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  • Die Leere nach einem «naiven und braven» Auftritt

    @TW: es heisst noch "Auftritt". Danke für diesen Bericht. Eine komplizierte Situation. Die Spieler wirken etwas "depressiv", energielos. Was ich beim FC Basel bisher nicht verstanden habe ist einerseits bereits, ich glaube das begann dort, bei Heusler, die Mannschaftspolitik und Transferpolitik. Mir fällt auf, das alte Spieler immer wieder zurück zum FC Basel kommen. Das wurde unter Burgener weitergeführt, oder? Das ist doch nicht Usus im Klubfussball, zumindest scheint das doch beim FCB sehr ausgeprägt zu sein. Natürlich, als "Talentdurchlauferhitzer" ist es vielleicht nicht falsch, wenn ehemalige Leistungsträger den Karriereabend beim FCB verbringen wegen dem Know-How und der internationalen Ausstrahlung. Bei Heusler hat das noch geklappt, aber der hatte eine internationale Austrahlung und den Klub dadurch getragen, diese Austrahlung hatte er ja übernommen und weitergeführt. Die internationale Ausstrahlung fehlt scheinbar unter der neuen Leitung und dieses "humanistische Fussball-Verständnis" kann so "energetisch" nicht kompensiert werden. Europäischer Klubfussball, gerade im Bereich der ersten 20, ist doch ein knallhartes Geschäft. Sergio Ramos, der das CL-Finale im Alleingang entschieden hat, indem er für Sekundenbruchteile die Sportdisziplin gewechselt hatte, wurde gerade Verteidiger des Jahres (passt mir nicht so), habe ich gelesen. Wenn man europäisch bei den ersten 20 mitmischen will, oder gar gesetzt sein will, dann scheint es so, das Geld keine Rolle spielen darf. Unter Oeri war das doch so. Und auch bei Heusler hatte ich den Eindruck, dass das so war, vielleicht irre ich mich. Bei Burgener heisst es, man müsse aufs Geld achten. Er gehört zwar nicht zu den Armen aber vermutlich auch nicht zu den wirklich Reichen, und der Betrieb scheint so strukturiert zu sein, dass eine Rendite zurückkommen muss, es ist mir nicht klar, wo die hingeht, ob sie reinvestiert wird in den Klub. Ich möchte natürlich nichts Falsches schreiben, und der Kommentierende Georg II hatte ausgeführt, dass Burgener eine für diesen Klub sehr verdiente Person war und ist als der Klub in den 80ern und 90ern schwer unten durch musste. Wenn die Finanzierung mehrheitlich an eine einzelne Person gebunden ist (ist das so beim FCB?), man aufs Geld schauen muss, aber gleichzeitig europäisch bei den Top 20 gesetzt mitmischen will und dabei die internationale Ausstrahlung fehlt und diese deswegen nicht mittragen kann, dann wirds wohl schwierig. Auch die Fokussierung und Betonung, mehrheitlich auf einheimische Spieler zu setzen, falls ich das richtig mitbekommen habe, ist seltsam. Das hat der FCB ja bisher auch gemacht, Beispiele gäbe es genügend, und Fussball ist immer international. Aber ein mittragendes Element fehlt so durch die Betonung. Wie auch immer, die internationale Grandezza der Zeit der Vorgänger ist weg. Es kommt mir so vor, als hätte sich der politische Konflikt zwischen Baselland und Basel-Stadt auf den FCBasel übertragen. Vielleicht ist auch international-gesamtfussballerisch eine Epoche vorbei, "überhitzte Märkte" (bspw. Transfer-Irrsin, Neymar 222 Millionen, das kann man ja schlecht toppen), und das wurde in Basel antizipiert, es werden auch neue internationale Wettbewerbe aufgestellt, neue Ordnungen der medialen Vermarktungsrechte, sodass die Veränderungen im FCB sozusagen aufgrund einer "Marktkorrektur" oder "Marktbereinigung" gezwungermassen erfolgt sind, und diese Korrekturen und Restrukturierungen Heusler u.a. nicht mehr umsetzen wollten, einfach weil er lange beim FCB war. Vielleicht ist es nicht schlecht, dass sie jetzt europäisch draussen sind, dann ist der negative mediale Druck auf Spieler und Trainer weg und man hat Ruhe und Konzentration für den Neuaufbau. Ich bin Fussballlaie und verstehe zu wenig davon aber man sagt, im Fussball ist immer alles möglich.

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  • Liebe Basler Musikszene, warum gibts bei euch so wenig Frauen?

    Grundsätzlich, unabhängig von der Geschlechterfrage Mann Frau und so, bin ich mir bis heute nicht sicher, ob ich so was wie einen Rockförderverein (RFV) gut finden soll? Kann man so etwas fördern? Schwierig zu sagen. Aber ich bin über dieses Wort und das Akronym (RFV) gestolpert, auch mit dem Thema des Artikels plötzlich verbunden, als ich darüber nachgedacht habe. "Rockförderverein"??? Wie ist das gemeint? Je nach Deutung der Worte könnte das auch etwas sehr Anachronistisches bedeuten. "Hosenförderverein"? Gut, hier würden sich Die Toten Hosen anbieten, sind ja auch schon in die Jahre gekommen. Ich mag Sprachspiele, und ich glaube, ich lasse es jetzt, ich werde es nie herausfinden.

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  • «Kriegt ein Kind Glace, wenn es Presslufthämmer hört, lernt es vielleicht, das Geräusch zu lieben»

    @Marsson: Hirnforschung bei Erkrankungen wie Gehirntumor, Demenz u.a. ist doch sicher sinnvoll, offensichtlich. Aber ich vermute, das meinten Sie nicht. Aber bei diesem Zeugs muss man sicher aufpassen, dass man plötzlich nicht wieder so weit ist wie vor 100 Jahren, d.h., wer eine krumme Nase hat, ist ein Verbrecher, wer eine fliehende Stirn hat, ist dumm, et cetera, diesmal einfach mit abstrakten Bildern.

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  • Der 92-Jährige und sein verzweifelter Kampf um 16 Bäume

    @Meury: Ich habe nicht Ihren Beitrag kritisiert, sondern nur diesen einen Satz mit den beiden Wörtern. Gut, "missionarisch", darüber kann man diskutieren, es ist auch ein umgangssprachlich oft verwendetes Wort, "verbissen" könnten man auch verwenden, oder wohlwohlender "engagiert". Aber ich kenne die Geschichte nicht, lediglich bin ich der Ansicht, dass das Wort "übergriffig" hier deplatziert ist, das gehört zu einem anderen Sachbereich, auch nicht in den Kontext eines juristischen Streits. Ein Streit ist nicht notwendigerweise ein Übergriff, und dieses Wort "übergriffig" ist ein affektiv doch deutlich geladenes Wort. Mir persönlich ist die Gesellschaft bereits jetzt affektiv zu überladen. Aber ich bin kein Experte in diesen Angelegenheiten.

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  • Der 92-Jährige und sein verzweifelter Kampf um 16 Bäume

    @Meury: Wie kommen Sie auf die Idee, das Verhalten dieses 92-jährigen Mannes (welches sein gutes Recht ist) als "missionarisch" und "übergriffig" zu bezeichnen? Und dann: "übergriffig" gegen wen denn? Tut mir leid, diese Unterstellung gegenüber Herrn Gohl ist vollumfänglich deplatziert. Und verstehen Sie etwas von "übergriffig", "Übergriff"? Ich glaube kaum, denn dann würden Sie dieses Wort völlig sachfremd verwendet kaum als Kampfwort verwenden, um Herrn Gohl zu diskreditieren. Manchmal schätze ich Ihre Beiträge ja (was gegenstandslos ist hinsichtlich meiner Person), aber hier übertreiben Sie in unredlicher Weise.

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  • Das geht noch dichter – lasst uns Basel neu bauen!

    Zu Ihrem zweiten Abschnitt: Die Frage, die sich mir gestellt hat, wieso die Architekten ihre Überlegungen nicht in einer Basler Medienpublikation veröffentlicht haben. Die Architekten sind doch Basler, und die Idee betrifft Basel. In Zürich kennt doch niemand diesen Rheinpark. Ich finde das Gebäude schön, beim Spazieren abends leuchtet das Gebäude immer sehr schön von der Kleinbaslerseite her betrachtet. Aber auf dem Bruderholz gäbe es auch noch Platz zu verdichten und die Zukunft der Stadt neu zu denken. Die Hochhausüberbauungen neu dort könnte man mit den Hochhäusern bei Rheinhattan gelungen mit einer Seilbahn verbinden. Da könnte man sehr viele Menschen reinbringen wegen dem Wachstum, und wäre sehr dynamisch gedacht. Machen die Zürcher bei ihrem See so mit der Seilbahn, habe ich gehört, die sind schon viel weiter, Stichwort Greater Zurich Area (vom Bodensee bis Möhlin AG). Am meisten stört mich der Rhein. Der muss weg, zu alt. Das ist allen klar. Und verschwendet zu viel Platz, und seine Bewohner würde man besser in einem angesagten Restaurant essen (schafft Arbeitsplätze), anstatt sie ihr easy Leben leben zu lassen, das geht ja gar nicht. Da es darum geht in der heutigen Architektur, angedacht vermutlich in der Romantik, ins Lied der Natur emphatisch einzustimmen, könnte man einfach der entleerten Uferlinie entlang einen ganzen Hochhausriegel vom Kraftwerk oben bis nach Frankreich unten hinstellen. Natürlich mit dezent gekonnten Durchbrüchen, so ästhetisch-sensibel gestaltet, dass es keinem in den Sinn käme, diese seien von Menschen gemacht.

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  • Schweizer, esst Cervelats gegen die Islamisierung des Lagerfeuers

    globalist bekämpft nationalist - nationalist bekämpft globalist - vice versa usw beides westliche imperialfantasien denkt euch doch mal was neues aus

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  • Nach viermal Ja: Initianten fordern jetzt Wohnraum für 400 Obdachlose

    halt doch dein maul, du virtueller robin hood in eigener sache. das ist ja das allerletzte

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  • Mission misslungen: Bacon und Giacometti finden einfach nicht zusammen

    Die verbindende inhaltliche Klammer ist aus meiner Sicht die existentielle Haltung der beiden. Giacometti als moderner (modernistischer) kontinentaleuropäischer Universalist bleibt in seiner Kritik des (konformistischen) universalistischen Uniformismus am Ende hinter seiner Kritik zurück. Bacon, der Proto-Postmodernist als angelsächsischer Empirist, verhandelt den individualistischen Zerfall, welcher durch den von Giacometti kritisierten Uniformismus garantiert wird. Da hilft auch der Versuch, sogar das regelbasierte Gegensehen des Kubismus entropisch zu zerschlagen, nicht viel. Wenigstens sind die zermorphten Gesichter und Körper noch im Bild. Aber der Universalismus hat die postmoderne Zuversicht gebodigt und ist zurückgekehrt: Bacons entropisch geschundene Körper und Gesicher sind heutzutage repressiv aus dem Bild und dem Feld der Sichtbarkeit verdrängt, Warhols aggressiv-repressive Universal-Spektakelmaschine diktiert: Sei eine universell-konformistische, glatte, berechnete-berechnende Oberfläche und komsumiere! Wenn nicht, dann fällst du. Wozu also solche Kunst? Gerade die Liberalen müssten doch eigentlich Antikapitalisten sein. Übrigens, Nauman (derzeit im Schaulager) hätte als aus meiner Sicht wichtige Ergänzung als Vertreter der klassischen Postmoderne auch gut dazugehört; auch er vertritt aus meiner Sicht einen westlichen Existentialismus. In gewisser Weise hat man jetzt zum gleichen Zeitpunkt in Basel drei grosse Vertreter einer existentiellen Haltung in der westlichen Kunst des 20. Jh.

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  • Alt Nationalrat Miesch soll seine Immunität verlieren

    Ich kann da keine Wurst im Bild erkennen. Eher eine Gummimaske, um an den "drey scheenschte Dääg" als "Christian Miesch" herumzulaufen.

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