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  • Claudio Zanetti wird nun doch nicht BaZ-Bundeshaus-Chef

    «Wir bedauern seinen Entscheid und wünschen ihm alles Gute.» Wir?? Spricht Somm nun bereits im pluralis maiestatis? (Pluralis maiestatis laut Wikipedia: «Hintergrund der Wahl der Mehrzahl ist, dass Monarchen oder andere Autoritäten immer für ihre Untertanen beziehungsweise Untergebenen sprechen und gleichzeitig eine Hervorhebung der eigenen Person stattfindet.» Oder bedauert auch jemand in Herrliberg, Zanetti der BaZ nicht aufdrücken zu können?

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  • Thalia macht im Stücki dicht

    Was die Kunden schon vor der Eröffnung der Stücki wussten: Es braucht dieses Center nicht, genau so wenig wie ein zweites an einer genau so aussichtslosen Ecke. Wer mit dem Auto weit fährt, um billig zu kaufen, fährt gleich über die Grenze, mit tiefen Preisen und Mehrwertsteuer-Rückerstattung. Wer weiterhin grundsätzlich in der Schweiz kauft, fährt lieber dorthin, wo die Konkurrenz noch spielt. Die Innerstadt mit ihrer Auswahl ist dazu bedeutend attraktiver. Auch kulinarisch zieht es niemanden an die Peripherie, auch nichts ins neue Migros-Restaurant, das eigentlich schon von Beginn weg hätte dort sein müssen. Ich habe noch kaum jemanden getroffen, der regelmässig ins Stücki geht - trotz aller Schnäppchen-Aktionen, Gutscheine und x-fach-Cumuli. Einmal im Jahr vielleicht, zum Schauen, welche Geschäfte es (noch) gibt, einmal durch die langen, leeren Gänge hin und her schlendern, vielleicht etwas Kleines kaufen. Aber um wirklich ins Stücki fahren zu müssen, fehlt jede Notwendigkeit. Schade, dass Thalia damals nicht an der Greifengasse geblieben ist, sie hätte sich viel Schaden ersparen können. Es ist nur zu hoffen, dass die attraktive Innerstadt mit ihren hohen Mieten und einer Ansammlung von elitären Läden nicht auch noch zum Niemandsland wird.

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  • Massiver Ausbau des Tramnetzes geplant

    Als Gesamtes beeindruckt das Paket, und es führt nach vielen Jahren Genügsamkeit in die richtige Richtung. Leider ist jedoch die Entlastung der Innenstadt nicht konsequent durchgedacht. Das untere Kleinbasel wird wie bisher klar benachteiligt. Es soll sich weiterhin in die bereits heute überlasteten Busse der Linie 30 drängen, während mit drei Linien auf der Wettstein-Achse Überkapazitäten entstehen sollen. Die Verhinderung der in der Traminitiative geforderten Tramverbindung über die Johanniterbrücke kann ich nur als Angst der Regierung davor verstehen, die Abstimmung über das künftige «Herzstück» der S-Bahn zu verlieren. Doch selbst wenn das «Herzstück» gebaut wird, braucht es eine leistungsfähige Tramlinie zwischen Bahnhof SBB, Uni, Spitälern, unterem Kleinbasel, Erlenmatt und Bad. Bahnhof - via die Johanniterbrücke. Denn die künftige S-Bahnstation wird ja nicht an der Feldbergstrasse, sondern irgendwo beim Claraplatz liegen, wo weiterhin drei oder gar vier Tramlinien und diverse Buslinien durchführen werden. Das den ÖV nutzende und (via Steuern und Abos) finanzierende Volk soll nun entscheiden können. Die Traminitiative muss ohne Verzug und ohne verwässernden «Gegenvorschlag» zur Entscheidung gebracht werden. Das neue Tramnetz ist kein Gegenvorschlag zur Traminitiative, sondern eine gute Ausgangslage, die aber um das in der Traminitiative geforderte «Johanniter-Tram» ergänzt werden muss!

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  • Der Klügere reist ohne elektronisches Billett

    Seit langem kaufe ich SBB-Tickets - auch für andere Personen ausgestellte - im SBB Ticket Shop online. Ich entscheide mich ja nicht erst auf dem Bahnhof, dass - und wohin - ich fahren möchte. Von jedem internetfähigen Computer aus kann ich ein Ticket sofort erwerben - für mich deutlich komfortabler als das Gefummel am Handy. Das Ticket wird im pdf-Format heruntergeladen und ausgedruckt und wandert nach Gebrauch als Beleg direkt in die Buchhaltung. Bezahlt wird via Kreditkarte, ohne jedes Anstehen am Automaten oder am Schalter.

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  • Ein guter Abend für die FDP

    Die Fakten sind bekannt, die Kandidaten gekürt, nun muss nur noch die beste Taktik gefunden werden. Am plausibelsten erscheint mir, in der zweiten Wahl einen SVP-Vertreter aus der Deutschschweiz zu wählen. Eveline Widmer-Schlumpf ist damit noch nicht abgewählt, sondern tritt gegen Johann Schneider-Ammann wieder an, unterstützt aus der Mitte und von Links. Alle ausser der FDP werden danach den berechtigten Anspruch der SP auf einen Sitz für einen Romand stützen können. In dieser Reihenfolge braucht es wohl nicht einmal dritte Wahlgänge.

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