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  • Von der Bar bis zur Messe: Hauptsache Leben im «Holzpark Klybeck»

    Liebe Frau Gerig Ich hoffe sehr, dass die Tageswoche nicht Vorgänge unabhängig von Vergangenem beobachtet... Guter Journalismus zeichnet sich dadurch aus, News im Zusammenhang zu den Hintergründen kritisch zu beobachten. Wenn man nur Mitteilungen einer Organisation weiterleitet, dann muss man sich nunmal den Vorwurf einer Hofberichterstattung gefallen lassen.

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  • Von der Bar bis zur Messe: Hauptsache Leben im «Holzpark Klybeck»

    Die Stadt hat Shift Mode doch 250 000 CHF für die sanitäre Erschiessung gegeben. Ist das Resultat jetzt dieses nicht-winterfeste "WC-Hüsli"? Zusammen mit den jetzt noch nachgeschobenen 300 000 macht das wohl die teuerste Brache mit WC der Welt. Aber wahrscheinlich handelt es sich dabei um Kunst. Das soll wohl eine Metapher für die Basler Politik sein; Freiraum zerstören, den Raum unter der Hand vergeben und hunderttausende Franken im Klo runterspühlen. Deshalb sieht man wohl so oft das "F" von Shift Mode in Klammern. Scheint so eine Guerilla-Marketingstrategie zu sein. Wirklich stark vom Regierungsrat, sich hinter ein so avantgardistisches Kunstprojekt zu stellen. Das sind eben diese "starken Führungskräfte, die mit klaren Haltungen alle mitnehmen", die Herr Morin in seiner Neujahresansprache erwähnt hat. Bravo! Herr Morin lässt seinen Worten eben auch Taten folgen, und zeigt Haltung! Mit solchen mutigen Entscheiden wird er es im neuen Jahr sicher auch schaffen, den verlorengegangen "Stolz und Vertrauen in die Institutionen" wieder herzustellen. Weiter so!

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  • Nationalrat will keine Laufzeitbeschränkung für AKW

    Sie zeigen schön, wo sich zwischen den grünen und den braunen der Kreis bei der Ecopop-Initiative schliesst. Zum Glück war die Schnittmenge bei dieser Abstimmung nicht gross genug. Ich weiss übrigens nicht, warum sich Leute über ein "Ereignis" aufregen. Diese Ereignisse werden immer wieder eintreten, solange wir so und so viele AKWs in Betrieb haben. (ok, das ist ein bisschen häufiger, als uns die AKW-Industrie gerne erzählen möchte, aber wer glaubt schon an die "das passiert nur einmal in 10 000 fällen"-Ausreden) Das Problem an der Kernspaltung ist, dass der eigentliche Betrieb der Kraftwerke uns vor unlösbare Probleme stellt. Diese "Ereignisse" könnten wir mit kürzeren Laufzeiten und neueren AKWs auf ein Mass bringen, wo wir nicht 2-3 Mal pro Generation einen super-Gau hätten. Die Ecopop-Strategien sind nicht nur weltfremd, sie portieren noch das Bild, dass uns "der Afrikaner überrennen wird, weil er sich fortpflanzt wie die Karnickel" und an diesem Bild ist mindestens soviel falsch, wie dass man bei den Atom-Abfällen dann in Zukunft schon noch eine Lösung findet.

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  • Nationalrat will keine Laufzeitbeschränkung für AKW

    "Alles, was nach Befristung rieche, könnte Folgen haben für die Steuerzahler." soso, unsere urururururur-Enkel werden uns noch verfluchen, weil alles, was weiterläuft, Folgen für die Steuerzahler hat! Aber so ist das wohl mit der Atomenergie. Irgendwie scheint der Pakt zu sein, dass alles, was in der laufenden Amtszeit zu finanziellen Diskussionen führen könnte nicht geht. Und alles, worüber man sich später fragt, wie man eigentlich so dumm sein konnte, das Spiel so lange weiterzumachen, nachdem man wusste, dass es nicht aufgeht...ist wohl Realitätsfremd. Ich hätte mal eine gewagte These: Wenn man die AKWs in fünf Jahren abschalten würde, und die alternativen Energien total unverhältnismässig subventionieren würde, dass sie die AKWs während den nächsten 30 Jahren ersetzen würden. Wenn man während dem der Forschung für die Kernfusion alle gewollten Mittel zur Verfügung stellen würde. Dann würden unsere ururururur-Enkel denken, dass wir eine finanzpolitisch vernünftige Entscheidung getroffen hätten. Und ich denke (aber würde das jetzt nicht so als Wette formulieren wie das vorher), dass die Alternativen, speziell die Fotovoltaik in 30 Jahren mit diesen Subventionen (die die AKWs ja jetzt schon versteckt erhalten) soweit wären, dass wir die Kernfusion gar nicht bräuchten.

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  • Ein Basler Konzern in der Kritik

    Vorbeugen von Hungersnöten, indem man Kleinbauern auf genmanipulierte Syngenta-Saatgut abhängig macht? Gewagte Theorie. Mal überlegen: Also nehmen wir mal an, die Bauern und Bäuerinnen eines südamerikanischen Landes, stellen von traditionellem Saatgut auf GVO-Saatgut um. Zum Beispiel weil sie der Biotech-Firma gratis Samen für die Forschung gegeben haben, die Firma die Samen genetisch modifiziert hat, damit sie gegen ein von derselbem Firma entwickeltes Pestizid immun sind, die DNA patentiert hat und jetzt die Bauern wegen Patentbruch verklagt. (ok, ich glaub, das Beispiel ist von Monsanto, zeigt aber gut, zu was solche Weltverbesserer fähig sind) Die Bäuerinnen müssen dann zuerst mal einen Vertrag unterschreiben, dass sie die Samen jedes Jahr neu von Syngenta beziehen, anstatt einen Teil der Ernte für die Aussaht auzubewahren. Denn dann würden sie wieder verklagt. Natürlich müssen die Bauern bei Syngenta jetzt auch das zugehörige Pestizid kaufen, denn sonst macht der GVO keinen Sinn, und kann in vielen Fällen auch gar nicht in der Natur bestehen. Dafür muss natürlich mehr Ertrag her. Aber das ist kein Problem, weil man den GVO zusammen mit dem Pestizid viel besser in grossen Monokulturen anbauen kann. Die Landwirtschaft wandelt sich also von der traditionellen selbstversorgerischen Wirtschaft zu einem Teil unserer globalen kapitalistischen Wertschöpfungskette. Mit der Zeit sind die Böden derartig vom Pestizid verseucht, dass das Trinkwasser kontaminiert ist. Aber kein Problem, auch mit Wasser kann man Profit machen und unsere zum homo ökonomikus gewordenen Bäuerinnen können dieses Produkt wie alles andere, was sie zum Leben brauchen, mit ihrem Ertrag von einem Grosskonzern kaufen (da wäre dann Nestle an der Reihe). Mittlerweile haben die Pollen der Saat umliegende Gebiete mitbefruchtet, der Konzern hat dann die betroffenen Bauern verklagt, weil in ihren Produkten ihr Patent auftaucht und mittlerweile die ganze Region von ihm abhängig gemacht. In der Zwischenzeit hat Syngenta noch eine zweite Genmodifikation eingeführt, sie hat das Saatgut zu Hybridsamen gemacht. Dh. die Pflanzen, die aus dem Saatgut wachsen haben unfruchtbare Samen. Den Konzernen ist es nämlich zu blöd geworden, all die Bäuerinnen zu verklagen, die einen Teil ihrer Ernte wie seit Jahrtausenden für die nächste Aussaht zurücklegen. Unseren Bauern ist das im Moment nicht so wichtig, weil sie ja eh einen Vertrag unterschrieben haben, wonach sie das Saatgut jede Saison neu beziehen müssen. Das geht dann eine Weile gut, solange der Ertrag des Verkaufs der Ernte für die Bezahlung der nächsten Saat ausreicht. Wenn jetzt aber eine Naturkatastrophe oder ein mittlerweile gegen das Pestizid immuner Erreger die Ernte vernichtet oder die Landeswährung abstürzt (soll ja in Südamerika ab und zu vorkommen) und deswegen das Syngenta-Produkt viel teurer wird, dann werden die Bäuerinnen bei der Ernte merken, dass sie ein Problem haben: sie können sich die nächste Aussaht nicht leisten! Sie können auch nicht einen Teil der Ernte zu Aussaht zurücklegen, weil die Samen unfruchtbar sind. Die ganzen Böden sind vom Pestizid verseucht, da wächst vorerst mal gar nichts ausser GVO, sogar wenn man andere Samen hätte und die Produktion nicht voll auf dieses perverse System umgestellt hätte. Tja, wie nennt man die Situation, die sich jetzt entwickelt? Richtig, eine Hungersnot!

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  • Holzpark: Baueingabe trotz ungesicherter Finanzierung

    Sehr geehrter Herr Regierungsrat Morin Ich möchte gerne das Kasernenareal für die nächsten 5 Jahre nutzen. Ich habe zwar kein richtiges Konzept, aber ich kann Ihnen gerne ein paar unverbindliche Computeranimationen machen. Das Basel Tattoo kann ihre Arealmiete dann gleich bei mir abliefern, das wird eine richtige win-win Situation. Bitte setzen sie sich über Regelungen für eine solche Vergabe einfach hinweg, das ist immer so mühsam. Wir können die Sache einfach in einem vetraulichen Gespräch regeln. Das wird auch eine partizipative Sache, die Bevölkerung kann in meinem Projekt selber aktiv werden, solange die Aktivität meinen Investoren ins Konzept passt. Wer diese sind, und was ihnen passt, kann ich noch nicht sagen. Aber wir werden sicher auch eine Menge kommerzionelle Veranstaltungen organisieren, damit wir unsere non-Profit-Aktion finanzieren können. Ach ja, und dann hätte ich noch gerne 250 000 Fr. von Ihnen. Wofür weiss ich noch nicht genau, aber mir wird da sicher etwas einfallen. Deal?

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  • Zweimal Nein zur Basler Stadtrandentwicklung

    Das ist doch unglaublich. Da erhalten die Damen und Herren Stadtplaner von der Stimmbevölkerung eine Klatsche. Bringt das diese Leute zum Umdenken? Weniger Grössenwahn und mehr Einbezug der Bevölkerung? Nein. Da kommt nur die Trotzreaktion: "wenn ihr schon gegen diese beiden Babies seid, dann müsst ihr wenigstens bei unseren anderen Babies unterstützen." Ich hoffe, unsere GrossrätInnen fallen nicht auf diesen billigen Trick herein. Dass sich Wessels jetzt als Retter des bezahlbaren Wohnraums aufführt, grenzt an Frechheit. Wann hat er sich denn jemals für bezahlbaren Wohnraum eingesetzt? Bei Rheinhattan war er ja noch explizit der Meinung, dass wenn dann die Privaten Hausbesitzer als Reaktion auf die Pläne der Stadt im Klybeck an der Mietschraube drehen, könne man halt nichts machen. Die Stadtplanung von Wessels und Morin hat die letzten Jahre systematisch daran gearbeitet, das Angebot an günstigen Wohnungen zu vernichten und dafür grössere, teurere und weniger familientaugliche Wohnungen bereitzustellen. (Gundeli, St. Johann, integrale Aufwertung Kleinbasel, Erlenmatt und Rheinhattan) Kein Wunder wird es jetzt eng. Jetzt dem Stimmvolk die Schuld für die Wohnungsnot zu geben, weil es diese Politik nicht goutiert, ist Ironie. Wenn Stadtplanung im Interesse der betroffenen Bevölkerung stattfinden würde, müsste sie sich auf vor der Urne nicht fürchten. Aber etwas Gutes haben diese verlogenen Rechtfertigungen wenigstens. Die Wohnungsnot im bezahlbaren Segment ist endlich auch im Sprachgebrauchs des Rathauses angekommen. Ich hoffe, es kann jetzt eine ernsthafte Diskussion über Ursachen und Lösungen stattfinden. (kleiner Tipp: auf dem gleichen Raum mehr teure Wohnungen zu schaffen, hat selten dazu geführt, dass es mehr günstige Wohnungen gibt.)

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  • Basel zeigt Haltung, Morin schaut zu

    ja, ich wäre gerne dort gewesen.

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  • Basel zeigt Haltung, Morin schaut zu

    Die Kinder!!! Saubere Reaktion von Morin! Politiker-Handbuch 101. Da hat er recht, solche Gewaltszenen sind für Kinder unzumutbar. Dass er dafür die gewaltlosen Tibet-Protestierenden massregelt, ist etwa dieselbe Argumentation, wie wenn man ein Vergewaltigungsopfer massregelt, dass es sich nicht hätte so oder so verhalten sollen. Die Täter können ja dann gar nicht anders, oder? Also meiner Meinung nach hat China in Sachen Umgang mit Kritik und verlogenen Politikern die letzten Jahre deutlich grössere Fortschritte gemacht als Basel. Naja, das ist wohl die Idee von Städtepartnerschaften... sich anzunähern. Die einen positiv, die anderen negativ.

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  • Ist es rassistisch, dass ein Albaner doppelt so viel für seine Autoversicherung bezahlt wie ein Schweizer?

    Warum keiner dieser Geächteten eine Strafanzeige lanciert? Fragen Sie mal unseren Bundesrat! Also wenn ich in einem anderen Land leben würde, wo die Regierung auf Nachfrage von Parlamentariern findet, dass das so schon ganz in Ordnung ist, dann würde ich auch keine Strafanzeige einreichen.

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