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  • Die neuen Verträge allein lösen die alten Probleme nicht

    Wenn man die erwähnten Punkte positiv sieht, dann durchaus. Ich glaube einfach nicht, dass mit einer solchen politischen Haltung für die nächste Leistungsperiode wieder Geld für den "Ausbau", den sie gerne hätte, reinkommen kann.

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  • Die neuen Verträge allein lösen die alten Probleme nicht

    Was ich bei dieser ganzen Sache überhaupt nicht verstehe ist, wie die Rektorin noch immer gute Miene zum bösen Spiel machen kann. Wie kann man pauschal behaupten, dass es der Uni gut gehe und dass die Fakultäten die Sparmassnahmen gut verkraften würden? Wenn eine Fakultät wie die Theologische ihre Bibliothek auflösen UND ihr Lehrangebot kürzen, dann geht es dieser Fakultät mit grosser Offensichtlichkeit nicht mehr "gut". Ähnlich andere Fakultäten. Die Juristen sparen beim Mittelbau, was die Nachwuchsförderung (eigentlich ein Hauptinteresse jeder Uni?) schwächt. In den Geisteswissenschaften beginnt man oben herumzusägen. 2 Professuren fallen weg, 4 werden zu gegebener Zeit in Assistenzprofessuren umgewandelt. Gerade Fakultäten bei denen die Lohnkosten der mit abstand grösste Posten ist, sind Sparmassnahmen in diesem Ausmass immer mit Leistungsabbau verbunden, vor allem in der Lehre. Deshalb verstehe ich nicht, wo an der Uni denn alles gut sei und welche Fakultäten die Sparmassnahmen schadlos wegstecken? Abgesehen davon: Mit so einer Haltung kommt die nächste Sparrunde definitiv. Es gibt in BL Kräfte, die der Uni effektiv schaden wollen. Wer mit ewiger Bauchpinselei und Selbstverarschung in die Debatte einsteigt, der geht halt auch erfolglos vom Verhandlungstisch weg. Und das Gegenüber lacht sich ins Fäustchen und schwadroniert irgendetwas von "Stärkung der Uni". Was zur Hölle...

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  • Sparpläne an der Universität Basel: All das fällt weg

    Sparen musste zunächst nur BL. Die ländliche "Selbstreflexion" hat nun der Uni all das eingebrockt. Sparen macht halt manchmal auch keinen Sinn.

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  • Sparpläne an der Universität Basel: All das fällt weg

    Warum für Auswärtige? Und wer sind Auswärtige? Die Hürden für "auswärtige" Studierende zu erhöhen finde ich eine sehr kurzsichtige Idee. Der Wissenschaftsbetrieb ist äusserst interregional und international ausgelegt. Und das zu recht. Bei allem Vertrauen in die Nordwestschweiz, aber ich glaube trotzdem, dass es auch "auswärts" schlaue Köpfe gibt, die es sich lohnt zu den selben Konditionen auszubilden.

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  • Sparpläne an der Universität Basel: All das fällt weg

    BS kann leider nicht einfach mehr bezahlen, weil sonst der Univertrag nicht eingehalten würde. Der Deal ist, dass beide Kantone gleich viel bezahlen und gleich viel mitreden. Das Problem ist also, dass wenn BL den Betrag reduziert, dann MUSS BS auch reduzieren um den Vertrag einzuhalten. Ich finde den Univertrag auch sehr mühselig aber ich glaube nicht, dass ein Fonds möglich oder sinnvoll wäre. Die Privatwirtschaft hat kein Interesse daran in einen anonymen Fonds einzuzahlen bei dem nicht klar ist für welche Zwecke die Uni dieses Geld verwendet. Die Privatwirtschaft steckt ja nicht aus reiner Freude an der Neugierde junger Menschen Geld in die Uni. Langsam glaube ich, dass es am schlausten wäre, wenn der Univertrag neu ausgehandelt würde. Evtl. könnte man den Aargau versuchen ins Boot zu holen aber wenn dann halt 2 "Land-" und ein "Stadt"-Kanton die Uni tragen schafft dies womöglich auch Probleme. Alleinige Trägerschaft von BS wäre wohl am schlauesten. Vermutlich wär das für BL nicht mal so viel günstiger. Durch den interkantonalen Lastenausgleich für Studierende, müsste BL weiterhin ziemlich in die Tasche greifen, da doch ein relativ grosser Anteil an Studierenden aus BL kommt.

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  • Regierung soll Professur für Gender Studies retten

    Ich weiss nicht was Sie genau unter dogmatisch verstehen aber müsste man dann nicht konsequenterweise auch mindestens die Wirtschaftswissenschaften und die Theologie überdenken? Für mich ist es völlig schlüssig, dass jeder Wissenschaftszweig mit ihrem Fokus auch bestimmte Prämissen und methodische Grundüberlegungen mitnimmt. Dies gleich als Dogma zu verstehen finde ich übertrieben. Wenn schon hüben wie drüben der gesellschaftliche Nutzen gewisser Studienrichtungen bezweifelt wird, so müsste diesen doch wenigstens zugutegehalten werden, dass sie aufgrund ihrer Prämissen per se politisch sind und so einen Einfluss auf die Gesellschaft und unser zusammenleben haben können. Dies gilt für viele Wissenschaftszweige und das ist auch gut so. Dass einem die Art oder der Inhalt dieses Einflusses nicht passt ändert nichts daran, dass auch andere Studienrichtungen einen solchen implizit ausüben.

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  • Was stört Sie am Emblem von «Negro Rhygass», Naim Mbundu?

    @Zedermann: Laaaaangweilig! "Der ist Musiker, der hat keine berechtigte Meinung!" Genau um solch pauschalisierende Haltungen und um strukturellen Ausschluss bestimmter Personen aus der Diskussion geht es hier. Vielen Dank für Ihr anschauliches Beispiel!

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  • Der Uni-Sparhammer trifft erste Fächer

    Alles in allem finde ich es sehr gefährlich wie die Geisteswissenschaften zurückgefahren werden. Ich möchte nicht die wichtige aber irgendwie unglückliche Leuchtturm-Debatte der BaZ wieder aufgreifen. Vielmehr sehe ich es als Zeitzeichen, dass wir Geisteswissenschaftler nur noch selten zur Erklärung gesellschaftlicher Fragen heranziehen. Ich glaube nicht, dass es sinnvoll ist, zu allen möglichen und unmöglichen Fragestellungen nur Ökonomen, Rechtswissenschaftler und Naturwissenschaftler zu befragen. Wir brauchen doch Menschen, die vergangenes und gegenwärtiges Handeln und Schaffen miteinander abgleichen und einer sorgfältigen Analyse unterziehen.

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  • Der Uni-Sparhammer trifft erste Fächer

    Das Problem ist halt eben nicht die Stadt, sondern der Landkanton und der beidseitig geschlossene Univertrag. Wenn BL diesen neu aushandeln und die Gelder kürzen möchte, dann könnte BS schon in die Bresche springen aber ob das eine längerfristig sinnvolle Lösung ist sei dahingestellt. Ein weiterer finanzieller Faktor ist auch der interkantonale Lastenausgleich zwischen Universitäts- und Nichtuniversitätskantonen. Die Beiträge welche die beiden Basel daraus erhalten wird sich mit der neuen Universitätsvereinbarung etwas verändern. Möglicherweise kommt dadurch etwas mehr geld rein aber viel wird das nicht ausmachen (aber auch dort sind übrigens die Geisteswissenschaften die günstigsten). Ein dritter Faktor sind natürlich auch die Drittmittel. Wenn die Uni z.B. eine Pharmazieprofessur streichen würde, dann gäbe es 3-4 Grosskonzerne, die sich darum reissen würden, diese neu zu finanzieren. Bei der vorderasiatischen Altertumswissenschaft oder ähnlichen, zwar spannenden aber nicht direkt finanziell nutzbaren Fächern ist dies leider nicht der Fall... Aber Sie haben natürlich schon recht.

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  • Der Uni-Sparhammer trifft erste Fächer

    Moment, langsam kann ich nicht mehr folgen. Was macht wen wie zu wem und warum, Herr Zedermann?

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