«Paare aus Zürich und Luzern haben mich besucht»

Die Kleinbasler Kioskfrau Trudi Hartmann ist der Star von «SF bi de Lüt – unsere Stadt». 

Die Kleinbasler Kioskfrau Trudi Hartmann ist der Star von «SF bi de Lüt – unsere Stadt».

In drei Teilen stellt das Schweizer Fernsehen seinen Zuschauern Basel vor – es kommen Menschen zu Wort, die hier leben. Seit der Ausstrahlung des ersten Teils am vergangenen Freitag reden die Kunden mit Trudi Hartmann (74) an ihrem Kiosk «Wilder Mann» an der Rheingasse fast nur noch über deren Fernsehauftritt.

Trudi Hartmann

Trudi Hartmann (Bild: Martina Rutschmann)

Frau Hartmann, können Sie überhaupt noch normal arbeiten?

(Lacht) Ja, natürlich. Viele meiner Kunden sprechen mich zwar auf die Fernsehsendung an, aber sie kaufen nebenbei trotzdem noch Zeitungen und Zigaretten.

Hat Ihnen die Sendung neue Kunden beschert?

Ja. Am Tag nach der Ausstrahlung kam ein Paar aus Zürich, zwei Tage danach eins aus Luzern. Alle sagten, sie hätten sowieso schon lange wieder einmal nach Basel fahren wollen und die Sendung zum Anlass genommen, es jetzt zu tun. Und wenn sie schon da seien, dann könnten sie doch auch bei mir am Kiosk vorbeischauen.

Verstehen Sie den Rummel um Ihre Person?

Wenn ich ehrlich bin: nicht ganz. Ich merke, dass die Leute fasziniert von dieser Kioskwelt und dem Drumherum sind – weshalb, weiss ich allerdings nicht. Für mich ist das alles ganz normal. Es ist eben mein Leben.

Äussern die Kunden auch Kritik an der Sendung?

Zum Teil schon. Etwa, weil nicht alle Quartiere vorkommen, sondern nur das Gellert, das Gundeli und das Kleinbasel. Ein Bewohner des St. Johann hat mir gegenüber bedauert, dass dieses interessante und lebhafte Quartier kein Thema in der Serie ist.

Was erwartet uns als Nächstes?

Sie werden mich auch noch an einem Fussballmatch sehen …

Teil 2 von «SF bi de Lüt – unsere Stadt» wird am Freitag, 23. 3. um 20.05 Uhr auf SF1 ausgestrahlt. Teil 3 eine Woche später.

Quellen

Artikelgeschichte

Erschienen in der gedruckten TagesWoche vom 23.03.12

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