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  • Schliessungen, Neueröffnungen, Umzüge – die Innenstadt verändert sich

    Ein interessanter, wenn auch eher lückenhafter Artikel... "Tavolino" war schon immer an der Freien Strasse - auf der Fläche des Tabakladens ist nun das ebenfalls erwähnte "Buckles and Belts". Es fehlen zudem die wichtigen Neueröffnungen von Michael Kors (Freie Str.) und Lumas (Fischmarkt) sowie die Schliessung von Paul Kehl (Gerbergasse), wobei hier alle drei Läden (BS, LU, SG) zu gehen. Es stimmt tatsächlich, dass sich die Innenstadt derzeit im Umbruch befindet und teilweise gerade etwas trostlos daherkommt; es kann auch durchaus sein, dass der Einkaufstourismus - kaum aber der Verkehrskonzept (wie konnte man denn bisher bitte bei Deiss mit dem Auto vorfahren??) - als Sterbehelfer ohnehin moribunder Geschäftsfelder wirkt (z.B. Schuhläden mit "ein bisschen etwas von allem" aber ohne klare Stärken). Gleichzeitig sind Flächen in der Innenstadt so gefragt (und teuer) wie nie zuvor - dass z.B. etwa zwei Wochen nach der Meldung der Benetton-Schliessung (die nächsten Filialen sind übrigens, bis auf Weiteres, Delémont oder Aarau, nicht erst Zürich) bereits der Umbau publiziert wurde, weist darauf hin, dass der Vertrag absichtlich nicht verlängert wurde, da offenbar eine andere Kette mehr für das Lokal zu bieten bereit ist. Es ist daher damit zu rechnen, dass alle Leerstände mittelfristig mit guten Nachmietern gefüllt sein dürften (internationale Ketten halt...), Interessenten für 1A-Lagen gibt es noch genügend (Massimo Dutti, Bershka, Pull&Bear (alle Inditex), COS und Monki (beide H&M), Uniqlo, Gap, Forever 21, evt. trotz Finanzproblemen auch noch Abercrombie & Fitch sowie Hollister etc.).

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  • Krise bei den Grossen, Zuversicht bei den Kleinen

    Interessant wäre auch, wie es um Bider&Tanner steht - flächenmässig eine Grossbuchhandlung, von den Eigentumsverhältnissen her eine kleine. Zumindest fast: Orell Füssli hält ja einen kleinen Anteil daran. Gerät B&T durch die Kooperation von Orell-Füssli mit Thalia zwischen die Fronten? Ich hoffe nicht, ist B&T doch die fast perfekte Buchhandlung - grosse Auswahl, kompetentes und sympathisches Team. Zumindest optisch scheint der Laden auch noch einigermassen zu rentieren.

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  • Gratisdrämmli, nämmli!

    Der übliche Trugschluss: Die Stadt Tallinn zählt 420'000 Einwohner, die Stadt Basel dagegen nur knapp 170'000, ergo Tallinn doppelt so gross wie Basel. Was wieder unter den Tisch fällt: Tallinn hat auch eine Fläche von 160 Quadratkilometern, Basel bloss 23 - dafür ist Basel ziemlich komplett mit seinem politisch vielfach geteilten Umland verwachsen, während in Tallinn die Stadt effektiv an der Stadtgrenze aufhört. Fazit: Nur weil Tallinn auf dem Papier 420'000 Einwohner zählt, ist die Stadt deswegen noch lange nicht grösser oder gar "mehr als doppelt so gross wie Basel." Und dass wir in Basel und der Schweiz nun wirklich nicht das Problem haben, dass der ÖV zu wenig Nutzer zählt und attraktiver werden muss, sei an dieser Stelle mal grosszügig übersehen.

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  • Die Räuber nehmen sich eine Auszeit

    Bei aller Sympathie für die Tageswoche - derart waghalsige Spekulationen bedienen ansonsten eher andere Medien. Bedauerlich.

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  • Adieu «Spielhuus»

    Dass ein Traditionsgeschäft verschwindet, ist immer schade. Aufgrund der aktuellen Situation im stationären Detailhandel - der Kuchen wird durch Online-Konkurrenz laufend kleiner - nicht unbedingt überraschend. Der Umsatz im Spielhuus hat wohl soweit gestimmt, um einen Weiterbetrieb an dieser relativ guten und wohl recht teuren Lage zu ermöglichen, jedoch nicht um den ziemlich in die Jahre gekommenen Laden in Schuss zu bringen und um einen Nachfolger genügend Perspektiven zu bieten - also muss eine starke Kette her. Ich fürchte, auch die Buchhandlung Bider & Tanner wird früher oder später diesem Schicksal anheim fallen.

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  • Alles dreht sich um günstigen Wohnraum

    Eigentlich kann niemand ernsthaft dagegen sein, dass bezahlbarer Wohnraum erhalten bzw. geschaffen wird. Aber was im Windschatten dieser an sich berechtigten Forderung aktuell in Basel alles abgezogen wird, ist nur noch grotesk - einmal mehr wird ein Partikularinteresse zum allgemeinen Interesse erklärt und eine nur noch freche Erwartungshaltung postuliert. Und dies obwohl hier ein Abbruch und Neubau dem allgemeinen Interesse wohl eher entspricht als die Beibehaltung einer solchen energie-ineffizienten Bruchbude. Jeder Hauseigentümer kann mit seiner Liegenschaft machen was er will - und wenn er diese Dreckschleuder da halt abreissen will, dann kann und soll er das, Punkt. Offenbar lohnte es sich für ihn. Und es lohnt sich wohl auch für Basel als attraktive Wohnstadt, wenn dort bessere Wohnungen hinkommen. Dass es sich dabei um nahezu unerschwingliche Luxuswohnungen handeln wird, ist aufgrund der Lage ohnehin praktisch auszuschliessen.

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  • Thalia macht im Stücki dicht

    Naja, wie Sie schon schreiben war das mal eine Basler Buchhandlung. Aber immerhin ist die Thalia-Schweiz-Zentrale noch in Basel und juristisch, so weit ich weiss, immer noch die alte Buchhandlung Jäggi. Die hat ja bereits unter dem alten Namen mit der Expansion in der Schweiz begonnen (Bern, Schaffhausen).

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  • Thalia macht im Stücki dicht

    Das Stücki-Shopping ist nicht per se eine Fehlkonstruktion, wie oft und gerne behauptet wird. Das Problem ist vielmehr, dass der stadtentwicklerische Zeithorizont und der Zeithorizont der schnelllebigen, quartalsbilanzorientierten Handelsketten überhaupt nicht übereinstimmt. Das Center kann durchaus Erfolg haben, denn es liegt eigentlich nicht schlecht und ist überdies atmosphärisch stimmig. Allerdings dauert es bis zum Erfolg noch fünf oder sieben oder zehn Jahre - für die meisten zu lange. Jede Kette die jetzt dort auszieht, gefährdet diesen Erfolg, da jeder Abgang dem Stücki erneut das -unverdiente! - "Loser"-Label ans Revers heftet. Gerade von einer "Basler" Kette wie Thalia hätte man sich etwas mehr Fingerspitzengefühl erhofft - oder ist die wirtschaftliche Not dort etwa so gross, dass man gar keine andere Wahl hatte? Schliesslich lässt auch das Flaggschiff an der Freien zunehmend Federn bzw. wird mit buchfremden Artikeln vollgestellt.

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