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  • Die TagesWoche erfindet sich zum zweiten Mal

    Da bin ich mal gespannt, wie uns die TaWo künftig den Wert "Eigenverantwortung" beibringen will... ich glaube mich zu erinnern, dass auch (und gerade) die SVP ihre Schäfchen (die weissen) immer wieder gerne mit dem Slogan "Eigenverantwortung" an den Trog, respektive an die Urne lockt... Da drängt sich doch schon die Frage auf: wenn man Eigenverantwortung als Wert glaubt verkaufen zu müssen - wen versucht man dann von seiner Verantwortung zu entbinden? die Antwort dürfte im Falle von SVP, liberalen Parteien, Arbeitgeberverbänden und vielen weiteren Eigenverantwortungsfans (mögliche TaWo-Inserenten?) relativ klar sein. Wäre es nicht eher Aufgabe eines kritisch-unabhängigen Mediums, sich für die gute alte Mündigkeit stark zu machen? Dieser Begriff scheint mir noch weniger von den Obengenannten vereinnahmt und bebeigeschmackt zu sein.

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  • Es gibt keine Gratiszeitungen

    ja, eben.

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  • Autor Vargas Llosa kritisiert Literaturnobelpreis für Bob Dylan

    Wer Sätze wie diese sagt: «Ich glaube, das ist Ausdruck der zunehmenden Frivolität der Kultur in unserer Zeit», der scheint mir selbst kein allzu grosser Literat (mehr) zu sein.

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  • Ein Zuger Kreuzritter kämpft fürs schweizerische Abendland

    Der grösste und einzigste Wert des Gerhard Pfister ist Gerhard Pfister selbst. Mit viel Phantasie kann man das natürlich schon als "abendländischen Wert" verkaufen, wobei das verkaufen wiederum einen abendländischen Wert darzustellen scheint. Indem er sich selbst als abendländischen Wert verkauft, demonstriert er somit im Akt des Verkaufens auch gleich die Umsetzung seines Wertes. Er selbst mag von Werten im Plural deshalb sprechen, weil er von sich im "pluralis majestatis" denkt.

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  • «Die Zeiten sind vorbei, wo du nach Hause kommst und Mädchen auf dich warten»

    das (mit den wartenden frauen) muss zu den zeiten gewesen sein, als der sich charmant und lässig dünkende schweizer den frauen noch "Chäferli" sagen durfte...

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  • Das Geheimnis von «Game of Thrones» steckt tief in Ihnen

    nötig, das, hier? (dachte ich schon, als laurie penny in der WoZ ihren geistreichtum auf dieses thema verschwendete)

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  • Das Geheimnis von «Game of Thrones» steckt tief in Ihnen

    die serie sollte man schon beachten. als in dieser dimension noch nie da gewesenes massenphänomen, dessen wirkung bestimmt gross, aber wohl alles andere als "therapeutisch" ist. das zwar vielleicht z.t. tatsächlich einfach eskapismus bedeutet, dabei aber auch ein bestimmtes menschen- und weltbild vermittelt - und zwar an hunderte millionen menschen - das möglicherweise eine zynische und gesellschaftlichem fortschritt gegenüber skeptische haltung fördert. das nicht ein einzelnes blutiges meisterwerk ist wie ein tarantino, sondern ein stumpfes und abstumpfendes gemetzel, das immer weitergetrieben wird, solange das geld fliesst. ein phänomen, bei dem es meines erachtens nicht angebracht ist, jeglichen kulturpessimistischen impuls zu unterdrücken, um stattdessen alles irgendwie postmodern zu rechtfertigen.

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  • Das Geheimnis von «Game of Thrones» steckt tief in Ihnen

    da wird sie sich aber freuen, die serie! danke für den tip...ich setze das mit wachsender konsequenz bei vielen anderen newsporalen um, das mit dem nicht draufklicken. die tawo will ich aber nicht mit ignoranz strafen und deshalb möchte ich den kommentar meinerseits als (eine art) tip verstanden wissen, nicht als anfeindung.

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  • Bis das Rotlicht erlischt – der Verdrängungskampf im Milieuviertel

    Ich bezog mich ja nur auf obigen Artikel. Die Sicht der Sexworkerinnen wird in Ihrem Interview übrigens auch nur indirekt wiedergegeben (wenn auch von qualifizierter Seite). Mein Vorwurf mag übertrieben formuliert sein, aber es bleibt leider Tatsache, dass die einen als Individuen mit eigener Stimme erscheinen, während die anderen gesichtslos und stumm bleiben und man höchstens erfährt, dass im einen Haus "die Thailänderinnen" keine Sorge zum Inventar trugen.

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  • Bis das Rotlicht erlischt – der Verdrängungskampf im Milieuviertel

    Mit den (Ex-)Pimps spricht man und lässt sie sich als nachdenkliche Opfer der von ihnen Ausgebeuteten in Szene setzen. Sich selbst setzt man mit seinen hippen Sneakers in Szene (und meint's natürlich ironisch). Macht Werbung für die jungdynamischen GastrounternehmerInnen.. und wechselt kein Wort mit den Prostituierten selbst - vielmehr stellt man sie fast schon als lästiges Ungeziefer dar.. Die Art, wie dieser Artikel daherkommt, sagt viel über die Generation Gentrification aus - es geht mehr um Selbstdarstellung als ums eigentliche Thema.

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