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  • Tausend Blätter und kein Ende: Die Hysterie um das Lehrmittel «Mille feuilles»

    Für die kleineren Tippfehler entschuldige ich mich aber das Schreiben vom Handy aus erweist sich immer als etwas schwieriger. ;-) Speziell bei solchen Wälzern.

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  • Tausend Blätter und kein Ende: Die Hysterie um das Lehrmittel «Mille feuilles»

    Liebe Leserinnen und Leser, liebe Politiker An den Sekundarschulen im Kanton Basel-Landschaft ist die Stimmung klar. Auch Umfragen des LVBs zeigen, dass die Lehrmittel auf der Sekundarstufe nur mit extremen Ergänzungen seitens der Lehrpersonen brauchbar sind. Speziell auf den niedrigeren Anspruchsniveaus (Niveau A) sind die Lehrmittel absolut unbrauchbar und überfordern die Schülerinnen und Schüler. Ein Beispiel hierzu: Schülerinnen und Schüler mit authentischen Texten zu konfrontieren, nur damit sie auf das "korrekte L1 Englisch" vorbereitet werden, ist ein völlig falscher und für Schülerinnen und Schüler frustrierender und überfordernder Ansatz. Ich erkläre es mal in anderen Worten: Stellen Sie sich vor sie haben keine Tenniserfahrung. Sie bekommen einen Tennisschläger in die Hand, Raphael Nadal (als Analogie zu einem authentischen Text) gegenüber und dieser hat die Aufgabe mit 200km/h auf Sie zu servieren, wie auch während des Spiels keine Rücksicht auf Ihr Level zu nehmen. Spätestens nach dem dritten Match in dem Sie keinen Ball treffen, haben Sie keine Lust mehr auf Tennis und sind frustriert. - scheiss Sport (Englisch/Französisch) - Zuerst muss man den Kindern zeigen wie man einen Schläger korrekt hält, dann ein paar Ballgewöhnungsspiele, anschliessend schaut man sich die Technik einer Vorhand, einer Backhand oder eines Aufschlags genau an, übt, übt, übt und spielt dann einen Match gegen jemanden der gleich stark ist. Dies macht Spass und kann dem Kind ein Erfolgserlebnis verschaffen. Das Selbe gilt fürs Sprachenlernen. Zuerst sollte die Grundstruktur aufgebaut und Erfolgserlebnisse geschaffen werden und erst dann kann man sich an etwas schwierigere Texte wenden. Sofern Bedarf kann ich auch gerne Zitate von einem Buch, publiziert von Oxford namens "Extensive reading", nennen, welches klar darstellt weshalb authentisches Lesen auf dem Level der Schülerinnen und Schüler keinen Sinn macht. Dies wäre nur ein Buch von vielen, welche der Philosophie von PPT widersprechen. Liebe Politiker hört auf die Lehrpersonen. Wir sind die, die mit dem Material das uns vor die Nase gesetzt wird arbeiten müssen. Wir wissen was für unsere Schülerinnen und Schüler gut ist, nicht jemand der in einem Bürostuhl sitzt, irgendwelche Didaktikbücher liest und fern der Praxis wohnt. Weshalb sollten wir nicht entscheiden mit welchen Lehrmitteln wir arbeiten, dies sollte zu unseren Schülerinnen und Schülern passen aber auch zu unserer Lehrerpersönlichkeit.

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