvertreterkriegen "ausgelagert" und wundern uns ab un zu, dass diese trotzdem den Weg nach Europa zurückfinden. Da sind die Nasenbären vom Kabaret Vierfrucht wirklich noch das kleinste Problem.

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  • Europa geht es gut

    Sehr geehrter Herr Kreis, Ich frage mich ernsthaft, was Sie als Historiker, der immerhin massgebend an der Aufarbeitung eines dunklen Kapitels der Schweiz über die Beteiligung an einer noch dunkleren Epoche in Europa des 20.Jahrhunderts beteiligt war, dazu bewegt, immer wieder solche Artikel in der Tageswoche zu publizieren (s.u. in Bezug auf Ihren Artikel über „die beste Demokratie der Welt“). Es ist für mich weder aus (Ihrer) Sicht als Liberaler noch aus Sicht eines Wissenschaftlers, der aus historischen Ereignissen und Epochen(übergängen) Zusammenhänge erkennen sollte, verständlich. Sie sind also der Meinung, Europa (und damit auch der Schweiz) gehe es gut. Das ist, mit Verlaub eine Verhöhnung von grossen Teilen der europäischen Bevölkerung, die entweder schon ganz unten sind oder Gefahr laufen, dorthin abzurutschen. Meiner Meinung nach steht Europa am Scheideweg, entweder schnell, sehr schnell das Ruder herumzureissen, oder erneut einen vergleichbaren Epochenübergang wie 1789 (oszöner Reichtum des Adels, bittere Armut und Rechtlosigkeit des Rests) oder der 30er Jahre des 20.Jahrhunderts (Nachwehen des 1.WK, Weltwirtschaftskrise durch völlig entfesselten Raubtierkapitalismus, Verarmung grosser Teile der Bevölkerung) zu provozieren. Europa und dem, was wir als dessen Wertekanon betrachten, geht es schlecht: - ein (durch Gestalten wie Reagan und Thatcher geförderter) virtueller Wirtschaftszweig ist qua seines angehäuften „Vermögens“ (man könnte es auch Raubgut nennen) in der Lage, jeden Staat dieser Welt zu erpressen und dessen Politiker gefügig zu machen - zur Rettung eben dieses Wirtschaftszweigs dürfen ganze Länder im Interesse von international operierenden Konzernen ausgeplündert werden. Zypern war das Amuse Bouche, Griechenland die Vorspeise. Der Hauptgang wird in Zentraleuropa serviert werden. In Spanien sind grosse Teile der Renten für die Rettung krimineller Banken verdampft. Es ist kaum verwunderlich, dass die Strippenzieher in der EU deshalb die korrupte Junta der PP stützen und Auonomiebestrebungen wie in Katalonien bekämpfen. - Deutschland als europäischer Hegemon hat es geschafft, durch aggressive Exportpolitik neben der Verelendung der europäischen Peripheristaaten intern ein Prekariat aufzubauen. Das macht nur aus Sicht einer zynischen Denkweise, so durch Lohndrückerei den Reichtum einer sehr kleinen Minderheit zu mehren, Sinn. - in Frankreich wurde als Präsident ein Investmentbanker installiert, dessen Macron-Ökonomie mMn. den Hauptgang für Frankreich (s.o.) vorbereiten soll. - mit geradezu grotesken Spielchen wird ein neues Feindbild Russland aufgebaut. Ausser, man will auf Biegen und Brechen einen neuen Krieg in Europa vom Zaun reissen, gibt es kaum einen vernünftigen Grund für diesen Wahnsinn - während „normalen“ Polizeikräften die Mittel zusammengestrichen werden, wird eine europäische „Anti-Riot“ Einheit aufgebaut, deren Sinn wohl kaum die Begleitung von Kindergeburtstagen sein dürfte, sondern eher als Hilfsmittel, um denen, die haben, diejenigen vom Hals zu halten, die nichts (mehr) haben Und die Schweiz (wie Sie es in einem andern Artikel nennen, die beste Demokratie der Welt)? Wollen Sie tatsächlich behaupten, dass ein Land - in dem massgebende Politiker das Recht auf Steuerhinterziehung und Verstecken von kriminell zusammengerafftem Geld in die Verfassung schreiben wollen - in dem die Umsetzung von Initiativen (z.B. die Alpeninitiative oder auch der Atomausstieg) mit allen Mitteln verschleppt und verwässert wird - in dem Politiker, die sich christlich und/oder liberal nennen lassen, so eben mal unveräusserliche Grundrechte (Stichwort Solzialdetektive) ausser Kraft setzen wollen - in dem eine kleine, finanzkräftige verschwindend kleine Minderheit fast jede Abstimmung mit Geld gewinnen kann - in dem Regierungen in erster Linie den Interessen des Kapitals dienen und nicht denen, die sie gewählt haben - in dem gewisse politische Kreise fast unhinterfragt mit macchiavellischen Spielchen einen Teil der 99% gegen einen anderen aufhetzen und dann den Gewinn einstreichen Wollen Sie tatsächlich behaupten, dies sei die beste Demokratie der Welt? Vielleicht die beste, die man für Geld kaufen kann, aber sicher keine auf Grundrechte und Rechtstaatlichkeit aufbauende Demokratie. Kurz, ich verstehe nicht, wie Sie einer sich wie ein Krebsgeschwür ausbreitenden neofeudalen Pest, die letztendlich die Cholera in Form eines neuen Krieges bringen wird, das Wort reden können.

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  • Polizei lässt Protest-Aktion gegen Baselworld platzen

    Das stimmt, die Nerven liegen blank, bei den Mächtigen, aber auch bei der TaWo. Die Säuberungswelle, die hier seit einiger Zeit wieder zu bemerken ist, lässt dies jedenfalls vermuten. Offensichtlich ist das hehre Ziel, unabhängigen Journalismus zu betreiben, doch nicht so stark, als das Ziel, ja nicht zu sehr anzuecken. Schade, wirklich. Es wäre eine Chance für die TaWo gewesen in all dem PR-Einheitsbrei, der uns sonst vorgesetzt wird. Mal sehen, ob zum Thema wiederholte dreiste Grundrechtsverletzungen durch die Polizei (und letztendlich seinen Chef) noch was Kritisches kommt.

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