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  • «Negro-Rhygass» bleibt «Negro-Rhygass»

    Ich hätte es der Gugge sehr hoch angerechnet, wenn sie ihren Namen geändert hätte. Das wäre sehr angemessen und im Hinblick auf die Umstände mutig gewesen. Ich habe mir überlegt, dass z.B. "Mandela-Gugge" ein cooler Name wäre, wenn schon Bezug auf afrikanische Kulturen genommen wird. Im Nachhinein muss ich allerdings sagen, dass die Gugge nicht würdig ist, diesen Namen zu tragen.

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  • Nur wer zuhört, kann verstehen

    Die "Worthülsen" Rassismus, Sexismus etc. werden tatsächlich dazu verwendet, um tiefer gehende Diskussionen im Keim zu ersticken. Aber meistens nicht von den "politisch Korrekten", sondern von Personen oder Institutionen, die in der Kritik stehen. So wehrt sich zum Beispiel die Basler Polizei konsequent, über Racial Profiling zu diskutieren und nachzudenken, mit dem pauschalen Hinweis, die Polizei sei nicht rassistisch. Männer, denen die feministische Debatte zu weit geht, weisen jegliche Verantwortung mit demselben Schema von sich: "Ich bin doch kein Sexist!". Es geht nicht darum, ob ein einzelner Mensch, ein Polizist oder ein Fasnächtler rassistisch oder sexistisch ist. Ein Polizeikorps, das Menschen dunkler Hautfarbe öfter kontrolliert als Weisse, ist nicht per se rassistisch, aber seine Praxis ist es. Für den oder die Betroffenen ist es irrelevant, was der einzelne Polizist für eine Einstellung hat. Ebenso bleibt ein rassistisches Symbol rassistisch, auch wenn der Träger des Symbols sich von Rassismus distanziert. Es geht darum, dass es in unserer Gesellschaft - auch in Basel - strukturelle Rassismen, Diskriminierungen und Ausschlussmechanismen gibt. Davon betroffen sind AusländerInnen, Personen dunkler Hautfarbe, Frauen etc. Diese Diskussion ist komplex und einfach zu gleich. Bezogen auf die Guggen: Ich würde es der betreffenden Gugge sehr hoch anrechnen, wenn wenn sie ihren Namen und ihr Symbol ändern. Ich hätte dazu auch einen Vorschlag: Wenn den Verantwortlichen ein Bezug zur "schwarzen" Kultur wichtig ist, wie wär's mit "Mandela-Gugge". Obschon darüber zu diskutieren wäre, es dies der Würde eines Mannes entspricht, der über 20 Jahre im Gefängnis verbringen musste, weil es sich für die Befreiung der schwarzen Menschen in Südafrika einsetzte.

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  • Mohrenköpfe, Marschmusik und Pöbeleien

    In den Kommentaren wird die Darstellung der TaWo von mehreren Personen angezweifelt. Ich war Augenzeuge und kann bestätigen, was im TaWo Artikel steht: Neonazis im Fasnachtsmarsch, aggressive Pöbeleien seitens der "Fasnächtler", offfensichtlich gewaltbereite Hooligans rund ums Hirscheneck und zu guter Letzt ein Polizeieinsatz vor dem Hirscheneck, mit Gummischrottgewehren in Richung Personen vor dem Hirscheneck (und nicht etwa in Richtung Neonazis oder rechte Hooligans). Die Aussage von Herrn Yerguz ist falsch: Es gab für etwa 30 Minuten eine Polizeikette mit Gummischrot-Gewehren und Polizisten in Kampfmontur vor dem Hirscheneck. Höchst unverantwortlich von der Polizei, einen Marsch, für den die Neonaziszene auf sozialen Medien aufgerufen hat, auf dem Theodorsplatz in der Nähe des Hirschenecks enden zu lassen. Höchst penlich für Basel und die Fasnacht, dass Neonazis ungestört und von 800 Menschen begleitet durch unsere Stadt ziehen.

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  • Wirbel um Polizei-Einsatz an Bundesfeier in Muttenz

    Auch eine Eidgenossin, eine Ausländerin oder ein Ausländer sind nicht auweispflichtig und dürfen nicht ohne Grund von der Polizei in ihrer Freiheit und ihren Grundrechten eingeschränkt werden.

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  • Wir können den Klimawandel nicht mehr stoppen

    Zwei Kritikpunkte zur Ihrem Kommentar: Der Klimawandel ist Realität und wird verheerende Folgen für Mensch und Umwelt haben. Das ist nicht wahrscheinlich, sondern wissenschaftlicher Konsens. Und wir können uns nur sehr begrenzt auf die Folgen des Klimawandels einstellen. Anpassungen an den Klimawandel sind zudem abhängig von ökonomischen Ressourcen, d.h. Entwicklungsländer - die übrigens am stärksten von den Folgen des Klimawandels betroffen sind - werden sich kaum schützen oder anpassen können. Im Klartext: Hunderte Millionen Menschen werden ihre Lebensgrundlage verlieren, ohne Aussicht auf angemessene Hilfe. Die Industrieländer - also "wir" - als Hauptverursacher des Klimawandels tragen da eine besondere Verantwortung. Abgesehen davon: Auch bei "uns" wird der Klimawandel verheerende Folgen zeigen. Zweitens: Das Argument, die Menschen in Entwicklungsländern werden wohl kaum auf ihren "Nachholbedarf" verzichten, ist ein Standardargument jener politischen und wirtschaftlichen Kreise, die jegliche Reduktionen fossiler Brennstoffe und entsprechende Massnahmen bekämpfen. Tatsache ist: Zehn Prozent der Weltbevölkerung verursachen die Hälfte aller Treibhausgas-Emissionen. Die 10% sind "wir". 64% der globalen Treibhausgas-Emissionen sind auf den individuellen Konsum zurückzuführen. Also auf "uns". Ein Mensch in den reichsten 10% der Welt verursacht 60 mal mehr CO2 als ein Mensch in den ärmsten 10%. Jemand, der zum reichsten 1% der Welt gehört, verursacht sogar 175 mal mehr Emissionen, als ein Mensch in den ärmsten 10%. "Wir" sind verantwortlich für die Klimakatastrophe und wir müssen jetzt und sofort handeln, in dem wir "unseren" fossilen Brennstoffverbrauch so rasch wie möglich auf Null setzen. Den Klimawandel mit dem Hinweis auf Entwicklungsländer als unausweichlich hinzunehmen, wäre doppelt zynisch. Daher kommen Sie zum Klimacamp (https://www.climategames.ch/) und werden Sie Teil einer aktiven Bewegung für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit.

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  • Eskalation unter der Dreirosenbrücke – das sagt ein Augenzeuge

    Vielen Dank an Herrn Gfeller für seinen Mut, bei einer zumindest fragwürdigen Polizeikontrolle nicht einfach weg zu schauen! Die Basler Polizei hat in einer öffentlichen Veranstaltung am vergangenen Samstag im Union sinngemäss erklärt: "Als schwarzer Mann innerhalb einer bestimmten Altersspanne muss man um den Claraplatz herum oder auch an anderen Gegenden mit grosser Wahrscheinlichkeit mit einer Polizeikontrolle rechnen". Der Ort, die Hautfarbe, das Alter und bestimmte Tageszeiten reichen der Basler Polizei offenbar als Verdacht auf Drogenhandel oder andere Delikte. Die Polizei bestätigt mit solchen Aussagen, dass sie Racial Profiling betreibt, was gegen das Diskriminierungsverbot verstösst. In Bezug auf den Artikel von Herrn Gfeller ist es erschreckend, wie negativ Polizisten im Alltag offenbar über schwarze Menschen denken und diese entsprechend behandeln. Anstatt aus solchen öffentlich gewordenen Fällen zu lernen und die Praxis anzupassen, würde es mich nicht wundern, wenn Herr Gfeller als Reaktion auf seine Beschwerde ein Gegenanzeige der Polizei erhält. Auch das leider gängige Praxis bei der Basler Polizei. Übrigens: Bei Kontrollen von People of Colour, die ohne hinreichenden Verdacht gemacht werden und über die man sich beschwert, heisst es von Seiten der Polizei meist: Eine Person, die auf die Beschreibung passe, sei ausgeschrieben gewesen. Nicht gerade sehr glaubwürdig!

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  • Gegen Sozialschnüffler: Das erste Twitter-Referendum der Schweiz

    Schlimm genug, dass wir in einem Land leben, in dem Invaliden, Kranken und Armen die Grundrechte gestrichen werden sollen. Geradezu erbärmlich ist dann auch noch, dass die SP keinen Finger rührt. Der alte Slogan, über den sich Sozialdemokrat*innen so gerne nerven, stimmt eben doch irgendwie: "Wer hat uns verraten? ...". Hochachtung vor dem Referendums-Kommitee. Vielen Dank an die 4 Entschlossenen!

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  • Gegen Sozialschnüffler: Das erste Twitter-Referendum der Schweiz

    Weil das gegen unsere Grundrechte verstösst und die wirklichen Sozialschmarotzer die Reichen und Superreichen sind, die ihr Geld für sich arbeiten lassen (bzw. andere für sich arbeiten lassen) und jedes Steuerschlupfloch nutzen. Dem Schweizer Staat gehen pro Jahr mehrere Milliarden durch Steuerbetrug und Steuerflucht verloren, ohne das die Politik bereit wäre, schärfere Massnahmen dagegen zu ergreifen. Armutsbetroffenen IV-Renter*innen haben halt keine millionenstarke Lobby. Ich wünsche Ihnen trotzdem, dass sie nie auf eine existenzsichernde Versicherungsleistung angewiesen sein werden, denn ab dann sind sie eine potentielle Betrügerin, die keinen Anspruch auf Grundrechte mehr hat.

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  • Woher das Gold an der Baselworld kommt, wollen die Aussteller nicht wissen

    Hauptaktionäre der Messe Schweiz sind die Kantone Basel-Stadt, Baselland und Zürich – also die öffentliche Hand. Es wäre an der Zeit, dass die Regierungen dieser Kantone verbindliche ethische und ökologische Standards für die Ausstellungen der MCH aufstellen. Alles andere ist reine Ignoranz.

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  • Polizei lässt Protest-Aktion gegen Baselworld platzen

    Freie Meinungsäusserung braucht in einer demokratischen Gesellschaft keine Bewilligung. Die Aktion wäre keine "fremde Nutzung" gewesen, sondern eine durch die Grundrechte geschützte Versammlung von ein paar Leuten. Eine demokratiefreie Zone am Messeplatz während der Basel World passt irgendwie nicht zum Selbstverständnis unserer Stadt, oder?!

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