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  • Abstimmungs-Spickzettel: Alles, was Sie zur Fusionsprüfung wissen müssen

    Was ist denn das für eine komische Vorschau? Das hat nicht viel mit Journalismus zu tun. Erstens geht es nicht um die "Prüfung" einer Fusion. Es geht um einen Gegenvorschlag zur Fusions-Initiative, welche die Einleitung der Fusion verlangt. Es geht also um den festen Willen zur Fusion. Zweitens werden die Argumente der Befürworter im Indikativ sozusagen als Fakten wiedergegeben und jene der Gegner im Konjunktiv als Befürchtungen und Annahmen. Und was soll das Gegenargument mit den Fahnen und dem Briefpapier? Gehts noch? Und drittens wird der "bürgerlichen" Regierung von BL mit diesem Präsikat versucht, etwas "Negatives" anzuhängen. Warum bekommt nicht auch die Basler Regierung und der Grosse Rat sein Prädikat "links" aufgedrückt? Sorry, wenn sich ein Stimmbürger mit diesem Artikel eine Meinung bilden soll, dann gute Nacht.

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  • Wir Heuchler!

    Den Laden "Nasobem" in Basel kenne ich nicht. Aber es geht ja ums Prinzip. "Wir" sind Heuchler? Aber nein. Ich ganz bestimmt nicht. Ich kaufe, was mir gefällt, was mir schmeckt und vor allem, was ich mir leisten kann. Ob im Inland oder im Ausland. Fairtrade? Was soll dieser Begriff? Sind nun plötzlich alle Waren unethisch und moralisch in verwerflicher Manier hergestellt worden, welche dieses Label nicht auf sich vereinigen? Was soll ich tun, wenn Menschen in Bangladesch oder China schlecht bezahlt oder sogar ausgebeutet werden, was ich ja nicht selber nachprüfen kann. Wobei "ausgebeutet" wohl kaum in objektivierbaren Kriterien zu fassen ist. Soll ich nun bei jeder Ware, die ich kaufe genau abklären, woher sie kommt, ob sie womöglich von "ausgebeuteten" Menschen produziert worden ist? Soll ich generell nichts mehr kaufen, was in Bangladesch, Indien oder China fabriziert worden ist. Muss ich ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich solche Dinge kaufe, auch wenn ich weiss, dass es diesen Menschen nicht besser geht, wenn ich diese Dinge nicht kaufe? Menschen sollten vorsichtig sein, andere oder sich selber als Heuchler zu bezeichnen. Vor allem sollten selbstgerechte Moralisten anderen nicht Fehlverhalten vorwerfen, nur um die eigenen Unzulänglichkeiten zu mildern.

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  • Bremgarten ist überall

    Lieber Herr Hochhuth Sie sind ein Zyniker. Und sie scheinen sich auf mich eingeschossen zu haben. Wenn Sie hier aber Nazi-Vergleiche anstellen, ist die Diskussion für mich zu Ende. Sie rühren hier mit der ganz grossen Kelle. Vermutlich wollen Sie nur provozieren. Leider gefällt das der Tageswoche, sonst hätte sie Ihren Erguss nicht zu den "ausgewählten Kommentaren" genommen. Nun denn, provozieren Sie ruhig weiter.

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  • Vater Dürr, der feine Anarchist

    "Es ist witzig, dass vor allem Liberale und Neoliberale KEIN Verhältnis zum Staat haben, den sie aber gerne selber für ihre Partikularinteressen vorschicken!", schreibt Herr Thommen. Er soll mir doch mal den Unterschied erklären zwischen Liberalen und Neoliberalen. Vermutlich meint er mit den Neoliberalen eine ganz bestimmte Gattung der Liberalen, nämlich die ganz dreisten Abzocker, unmenschlich-brutalen Wirtschaftsführer, die immer nur Leute entlassen (von den Einstellungen spricht niemand) und höchste Boni selbst dann kassieren, wenn sie versagen. "Neoliberal" wird von den Sozialdemokraten als Schimpfwort verwendet für alles und alle, die sich für eine freie Wirtschaft einsetzen. Nur: Neoliberale setzten sich von Anfang an für einen starken Staat ein. Die Freiburger Schule der Dreissigerjahre prägte den Begriff. Neoliberale waren dagegen, dass der Staat alles lenkt und regelt und prozessorientiert in die Wirtschaft eingreift. Sie wollten aber klare staatliche Regeln, damit Marktwirtschaft und Wettbewerb sich bestmöglich entfalten. Ludwig Erhardt führte in den Sechzigerjahren als Kanzler in Deutschland die soziale Marktwirtschaft ein, die auf Prinzipien des Neoliberalismus fusst. Zum Neoliberalismus gibt es gute Bücher und jede Menge Informationen in Google. Leider wird der Terminus sogar im Parteiprogramm der SP als Kampfwort benutzt. Schade. Aber Neoliberale sind eigentlich nur Liberale. Man kann sich das "neo" für die heutige Bedeutung dieses Begriffes eigentlich sparen. Leider brennt auf ihm das Stigma des Schlechten, Bösen, Unwürdigen. Aber es stimmt nicht.

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  • Mobilmachung «180 Joor» nach der Schlacht

    Lieber Herr Schäublin Ich mache es ganz kurz: Sie leiden ganz offensichtlich unter einem SVP-Trauma. BaZ = SVP. Punkt. Die SVP vertritt sehr viele konservative Positionen. Ich vertrete bürgerlich-liberale Werte. Ich bin für die Personenfreizügigkeit, gegen Ausschaffungs-Initiativen und solches mehr. Ich bin für eine liberale Wirtschaftspolitik, gegen Staats-Interventionismus. Ich bin gegen die horrenden Subventionen an die Landwirtschaft und für Freihandel etc. Und ich bin gegen sozialdemokratischen Zentralismus. Ruedi Epple ist für die Medien wichtig, wenn es um den Kanton Baselland und seine Geschichte geht. Aber als Sozialdemokrat vertritt er bestimmte Werte. Das respektiere ich. Aber es gehört transparent gemacht. Ich bin übrigens parteilos. Und ja, ich bin einer von 190'000 Einwohnern des Kantons BL. Und ich bin eine Stimme. Entschuldigen Sie bitte, dass ich das Recht beanspruche, diese Stimme öffentlich zu machen auf einem Blog wie diesen hier. Sie sollten sich aber nicht zu sehr ereifern an dem, was ich hier schreibe. Es ist ja nur eine Stimme. Mehr nicht. Und mehr will ich auch nicht. Machen Sie es gut.

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  • Mobilmachung «180 Joor» nach der Schlacht

    Lieber Herr Schäublin Die Antwort bin ich Ihnen noch schuldig, entschuldigen Sie: Es freut mich, dass Sie der Stadt eine "natürliche Dominanz" einräumen. Ich sehe es genau so. Und darum bin ich gegen eine Fusion. Ihre Option eines Zweikammer-Systems kommt schon allein deswegen für mich nicht in Frage. Und ein Zweikammer-System für einen einzigen Kanton wäre ohnehin ein Unsinn. Sie wollen dadurch einen Minderheitenschutz à la Ständerat einführen. Das würde die Politik des Kantons Basel viel zu stark verkomplizieren. Politische Blockaden wären die Folge. Nein. Der beste Minderheitenschutz - ich hasse dieses Wort - ist wie bisher mit einem selbständigen und souveränen Kanton Baselland zu fahren. Wir sollten uns alle diese Fusions-Übung nicht antun.

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  • Mobilmachung «180 Joor» nach der Schlacht

    Ich will Sie doch nicht dominieren. Ich will nicht, dass die Stadt Basel politisch das Baselbiet dominiert. Haben Sie das nicht begriffen? Ist das so schwer zu verstehen? Ich will zwei politisch selbständige Staatsgebilde, die gut zusammenarbeiten, aber sich ihre letzten Entscheide immer vorbehalten können. Was muss ich Ihnen hier noch weiter erklären?

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  • Höchste Baselbieterin stichelt gegen Basel

    Die neue Landratspräsidentin hat klar gemacht, dass Baselland ein unabhängiger Kanton bleiben soll. Das ist gut. Und von der nächsten Landratspräsidentin darf ähnliches erwartet werden. Aber den Vertretern der Stadt diesen Willen mit der Mistgabel zu zeigen, war ungeschickt. Es sollte vielleicht originell sein. Aber es trifft den Zeitgeist mitnichten. Es bringt nichts, ständig an 1833 zu erinnern. Ein Bürgerkrieg tobte damals zwar nicht, wie die Tageswoche schreibt. Es war ein Scharmützel mit ein paar Toten. Allein das Ergebnis zählt: Baselland wurde ein selbständiger Kanton. Es ist unbestritten: Baselland braucht die Stadt. Und die Stadt braucht Baselland. Aber es braucht deswegen keine Fusion. Marianne Hollinger wird sich als oberste Baselbieterin für eine gute Partnerschaft der beiden souveränen Kantone einsetzen, davon bin ich überzeugt. Der Start dazu ist nicht geglückt. Guy Morin hat allerdings keinen Grund, ob der Mistgabel-Episode betupft zu sein. Er nimmt auch keine Rücksicht auf jene Baselbieter, die seinen Grossstadt-Visionen nichts abgewinnen können, in denen das Baselbiet bestenfalls noch als Umland, als Naherholungsgebiet einer Grossagglomeration Basel vorkommt. Aber ich mache den Baslern indes keine Vorwürfe. Viel schlimmer ist, dass vom Baselbieter Volk gewählte Volksvertreterinnen und Volksvertreter jede Gelegenheit nutzen, die Unabhängigkeit ihres eigenen Kantons als überflüssig zu deklarieren.

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  • Die SP hat in Basel am meisten Geld

    Die SP Basel-Stadt hat mehr Geld in der Parteikasse als alle anderen Parteien. Grund sind die hohen Mandatssteuern. Schön für die SP. Wenn die Partei ihre Amtsträger mit solchen Beiträgen schröpft, ist das ihre Sache. Dass die Partei nur wenig Spenden kassiert, verwundert allerdings. Vielleicht ist das aber ein Zeichen, dass SP-Politik in der Stadt Basel doch nicht überall so goutiert wird, wie man allgemein annehmen könnte.

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  • Wählt das kleinere Übel

    Tagewoche-Redaktor Mathieu Klee schreibt: "Bei Majorzwahlen wählte man immer schon das kleinere Übel – ausser man kandidiert selbst". Ist das so zu verstehen, dass das Volk mit Thomas Weber von der SVP das "kleinere Uebel" in die Baselbieter Regierung gewaehlt hat als wenn es Eric Nussbaumer von der SP gewaehlt haette? Die Tageswoche war ja immer fuer die Wahl von Nussbaumer. Irgendwie kollidiert die These von Mathieu mit der Haltung der Tageswoche. Oder bin ich bei meiner Interpretation etwas gar zu pingelig? Vielleicht sollte man aber nicht von "Uebel" sprechen, wenn es um Wahlen geht. Es geht um Menschen, die sich fuer die res publica engagieren. Viel Arbeit fuer relative wenig Lohn. Das gilt es zu respektieren.

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