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  • Hallo Nachbar, man kann für Steuergeschenke doch nicht Asylsuchende zahlen lassen!

    Aargauer Regierungs- und Grossrat senden mit dieser Entscheidung eine klare Botschaft an die Oeffentlichkeit: "Seht her, Asylsuchende sind bei uns nicht willkommen!" Der Kanton Aargau zahlt ab 1.1.2018 weniger an seine regulären Asylsuchenden aus als z.B. der Kanton Zürich an abgewiesene Asylbewerber. Basel-Stadt zahlt mit 18,50 Fr/Tag doppelt so viel an einen Geflüchteten! Der Bund überweist pro Asylbewerber ca. 1500.-Fr./Monat (AG: 1490.-; BS: 1530.-) an die Kantone. Von diesen Steuergeldern profitieren alle: Der Kanton AG, indem er z.B. für die Krankenkassenkosten 386.- Fr. erhält, aber nur 275.- für die Krankenversicherung bezahlt. Die Gemeinden und die private Firma ORS verdienen, indem sie für Miete und Betreuung abkassieren. Für ein Sechser-Zimmer über 1200.- Fr.! Die Betreuung besteht in einer Telefonnummer, die während den Bürozeiten erreichbar ist... Es wäre notwendig und sinnvoll, wenn diese Zusammenhänge breiter bekannt und konkreter aufgeklärt würden. Im Aargau arbeiten wir daran. Die Freiwilligen leisten nicht nur im Kanton Aargau mit Deutschunter-richt und unentgeltlicher Betreuung eine wichtige Arbeit auf dem Weg zur Integration der Menschen, die zu uns geflüchtet sind. Wer schneller deutsch lernt, wird rascher selbständig auf den eigenen Beinen stehen können und dann auch keine Sozialhilfe mehr beziehen müssen. Nach den Zahlen des Staatssekretariats für Migration bleiben heute 8 von 10 Geflüchteten im Land! Massnahmen wie die Kürzung im Aargau sind menschlich gesehen schändlich, politisch eine Dummheit und ökonomisch fahrlässig. Denn sie machen vor allem eines: Sie verlängern die Verweildauer der Geflüchteten in der Sozialhilfe.

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