Im verwunschenen Gleisland

Eindrücke einer verlassenen Eisenbahnwelt: Rund um die Langen Erlen schlängeln sich noch immer die ungenutzten Güterzugstrecken der Deutschen Bahn.

Die rote Brücke über die Wiese gehörte einst zur Zugschleife der Deutschen Bahn. Güterzüge von Konstanz konnten so nach Weil am Rhein und Lörrach gelangen, ohne den Personenverkehr zu stören.

(Bild: dirk wetzel)

Gleich beim Tierpark Lange Erlen führt die Brücke über die Wiese. Die Strecke geht weiter in Richtung Nonnenholz in Weil am Rhein. Beim Badeland Laguna endet sie aber abrupt, Grund dafür war die Landschaftsausstellung Grün 99.

(Bild: dirk wetzel)


Die alte DB-Brücke ist noch heute ein Blickfänger beim Wiesendamm.

(Bild: dirk wetzel)


Mehrere Leute haben schon über eine Umnutzung der Brücke nachgedacht. So ist etwa die Idee einer Plattform für Flüchtlinge im Raum.

(Bild: dirk wetzel)


Ein überwuchertes Stück Basel: Teile der einstigen DB-Strecke gehören mittlerweile zum Naturschutzinventar, da dort mittlerweile einiges kreucht und fleucht.

(Bild: dirk wetzel)


Eine Barriere zum Hirzbrunnen: Der Tierpark Lange Erlen ist froh um die verwilderte Böschung, da sie die Gehege vom Wohnquartier abschirmt.

(Bild: dirk wetzel)


Eigentlich werden die Gleise vor Verwaldung geschützt. Bei diesem Abschnitt sieht es jedoch ein bisschen anders aus.

(Bild: dirk wetzel)


Eine verwunschene Gleislandschaft in den Langen Erlen.

(Bild: dirk wetzel)


(Bild: dirk wetzel)

(Bild: dirk wetzel)

Reger Betrieb auf der einen Brücke, gähnende Leere auf der anderen: Bei der Freiburgerstrasse steht eine bläuliche Brücke, die ebenfalls zur alten Güterzugschleife gehörte.

(Bild: dirk wetzel)


Steinerne Viadukte sind ebenfalls Bestandteile der Güterzugschlaufe von 1910.

(Bild: dirk wetzel)


Neben der alten Brücke rauscht die moderne Zeit, darunter die Wiese.

(Bild: dirk wetzel)

Verwilderte Bahndämme und rostige Brücken: Im Norden Basels liegt seit vielen Jahren eine «tote» Eisenbahnlandschaft im Dornröschenschlaf. Dabei handelt es sich um ein Vermächtnis des Staatsvertrags mit dem Grossherzogtum Baden von 1852. Nach wie vor hat die Deutsche Bahn (DB) die Hoheit über die Trassees. Zwar ist seit etlichen Jahren keine Lok mehr über diese Gleise gerollt, doch sie unterstehen noch immer dem Eisenbahnrecht, was eine Umnutzung erschwert.

Besonders auffällig sind diese Relikte in den Langen Erlen. Durch diese Gegend bahnt sich die Güterzugschleife von 1910. Zwei Wiesenbrücken, Steinviadukte und Bahndämme im Hirzbrunnen-Quartier stechen besonders hervor. Ein weiteres DB-Fossil ist die Doppelbrücke beim Wiesenkreisel, die einst als Zufahrt zum Containerbahnhof – das heutige Erlenmattquartier – diente.

Konversation

  1. Die Deutsche Bahn ist in Basel der grösste Grundeigentümer. Offensichtlich hat der Grossherzog von Baden vor 100 Jahren zu grosszügig gebaut. Jetzt sollte die DB den Mut haben, nichtmehr benötigtes Bahnareal an Basel-Stadt zurückzugeben und zwar zu dem Preis, den der Grossherzog seinerzeit pro m2 bezahlt hat. Hätten wir eine Regierung die weiterdenkt als Fahrverbote, so hätte sie bereits entsprechende Verhandlungen mit der DB aufgenommen. Basel-Stadt ist mit 37 Km2 so klein, dass wir uns keine ungenutzten Flächen leisten können.

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