SLB
  • Auf die leichte Schulter genommen – das Versagen der Polizei im Fall Y.S.

    Ich bin ja hier kein Insider. Aber ich habe gestern das Interview von Dieter Kohler mit dem Vize-Kommandanten der Basler Polizei, Rolf Meyer gehört. Ich kenne Herrn Meyer nicht. Wie sich Herr Meyer jedoch bei fast jeder Frage gewunden hat, Fehlverhalten abgeschoben hat, sich mit unpassenden Adjektiven wie "zynisch gemeint" aus der Affaire zu ziehen versuchte: das kam ganz schlecht rüber, das schafft kein Vertrauen in die oberste Führung der Basler Polizei, sorry! Steffi Luethi-Brüderlin

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  • Wo ist denn das «Gefahrenpotenzial» am Elsässerrheinweg?

    Als Velofahrer und Grossrat, der sich für diverse Verbesserungen für das Velo eingesetzt hat ( und sich weiter einsetzen wird), stelle ich fest: ohne Willen zur "friedlichen" Koexistenz auf gemeinsam genutztem Terrain geht es nicht. Selbstverständlich gibt es auch eine "Hierarchie" der Stärkeverhältnisse. Die "Starken" (Velo) nehmen Rücksicht, passen Fahrgeschwindigkeit den "Schwächeren", welche zu Fuss unterwegs sind, an. Müsste doch eigentlich selbstverständlich sein, oder?

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  • SP-Präsidentin Hollinger tritt zurück

    "Umstritten"? Das kann ich als mit der Partei und diversen Gremien bis vor kurzem eng Verbundener überhaupt NICHT bestätigen. Solche "On-dits" - Bemerkungen entsprechen doch nicht dem Qualitätsanspruch der Tageswoche, oder?

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  • «Die direkte Demokratie war ein Mittel, um das Stimmrecht hinauszuzögern»

    Wo Männer und Frauen teilhaben sollen, dürfen, müssen: es ist nach wie vor eine (teilweise versteckte, manchmal auch offen erscheinende) Machtfrage. Viele von uns Männern halten eben auch Jahrzehnte nach der offiziell festgelegten Gleichberechtigung in der politischen Teilhabe an vermeintlich uns zustehenden Privilegien fest. Es ist sicher auch eine Frage des Selbstwertgefühls, wenn man glaubt, dass das Teilen der Macht einen entwerten würde. Gleichzeitig wird jedoch über die Last der Pflichterfüllung, gerade auch von Machtträgern gejammert. Das "immer mehr-immer schneller" in der Wirtschaft ist ja massgeblich von den männerlastigen Chefetagen geprägt. Da würde es allen diesen gehetzten Wirtschaftsführern sehr gut bekommen, sich in gesellschaftlich-sozialen Bereichen des Alltags unaufgeregt zu bewegen. Das Mitmachen auf allen Ebenen der politischen Prozesse ist eine Selbstverständlichkeit, unabhängig vom Geschlecht. Und: wer sich gesellschaftlich-politisch nicht einbringt, mit dem wird Politik gemacht....so-oder-so....

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  • Gewerbeverband Basel lanciert zwei Initiativen für eine Kehrtwende

    „Zämme fahre mir besser“: tönt ja mal gut. „Zämme“ erinnert an etwas Gemeinsames, etwas, was alle zusammen verbindet. Aber lösen diese zwei Initiativen des Gewerbeverbandes diese Ansprüche ein? Dienen sie wirklich allen? Blenden wir auf die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg zurück. Liegen nicht, seit den Fünfzigern, Jahrzehnte von Umbauanstrengungen in Richtung autoverkehrsgerechter Stadt hinter uns? Dem vermeintlichen Fortschritt geschuldet, sollte der Verkehr immer flüssiger rollen. Erst seit etwa 20 Jahren werden die Fragestellungen, welche bereits in den 70er-Jahren des letzten Jahrhunderts formuliert wurden, nach und nach erst genommen. Es hat dann weitere Jahre gedauert, bis die Erkenntnis Raum gegriffen hat, dass es in den Städten keine weiteren Ausbauten von Strassen zu Gunsten des Autoverkehrs brauche. Im Gegenteil: wo Menschen wohnen, leben, ist der Lebensqualität der Ansässigen mehr Gewicht zu verleihen. Innerstädtische Mobilitätsansprüche sind in erster Linie mit den „sanften“ Mitteln Füsse und Velo, mit Trams und Bussen, zu verwirklichen. Dem Auto kommt als Transportmittel im Gewerbe und Handwerk eine unbestrittene Rolle zu. Dazu braucht es jedoch nicht mehr Strassenfläche, man muss den nicht notwendigen motorisierten Individualverkehr reduzieren. Dann steht dem beschriebenen Gewerbeverkehr genügend Raum zur Verfügung. Dass der mit der Städte-Initiative angestrebte Umlagerungsprozess nicht nur den motorisierten Pendlerverkehr, sondern auch das Verkehrsverhalten der in der Stadt Wohnenden betrifft, ist nicht mehr als redlich. Sobald wir nämlich als StädterInnen unsere Quartiere verlassen, werden wir ausserorts ebenfalls zu PendlerInnen. Mehr als die Hälfte der BaslerInnen haben mit ihrem Fahrverhalten längst den Tatbeweis erbracht, dass ein erfülltes Leben auch ohne den täglichen Gebrauch eines Motorfahrzeuges sehr wohl möglich ist. Mit Schadstoffen belastete Luft und der Verkehrslärm sind nicht bloss vernachlässigbare Kollateralschäden, welche un- veränderbaren Naturgesetzen entsprechen. Hier wollen viele BaslerInnen bewusst einen anderen Weg gehen. Wir sind dies der Lebensqualität gerade auch der nachfolgenden Generationen schuldig. Jüngere Jahrgänge haben sich längst von der Selbstverständlichkeit des alltäglichen Besitzes von Automobilen verabschiedet. Auto teilen, neudeutsch „Carsharing“, ist eine Alternative für den punktuellen Einsatz eines motorisierten Gefährts. Und: wenn weniger BaslerInnen ein eigenes Auto besitzen, sinkt auch der Bedarf für Parkplätze. Parkplätze für immer noch motorisiert Pendelnde brauchts allenfalls an der Peripherie, Touristen sind uns willkommen. Am liebsten mit Bahn und Tram; mit den Autos in die Stadt hinein fahren, ist sowas von gestern. So zielen die beiden Initiativen in eine Stadtentwicklungsphilosophie von vorgestern und das wollen wir uns doch nicht im Ernst antun? Ich bin zuversichtlich, dass nach dem eventuellen Zustandekommen der Initiativen die BaslerInnen die Initiativen dorthin versorgen, wo man sie niemals heraus nehmen hätte sollen: in die Mottenkiste!

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  • Sion spielt Basel an die Wand und gewinnt 3:0

    Die 6. Meisterschaft in Serie ist das eine. Das muss erst eine Mannschaft schaffen. Aber der heutige Auftritt war saft- und kraftlos. Sion war nicht bloss ein Quäntchen besser. Heute lagen Welten zwischen den beiden Mannschaften. Schade, dass dies der letzte Auftritt von Marco Streller sein musste. Niemand schleicht gerne dergestalt von der Fussballbühne.....

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  • Schranken und Zölle sind kein Rezept – Basel braucht ein neues Mietrecht

    In der Tat: als Stadtpolitiker reisen, per öffentlicher Bahn beispielsweise. Ich war in Rouen in der Normandie. Grosse, weitgehend verkehrsfreie Innenstadt, pulsierendes Leben in mit normanischen Riegelhäusern gesäumten Strassen. Oder Lyon: zeitgemässes Tram als zentrale Verkehrsachse, auch dort fussgängerfreundliches Zentrum. Oder Turin: dort sind die mit Steinplatten ausgelegten Innenstadtstrassen längst realisiert, ich habe nirgends verletzte High-Heels-Trägerinnen vorgefunden....

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  • Der FCB entscheidet demnächst, ob Geoffroy Serey Die gehen muss

    Ich mochte Serey Die aufgrund seiner stets kämpferischen Einstellung. In nicht wenigen Matches schaffte er es, einen zuweilen lethargischen FCB aufzurütteln! Hoffentlich bleibt uns dieses dynamische Element erhalten!

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  • Initiative gescheitert – Mittlere Brücke wird für Autos gesperrt

    Nach wenigen Monaten wird sich niemand mehr den heutigen Zustand zurück wünschen. Die autobefreite Mittlere Brücke einerseits, das Kunstmuseum-Parking andererseits. Auch ich als Befürworter von Fuss-, Langsam- und öffentlichem Verkehr muss zuweilen eine Kröte schlucken....-;)

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  • Abstimmungs-Spickzettel: Alles, was Sie zum Erlenmatt-Tram wissen müssen

    Betrachten wir es doch mal aus der Fahrtrichtung Innerstadt - Badischer Bahnhof : Gerade der künftige Tramast über die Johanniterbrücke und die Feldbergstrasse soll nicht am Riehenring enden, sondern mit dem kleinen Schlenker um das Musical-Theater gleich noch das jetzt im entstehende Erlenmatt-Quartier an seiner Südgrenze mit den 1,2 Kilometern Schiene mit dem Badischen Bahnhof verbinden. Am Riehenring nach Süden abbiegen und über den Messeplatz zu fahren, würde den Ausweichroutencharakter zum Abschnitt Badischer Bahnhof - Mustermesse "verschenken". Deswegen macht die Argumentation meines geschätzten Ratskollegen Heiner Vischer wirklich keinen Sinn. Die künftigen Frequenzen einer Tramlinie 30 sind im übrigen in keiner Weise mit dem jetzigen Passagieraufkommen zu vergleichen. Wenn gleich in den ersten Jahren des vollständig überbauten Erlenmatte-Gebietes ein modernes Tram zur Verfügung steht, wird das mit Sicherheit von den Bewohnenden genutzt werden. Ein Bus hingegen wird, abgesehen von der Abgasfrage, in punkto Einstiegs- und Fahrkomfort nie mit den jetzt eintreffenden Flexity-Niederflurtrams mithalten können.

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