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  • Tausend Blätter und kein Ende: Die Hysterie um das Lehrmittel «Mille feuilles»

    Ihren Kommentar finde ich gut, regt er doch zum Austausch und zur Diskussion an. Vielleicht bin ich als Primarlehrer weniger kritisch oder unreflektierter als Sie, aber ich sehe das bei uns noch nicht so tragisch bzw. ich finde, unsere SchülerInnen haben vor allem strategisch eine gute Basis, um sich auch in der Sek weiterhin mit den Fremdsprachen erfolgreich zu befassen. Einige meiner KollegInnen sind sehr kritisch, einige Eltern - vor allem dank der "anderen" Basler Zeitung - ebenso. In der Primar sind die SchülerInnen ebenfalls überfordert, wenn ich ihnen das Heft nur hinlege und sage: "bearbeitet activité c!" Wenn ich mir aber die Mühe mache, den Einstieg zu erklären und Fragen zu beantworten, können die meisten damit arbeiten. Natürlich, wir sind "eine Schule für alle" und es gibt - wie in anderen Fächern auch - Kinder, die mit vielen Inhalten überfordert sind. Um bei Ihrem Bild vom Tennis zu bleiben: Ich schaue mit einem Kind nicht zuerst Tennismatches von Anfängern, sondern gehe auch an die Swiss Indoors. Das inspiriert und motiviert, auch einen solchen Service machen zu können. Die Kinder verstehen dank ihrer erlernten Strategien auch Texte, die über ihrem Niveau sind. Nicht Wort für Wort, aber global. Das werden sie im ganzen Leben anwenden können. Beim Schreiben fängt es ja parallel schön gemächlich mit Anfängertraining, also Zwei- und Dreiwortsätzchen an, hier ist der Aufbau ok. Ebenso beim Sprechen. Ich ging meine in die Sek übergetretenen SchülerInnen (Niveau E) in einer Französisch-Lektion besuchen und sie kamen gleich gut draus oder auch nicht wie bei mir. Die Aufträge und das Thema (futuristische Erfindungen) waren stufengerecht. Einen so grossen Knick, wie Sie ihn beschreiben, habe ich nicht bemerkt. Ich werde jedoch mit unseren Sek-LehrerInnen wieder in Verbindung treten, da ich den Austausch sinnvoll finde.

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  • Tausend Blätter und kein Ende: Die Hysterie um das Lehrmittel «Mille feuilles»

    Es wird - zumindest im Kanton Baselland - so rasch als möglich zu mehr Lehrmittelfreiheit kommen. Momentan gibt es ab der 3. Klasse noch kein Französischlehrmittel neben Mille feuilles. Es sind aber welche in Planung bzw. werden auf 3. und 4. Klasse erweitert. Sobald alles evaluiert wurde, kann es auf die Lehrmittelliste des Kantons. So viel ich weiss, wurde eben die Liste für die obligatorischen Deutschlehrmittel erweitert, auch hier soll die Lehrperson freier entscheiden können.

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  • Tausend Blätter und kein Ende: Die Hysterie um das Lehrmittel «Mille feuilles»

    Besten Dank für den nicht reisserischen Artikel. Viele meiner SchülerInnen haben sich bis Ende 6. Klasse trotz oder dank Mille feuilles die erforderlichen Kompetenzen gemäss Lehrplan angeeignet. Den Wortschatz habe ich etwas angepasst, die Grammatik komprimiert bearbeitet. Dazu viel Musik aus der frankophonen Pop-Welt. Dabei darf ich Hefte und Übungen von überallher einbauen. Viele Kinder kommen gern ins Franzi, einige weniger. Viele kommen gut zurecht, andere weniger. Wie überall. Ich erkenne keinen Unterschied zu anderen Fächern mit unbestrittenen Lehrmitteln. In den strategischen Kompetenzen sowie beim Wissen über frankophone Teile der Schweiz und der Welt beurteile ich die SchülerInnen als sehr gut ein. Herr Wiedemann und sein Komitee verstehen es gut, plakativ zu hetzen und auch in guten Ansätzen etwas bösartiges zu finden. Es stört mich, dass er in der aktuellen Arbeitsgruppe auch seine Parolen verkünden darf, er ist echt omnipräsent; natürlich braucht es hier aber von allen Lagern Mitglieder. Frau Laur und Herr Wahl von der BaZ scheinen ihm hörig zu sein und repetieren seine Predigten gebetsmühlenartig und sehr unreflektiert sowie einseitig recherchiert. Die Zufriedenheit meiner KollegInnen über das Lehrmittel entspricht der im Artikel beschriebenen. Auch das Zahlenbuch mögen ja nicht alle. Die angestrebte Lehrmittelfreiheit begrüsse ich, sofern passende Lehrmittel ab der 3. Klasse gefunden werden.

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  • Schuld an schwachen Schülern war nicht die Eurythmie: Amt belastet Schulrat von Zwingen

    Über Rudolf Steiner und seine Schule lässt sich trefflich streiten. Ich war 9 Jahre in der Steiner-Schule, mein Sohn ist es jetzt auch. Beruflich habe ich mit der Staats-Schule direkt zu tun. Die Anthroposphie Steiners hat auch eine religiöse Komponente. Dies ist aber nur einer von vielen Teilen. In der Steinerschule haben die Kinder Religion, wie in der Staatsschule auch. Sie können wählen, welchen Religionsunterricht sie besuchen möchten, jenen mit oder ohne Steinersche Ansichten. Die Steiner-Schule als religiöse Instituition zu bezeichnen, ist abwegig. Die Lehrerinnen haben Steiner-Methoden angewendet. Dies ist an und für sich etwas Bereicherndes. Es muss aber transparent gemacht sein. Eltern, Schulleitung, Schulrat und nicht zuletzt die Kinder müssen darüber aufgeklärt werden. Eine Stunde Eurythmie statt Sport und Gartenbau als NMG-Fach ist an und für sich keine Sünde. Die Lehrerinnen nehmen den Kindern zwar etwas Mathe oder Deutsch weg, geben dafür jedoch etwas anderes. Ich finde höchstwahrscheinlich auch im Lehrplan Kompetenzen beschrieben, welchen die beiden Fächern gerecht werden. In der Momentaufnahme eines Vergleichstests kann sich dies kurzfristig jedoch resultatmässig negativ auswirken. Ich bin der Meinung, dass die Vergleichstests sehr wohl etwas aussagen können über die Kompetenz der Kinder, das Gelernte nicht nur in einem "normalen", angesagten Test zu zeigen, sondern dass sie auch in der Lage sind, in einer etwas anderen Situation ihre erarbeiteten Themen aufs Blatt bringen können. Für die Lehrpersonen ist es sicher interessant, wie hier auch mal ein Kind über sich hinauswächst, welches sonst eher unscheinbar ist oder umgekehrt. Beide Diskussionen, über Tests oder Steiner-Methoden, finde ich sehr interessant und es gibt für mich keine absolut richtige Antwort.

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  • Per E-Bike über Stock und Stein ist mega peinlich (aber leider geil)

    Am Sonntag lief ich von Oberdorf SO auf den Weissenstein. Da traf ich mindestens gleich viele E- wie Ohne-E-Biker. Es waren meist Herren gesetzteren Alters und ich mochte ihnen den unbeschwerlichen Aufweg gönnen. Der Anblick ist (noch) gewöhnungsbedürftig, der Trend aber wohl nicht mehr aufzuhalten. Trotzdem finde ich es lohnenswert, die ersten paar 10'000 km mit reiner Muskelkraft zu fahren. Umsteigen kann man immer, das Zurücksteigen wird schwieriger sein.

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  • It’s coming home – LSD feiert in Basel Jubiläum und Revival

    Danke für Ihre Recherchen und Interviews. Diese Entdeckung aucht ihresgleichen. Wer die Bücher von Hofmann gelesen hat, erkennt, welche Persönlichkeit er gewesen sein muss und dass es ein glücklicher Zufall war, auch für die Substanz, genau von ihm entdeckt geworden zu sein. Die Geschichte der Droge seit ihrem Verbot ist eine tragische und es ist zu hoffen, dass sie den Patientinnen, welche sie Linderung bieten kann, in absehbarer Zeit uneingeschränkt zur Verfügung stehen wird. Es ist gut, dass es Forschende gibt, die sich nach wie vor für die nützliche Verwendung von LSD einsetzen.

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  • Reformhaus schliesst und ein Quartier leidet mit

    Im "Zum Kleeblatt" finde ich Demeter- und andere Bio-Produkte, ich mag den Laden auch. Ausser den Waren auch die kompetenten Mitarbeitenden.

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  • Autobus AG Liestal – «Kapitulation vor dem Filz» 

    Da wird gespart und gespart beim Halbkanton, Lohnkürzungen werden vollzogen, Bildung ad absurdum geführt. Nur die Krösusse in den VR werden geschützt wie das Törli. Dazu sind sie noch stumm wie dieses, zu beschäftigt für eine 5-minütige Stellungnahme. Ich weiss nicht, wie viel ein Direktor abholt, aber etwas Öffentlichkeitsarbeit műsste doch im Profil enthalten sein.

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  • FHNW will lieber weniger Lehrer ausbilden, dafür die richtigen

    Vor etwa 10 Jahren hatte ich als beruflicher Umsteiger auch schon ein Assessment zu überstehen.

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  • Nach 27 Jahren muss die Condomeria schliessen

    Nun weiss ich viel über Leroy Jenkins' Einstellung zu einem Puff oder seiner sexuellen Orientierung, aber nicht, was er über den Bericht von Frau Fopp denkt. Aber ist auch ok.

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