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  • Regierung soll Professur für Gender Studies retten

    Ich weiss nicht was Sie genau unter dogmatisch verstehen aber müsste man dann nicht konsequenterweise auch mindestens die Wirtschaftswissenschaften und die Theologie überdenken? Für mich ist es völlig schlüssig, dass jeder Wissenschaftszweig mit ihrem Fokus auch bestimmte Prämissen und methodische Grundüberlegungen mitnimmt. Dies gleich als Dogma zu verstehen finde ich übertrieben. Wenn schon hüben wie drüben der gesellschaftliche Nutzen gewisser Studienrichtungen bezweifelt wird, so müsste diesen doch wenigstens zugutegehalten werden, dass sie aufgrund ihrer Prämissen per se politisch sind und so einen Einfluss auf die Gesellschaft und unser zusammenleben haben können. Dies gilt für viele Wissenschaftszweige und das ist auch gut so. Dass einem die Art oder der Inhalt dieses Einflusses nicht passt ändert nichts daran, dass auch andere Studienrichtungen einen solchen implizit ausüben.

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  • Was stört Sie am Emblem von «Negro Rhygass», Naim Mbundu?

    @Zedermann: Laaaaangweilig! "Der ist Musiker, der hat keine berechtigte Meinung!" Genau um solch pauschalisierende Haltungen und um strukturellen Ausschluss bestimmter Personen aus der Diskussion geht es hier. Vielen Dank für Ihr anschauliches Beispiel!

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  • Der Uni-Sparhammer trifft erste Fächer

    Alles in allem finde ich es sehr gefährlich wie die Geisteswissenschaften zurückgefahren werden. Ich möchte nicht die wichtige aber irgendwie unglückliche Leuchtturm-Debatte der BaZ wieder aufgreifen. Vielmehr sehe ich es als Zeitzeichen, dass wir Geisteswissenschaftler nur noch selten zur Erklärung gesellschaftlicher Fragen heranziehen. Ich glaube nicht, dass es sinnvoll ist, zu allen möglichen und unmöglichen Fragestellungen nur Ökonomen, Rechtswissenschaftler und Naturwissenschaftler zu befragen. Wir brauchen doch Menschen, die vergangenes und gegenwärtiges Handeln und Schaffen miteinander abgleichen und einer sorgfältigen Analyse unterziehen.

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  • Der Uni-Sparhammer trifft erste Fächer

    Das Problem ist halt eben nicht die Stadt, sondern der Landkanton und der beidseitig geschlossene Univertrag. Wenn BL diesen neu aushandeln und die Gelder kürzen möchte, dann könnte BS schon in die Bresche springen aber ob das eine längerfristig sinnvolle Lösung ist sei dahingestellt. Ein weiterer finanzieller Faktor ist auch der interkantonale Lastenausgleich zwischen Universitäts- und Nichtuniversitätskantonen. Die Beiträge welche die beiden Basel daraus erhalten wird sich mit der neuen Universitätsvereinbarung etwas verändern. Möglicherweise kommt dadurch etwas mehr geld rein aber viel wird das nicht ausmachen (aber auch dort sind übrigens die Geisteswissenschaften die günstigsten). Ein dritter Faktor sind natürlich auch die Drittmittel. Wenn die Uni z.B. eine Pharmazieprofessur streichen würde, dann gäbe es 3-4 Grosskonzerne, die sich darum reissen würden, diese neu zu finanzieren. Bei der vorderasiatischen Altertumswissenschaft oder ähnlichen, zwar spannenden aber nicht direkt finanziell nutzbaren Fächern ist dies leider nicht der Fall... Aber Sie haben natürlich schon recht.

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  • Der Uni-Sparhammer trifft erste Fächer

    Moment, langsam kann ich nicht mehr folgen. Was macht wen wie zu wem und warum, Herr Zedermann?

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  • Studierende protestieren mit vollen Bäuchen gegen leere Köpfe

    Jaja es ist gut, wir haben's langsam gehört: Studierende sind allesamt verweichlichte Muttersöhnchen, deren grösste bis einzige Leistung es ist, ihrer superreichen Familie und dem Staat gleichzeitig auf der Tasche zu liegen. Würden Sie gerne noch weitere langweilige Klischees mit uns teilen? Zum eigentlichen Thema: Ob die Form des Protest in diesem Fall glücklich gewählt ist sei dahingestellt aber wenn man sich die momentane Situation an der Uni anschaut, dann haben die Studierenden allen Grund sich dagegen zu wehren. Wenn wir uns die Dekadenz sparen würden, die wissenshungrige Jugend als verschüpfte Träumer zu verlachen, dann könnten wir uns vielleicht darüber freuen...aber das wäre wohl zu viel verlangt...

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  • Samira Marti soll VPOD-Präsidentin werden

    Ich kann es langsam echt nicht mehr hören: Zu jung, weiss nicht was arbeiten heisst, keine Lebenserfahrung, et cetera. Ich frage mich schon ein bisschen woher die betreffenden Kommentatoren (oft ohne Innen) so genau wissen ob und wo die Kandidatinnen bis anhin gearbeitet haben, was sie in ihrem Leben bereits erlebt, gehört, gelesen und erfahren haben, was sie genau für Visionen haben? Liebe ältere Semester: Traut der Jugend doch auch mal etwas zu. Habt ihr Angst euer politisches Übergewicht zu verlieren, wenn sich diejenigen Menschen einzumischen beginnen, die es noch ein bisschen länger etwas angeht als euch? Ich versteh es schlicht nicht und langsam aber sicher geht es mir auch gehörig auf den Senkel!

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  • Der Umgang der Uni mit der Astronomie ist ein Hohn

    Ehrlich gesagt kann ich nur wenige der Kommentare zu diesem und dem letzten Artikel zum Thema wirklich nachvollziehen. Ich glaube nicht, dass es der Tageswoche darum geht Fächer gegeneinander auszuspielen. Dies wäre auch nicht sinnvoll. Die ständigen Sticheleien gegen die Gender-Studies und andere angebliche "Unwissenschaften" der KommentatorInnen erschliessen sich mir also umso weniger. Es geht doch vielmehr darum aufzuzeigen zu welch absurden Situationen es führen kann, wenn in einem unverantwortlichen Umfang gespart wird. Klar macht Kleinvieh auch Mist aber es kann sich durchaus lohnen auch in Nischenfächern Exzellenz anzustreben und diese vergleichsweise kleinen Beträge aufzuwerfen. Momentan deutet vieles darauf hin, dass wir in 15 Jahren wieder ebenso verwirrt auf die aktuellen Sparbemühungen zurückschauen.

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  • «Taizé» ist los – und so anders als ein «Praise Camp»

    Wow. Mit den Steuergeldern wird ja nicht Silbermunition und Pfähle für die Hexenjagd finanziert, sondern es wird ein ökumenischer Anlass unterstützt, den man fast schon als kulturellen Anlass einstufen könnte. Wir haben also schon dümmer Geld ausgegeben. Ich kenne niemanden am "Taizé-Basel" aber ich würde meine Hand ins Feuer legen, dass niemand unter den Teilnehmenden sagen würde: "Moll, das mit den Hexen ist schon ein Problem! Da haben uns Tansania und das 16. Jahrhundert einiges voraus!" Man kann noch so atheistisch sein aber man sollte in der Lage sein zwischen Gläubigen und Idioten, welche die Grundlagen ihrer Religion schamlos zu ihren Gunsten auslegen, zu differenzieren. Lasst euch doch einfach leben. Kann ja nicht so schwer sein.

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  • Stagnation und Fächer-Abbau: Der neue Auftrag ist Gift für die Uni Basel

    "Hey Uni, wir würden gerne viel weniger bezahlen, dafür aber viel mehr mitbestimmen."

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