• Novartis-CEO Vas Narasimhan wickelt Basel um den Finger: Ein Lehrstück in fünf Akten

    Es gab mal in Basel einen Dr. Gottfried Keller. Er war Direktor der Milchsuppe, der als begnadeter Erzähler in seinem Hausblättli aus dem Leben seiner Insassen schrieb. Leider war er sehr fundamental-christlich eingestellt, und es würde mich nicht wundern, wenn Dr. Gottlieb Keller sein Sohn wäre…???

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  • Für seine ultralokale Küche muss der «Stadtdinner»-Koch auch mal in den Zoo

    Eigentlich toll, was für originelle und interessante Leute wir hier haben, die immer wieder spleenige und doch sehr einleuchtende Ideen haben. Es ist mehr als Kochkunst, Kunst sowieso. Und wer daher nachdenkt, fragt nicht nach dem Preis, auch wenn er es sich nicht leisten kann!

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  • Hitzige Debatte um Frauengleichstellung in Basler Zünften

    Das ist wieder so eine «Mohrenkopf»-Diskussion mit eben dieser Empörungs-Potenz ins Unermessliche. Männer wollen eben ab einem gewissen Alter einfach unter sich sein. Das ist ein Menschenrecht: das Recht auf Individualität. Also, wir leben in einer Überfluss-Gesellschaft, die keine echten Probleme (mehr?) hat. Stattdessen macht sie sich welche, wo es völlig überflüssig ist. Ich denke insbesondere an die sogenannten Linken, die Velo-Terror fordern und mit dem Flugi für 699 Franken um die halbe Welt in die Ferien fliegen. Oder, die sich lauthals für «Integration» einsetzen, aber auf dem Bruderholz in ihrem eigenen Gärtlein ihre gestylten Gleichgesinnten auf teuren e-Bikes zur Gartenparty laden. Während daneben auf dem Klosterfiechten-Spielplatz die echt Unterprivilegierten mit Kopftüchern und gutturaler Sprache ihr selbst mitgebrachtes Picknick quasi in einer Schattenwelt verspeisen. Und dann frage ich mich, ob diese vom Kapitalismus angezogenen Muselmanen und -Innen (sic!) sich über obgenannte Themen wundern mögen, wenn sie dereinst mal eine gewichtige Mehrheit bilden?

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  • «Negro-Rhygass» bleibt «Negro-Rhygass»

    Allerdings sind nur die wenigsten Elsässer Waggisse, und Waggis ist im Elsass ein Schimpfwort für Gelegenheitsarbeiter, Schnapsbeulen und Raufbolde, die in der Zeit von Mülhausens Industrialisierung im 19. Jh. durch das soziale Netz gefallen sind. Und sie sind keinesfalls «Neudörfler Gmiesbuure»! Man lese hier die Geschichte des Waggis: http://jplienhard.ch/html/artikel/artikel_waggis.htm

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  • Sie nerven sich über aufdringliche Wespen? Halten Sie sich fest: Hier kommt die Bettwanze

    Meisterhaft geschrieben Aber leider so meisterhaft, dass es mich nun überall juckt, obwohl ich keine (echten) Wanzen im Bett habe…

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  • «Die Basler sind überaus empfindlich» – ein letztes Gespräch mit Markus Somm

    Das war keine herausragende Leistung - vom jouranlistischen Standpunkt aus, liebe Tageswoche! Euch von Somm derart widerstandslos und in dieser ekelhaft arrogant selbstherrlichen Art niederschwatzen zu lassen… Na, die TaWo schaufelt ihr Grab lansam, aber sicher selber.

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  • Die Print-Ausgabe der TagesWoche erscheint neu alle zwei Wochen

    Da drängt sich nun eine Namens-Änderung auf: TagesVierzehntageswoche oder VierzehntageWoche… Sälber tschuld, wenn schon so ein papierener Name gewählt wird!

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  • Unterwegs auf der Solitude-Promenade – kein Pfad für schwache Nerven

    «Der Ärger verpufft binnen Sekunden, als wir leichten Schrittes die Treppen zum Wasser hinabsteigen» - ich weiss nicht, warum sich die verwöhnten Basler/Schweizer so grün und blau ärgern, wenns doch auch so geht, wie schliesslich und endlich hier zitiert! Weder in Mülhausen noch in Strassburg wüten die hierzulande sofort aufgerufenen Reglementierungs-, Verbots- und «Sicherheits»-Nettigkeiten: Dort stört es niemanden, wenn sogar durch die Tramhaltestellen Velofahrer trampen. Nur: Weder in in Mulhouse noch in Strasbourg sind so sophicated Göpel unterwegs wie hierzulande… Jammern auf sehr hoehem Niveau: Tatsächlich bin ich oft winters mit dem LSVB ab 18.45 Uhr vom Rankhof durab zum Rheinhafen/Lange Erlen gejoggt, und genau an dieser Stelle, zumal im «Feierabendverkehr» begegneten oder keuzten wir Trampler uns - aber niemandem kam es in den Sinn nach der Polente oder gar nach baulichen Massnahmen zu rufen. Ausser einmal, als sich eine Joggerin von uns voll in eine Sitzbank rammte - ich habe noch jetzt Hühnerhaut wegen ihrer Schmerzensschreie. Doch seither warnte uns stets der Vordermann, wenn wir diese Stelle anpeilten. Und noch immer ist das Bänkli dort, das zumal nachmittags im Sommer nicht nur von älteren Leuten als Aussichts- und Ruhepunkt geschätzt wird. Man muss halt immer und überall Augen und Ohren offen halten. Gääl, Lappi! Sonst können wir uns vor lauter idiotischer Kindersicherungen und -Stecker kaum mehr bewegen. Schliesslich bin ich auch ohne diese seitenlange Warnungen in der Gebrauchsanleitung für einen banalen Reisewecker («Vorsicht, Kleinkinder könnten ihn verschlucken…» hahaha!!!) bald mal 45 Jahre alt geworden. Fürchten tue ich mich eigenltich nur vor Blochers Gnaden und vor Fliegerbomben-Blindgängern unter meiner Camping-Luftmatratze…

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  • Wegen neuer Regeln im «Fraueli»: Jetzt nervt sich Freiburg über Musliminnen aus dem Elsass

    Denk mal über den Begriff «Toleranz» nach. Wenn Toleranz strapaziert wird, sind «rassistisch anmutende Aussagen» nicht weit! Hier zur Klärung des Begriffs ein Auszug aus dem «Spiegel»: Jesus war nicht tolerant Ständig wird von ihr gesprochen und ständig wird sie von allen Seiten eingefordert: Die Toleranz. Aber was bedeutet das Wort eigentlich? Eine Begriffsanalyse von Jan Hedde. Kaum eine Haltung hat eine derartig steile Karriere aufzuweisen - die der Toleranz. Sie gilt als Tugend, wenn nicht sogar die Tugend. Wer nicht tolerant ist, hat es zu Recht schwer; kein reflektierter Mensch wird sich selbst als intolerant bezeichnen, und schon leise geäußerte Zweifel an der Toleranz sind sozial desintegrierend. Toleranz wird geübt gegenüber anderen Meinungen und Ideen, aber auch Menschen anderer Hautfarbe, sexueller Orientierung und Religion, Ethnie, Weltanschauung, Herkunft, Abstammung, gegenüber Menschen jeder Nationalität und jeden Geschlechts, jeden Alters und jeder Behinderung. Kurz: Toleranz übt, wer Teil der Mehrheit ist und Toleranz genießt, wer davon abweicht. Dabei schleichen sich in die Wahrnehmung dieses Begriffes Ungenauigkeiten ein, durch nachlässige Verwendung verursacht, aber auch durch Überladung mit anderem, was wünschenswert, aber nicht zugehörig ist. Zunächst ist Toleranz entgegen der weitverbreiteten Meinung nämlich keine Tugend. Weder geistliche noch weltliche Aufzählungen der Tugenden nennen sie. Toleranz ist eine Haltung eigener Art, deren Qualität die Neuzeit geschaffen hat. Die Antike kennt diese Toleranz nicht. Jesus war nicht tolerant, Jesus war demütig und duldsam. Galerius, der römische Kaiser, der im Jahr 311 verfügte, dass Christen von nun an nicht mehr zerhackt und verbrannt würden, war nicht tolerant, er war klug. In dem von William Penn im 17. Jahrhundert als "heiliges Experiment" gegründeten Staat Pennsylvania galt volle Toleranz, allerdings nur in Bezug auf Religionen. Die Toleranz ist ein Produkt der Aufklärung, also des ausgehenden 18. Jahrhunderts - allerdings mit dem Fokus auf Religion und Weltanschauungen. Eingeschränkt war die Toleranzidee zu der Zeit aber noch weiter durch die Anwendung auf das Verhältnis zwischen Gruppen, also beispielsweise Katholiken und Juden oder Protestanten und Baptisten. John Stuart Mill radikalisierte im 19. Jahrhundert den Begriff: Er wendet ihn auf Gruppen und Einzelne an. Das ist im Wesentlichen der heutige Stand. Toleranz urteilt nicht, sondern sieht Klugheit, Duldsamkeit, Demut und Toleranz harmonieren, bedingen einander aber nicht. Toleranz meint, in Ableitung von ihrer wörtlichen Herkunft, ein Dulden und Ertragen. Toleranz ist demnach Neutralität, nicht die der gottgefälligen Seele, sondern des aufgeklärten Verstandes. Toleranz urteilt nicht, sondern sieht. Toleranz ist ihrer Natur nach passiv und eignet sich nicht zur Rettung anderer. Dementsprechend ist Toleranz eine lösbare Aufgabe. Goethe ist in seinen "Maximen und Reflexionen" der Meinung, Toleranz solle nur eine vorübergehende Gesinnung sein, sie müsse zur Anerkennung führen. Nur Dulden heiße Beleidigen. Es fällt auf, dass sich Goethe nicht zur Frage äußert, was mit dem nicht Tolerierbaren zu geschehen habe. Für ihn ist alles Geistige tolerierbar und anerkennenswert, ohne Unterschied nach künstlerischer, religiöser oder politischer Überzeugung. Für ihn gibt es nichts, was nicht tolerierbar ist, keinen Gedanken, kein Wort, keine Idee. Was immer auch gedacht oder gesagt wird, ist anerkennenswert, weil es von einem Individuum gedacht oder gesagt ist. Diese Haltung zeigt einen fundamentalen Respekt für alles Menschliche und ist Humanismus in reinster Form. Toleranz ist in der Gegenwart ein täglich verwendeter, positiver Kampfbegriff. Tolerantsein wird gefordert, und das mit guten Gründen. Leider gehen die Essenz des Begriffes und seine Nützlichkeit dadurch weitgehend verloren. Der Toleranz wird meist ein Objekt beigegeben, dem gegenüber Toleranz zu üben ist. Flüchtlinge stehen aktuell hoch im Kurs, einige religiöse Minderheiten, generell alle für schwach erklärten Menschen. Sie sollen nicht angegriffen werden, sondern im Gegenteil beschützt und willkommen geheißen, versorgt, getröstet, integriert. Alle diese gesellschaftlichen Ziele sind lebens- und erstrebenswert, aber eben nicht Gegenstand von Toleranz. Man kann einen Flüchtling nicht tolerieren, denn sein Schicksal ist eine Tatsache, ebenso wie es die Hautfarbe, Herkunft oder das Geschlecht eines Menschen ist. Die Frage nach der Toleranz stellt sich nicht, weil Tolerieren oder Nicht-Tolerieren keinen Unterschied macht: Die Tatsache bleibt. Der Begriff hat deshalb ausschließlich das Geistige zum Inhalt. Toleranz ist die Haltung des aufgeklärten, wachen Individuums, das sich selbst im anderen erkennen kann. Sie ist keine Klasseneigenschaft, sondern Staatsräson, nicht parteilich, sondern unparteiisch. Toleranz ist die Fantasie, dass man auch auf der anderen Seite stehen könnte. Unglücklich dagegen ist das kämpferische "Keine Toleranz der Intoleranz!", denn auch dieser Parole liegt ein schiefes Verständnis des Begriffes zugrunde. Meist auf Nazis und deren Mitläufer gemünzt, drückt er eine an sich begrüßenswerte Haltung aus, die aber ihre Spur verliert. Denn meist ist das, was als Intoleranz bezeichnet wird, nicht Gedanke oder Wort, sondern Handlung im tatsächlichen Sinne oder Delikt. Dann ist es keine Frage der Meinung, sondern ein Fall für das Gericht. Keine Gesellschaft muss Angriffe auf sich hinnehmen. Toleranz endet beim Nicht-Tolerierbaren, das seiner Natur nach nicht geduldet werden kann, weil es die Sphäre von Gedanke und Wort verlassen hat. Wird dagegen nicht Delikt, sondern Meinung als intolerabel bekämpft, negiert sich eine Toleranz, die Toleranz erzwingen will. Es gibt keine An-Sich-Toleranz, die zwischendurch mal Pause macht, ohne ihre Existenz aufzugeben. Oder: Toleranz ist, wenn's weh tut. Jan Hedde, 52, ist Jurist und Autor von «Der Spiegel».

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  • Problempark Dreirosen? «Hier gibts keine Probleme!»

    Ich will den Schuggern hier, ja, ausgerechnet hier! ein Kränzchen winden: Was immer sie sagen, wird so auf die political correctness-Goldwaage gelegt, dass diese arme Sieche kaum mehr etwas sagen können, - ich sags jetzt ironisch - Achtung: Ironie!!! - was die «Linken und Netten» den armen Schuggern nicht sofort als «rassistisch» oder «gender» oder sonstwas Halbfaschistisches anhängen! Und «Multikulti» ist auch so ein «Wohlfühler»-Schlagwort, denn diese multikulturelle Massierung ist eben anfällig für Probleme. Und niemand fragt, warum die entstanden sind: Die Kapitalisten riefen Arbeitskräfte - und es kamen Menschen, Menschen aus allen Kulturen der Welt, allen Sprachen, allen Traditionen, allen Religionen, denen die heisigen Regeln und Gepflogenheiten fremd waren und immer aufs neue wieder sind. Der Kapitalismus kassiert, der Allgemeinheit bleiben die Probleme! Und der arme Schugger wird dafür geprügelt, wenn er einen Dealer mit dunkler Hautfarbe kontrolliert… Warum die Verhältnisse im Dreirosen so gekommen sind, darüber sollte man nachdenken und schreiben. Ich bin dort aufgewachsen, ins Bläsi in die Primmeli, als es im ganzen Bläsi nur einen einzigen «Ausländer» gab - ein Grieche, dessen Vater als Akademiker in die Ciba geholt wurde. Ich erlebte, wie an Maria-Himmelfahrt (oder wie das heisst), die katholische Diaspora aus der Innerschweiz (Binnen-Migranten) in einer langen (!) Prozession vor der Sankt-Josephs-Kirche via Müllheimerstrasse zum Marien-Altersheim an der noch wenig befahrenen Horburgstrasse wallfahrten, wo auf offener Strasse ein Altar aufgebaut wurde und wo sich die protestantischen Binnen-Migranten-Kinder den Buckel vollachten, als auf ein «Gebimmel-Kommando» hin die «Katholen» auf offener Horburgstrasse niederknieten und irgendwas Unverständliches murmelten. Man muss das in Zusammenhang mit diesem Quartier in der unmittelbaren Nähe der Chemie stellen und sich auch mal vor Augen halten, was in nur (!!!) 50 Jahren da alles an den noch lebenden und immer noch allermuntersten Ureinwohnern dieses Quartiers alles vorbeigezogen ist. Noch zwei Stichworte: «Zwanzgerli-Kuchi» und der (immer noch lebende) Vikar V…, erzkatholische Diaspora-Reaktion, heute «glücklicherweise» verdrängt durch andere Migranten-Religionen…

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