Die Rattenplage von Pratteln

Manchmal erhärtet sich ein Verdacht nicht. Dann wird aus einer Rattenplage eine Ente und aus der wiederum eine erfolgreiche Fuchsjagd.

Überraschend pelzig und gross für eine Ratte.

Um diese Geschichte zu erzählen, müssen wir kurz unappetitlich werden. Sehr sogar. Denn alles begann mit einem tragischen Unfall und darauf folgenden Gerüchten, Rattenrudel hätten die Unfall-Leiche angeknabbert.

Das Wortspiel mit dem Ort des Grauens (P-Ratteln) veranlasste uns, ein Expeditionsteam ins Baselbiet zu senden. Gemeinsam mit meiner investigativen Journalistenkollegin und ausgerüstet mit der Wildkamera untersuchte ich besagtes Quartier. Wir sprachen mit Gewerbetreibenden, Spaziergängerinnen und Waldarbeitern.

entstehen, wenn von der vermeintlich grossen Story am Schluss nur Schall und Rauch bleibt. Manchmal ist aber gerade das Scheitern erhellend – und darum viel zu schade für den Papierkorb.

Alle hatten eine Rattengeschichte parat, selbst aber nie eines dieser Viecher gesehen. So installierten wir über drei Nächte unsere neu erworbene Wildkamera an ausgesuchten Stellen, um den Ratten auf die Schliche zu kommen. Dieser Kameratyp hat einen Bewegungssensor und einen Infrarotblitz. Bewegt sich etwas im Blickfeld, nimmt die Kamera Bilder auf und lädt sie auf eine Speicherkarte.

Nun ist es nicht alltäglich, in urbanem Gebiet eine solche Spionageeinrichtung zu installieren. Schliesslich gibt es einige Anekdoten von obskuren Fotos, auf denen Menschen – sich unbeobachtet wähnend – komische Dinge tun. Darum platzierten wir die Kamera ganz korrekt auf Rattenhöhe.

Doch die Ratten haben sich leider allzu gut versteckt. Keine wurde erwischt. Vielleicht fehlte ein Köder. Anyway, wenigstens erbeuteten wir am Ende ein paar Schnappschüsse von Füchsen.

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Konversation

  1. Doch, es gibt Ratten in Pratteln, massenhaft!
    Die Ikea bringt sie massenhaft unter die Leute!
    Für billiges Geld kann man in der Ikea-Kinderabteilung sich eine schöne Ratte erstehen, ja, sich die ganze Wohnung damit füllen und auch noch die Nachbarn damit beglücken!
    Die Ikea-Ratten sind auch noch nett und hygienisch und fressen auch nicht die Möbel an!

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  2. Könnte alles auch ein Missverständnis gewesen sein?
    Es hat auch vier Beine, ist meist dunkel gefärbt, läuft aber nicht weg.
    Manche Leute wollen es sogar im Garten oder auf der Terrasse haben.
    Man kann sich sogar darauf oder darein setzen!

    Rattan.

    Daraus kann man Möbel machen.
    (Ist aber viel netter als die Tierchen.)

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  3. Sind Sie sich sicher, dass das auf dem Bild nicht doch Ratten sind, halt gentechnisch etwas aufgehübscht, vergrössert, – und halt dem Labor der Pharmaindustrie schräg gegenüber entlaufen?

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