Flüchtlinge aus Afrika sind schwarz – und sie machen Kinder!

Die rechtsnationale Schweizer Publizistik verbreitet Angst vor schwarzen Männern, Frauen und Kindern. Liegt es daran, dass manche zu viel Sünneli abbekommen haben? Ein medienkritischer Kommentar.

Schwarze Babys sorgen in der Schweizer Medienlandschaft für rote Köpfe. (Bild: Hans-Jörg Walter)

In der Sauhitze des Sommers schmilzt manches Hirn dahin und verdirbt wie eine geschälte Banane in der Sonne. Meist sind die Folgen höchstens im nahen Umfeld spürbar. Für gewöhnlich können Hirnverbrannte weiter einer Arbeit nachgehen und bis ans Ende ihrer Tage als sogenannt normale Bürger weiterleben, ohne, dass man sich um die Volksgesundheit grosse Sorgen machen müsste.

Anders verhält es sich zuweilen, wenn der Hitzestau Journalisten oder Politiker trifft: Aufgrund des beruflich und persönlich gegebenen gesteigerten Mitteilungsbedürfnisses ist die Öffentlichkeit auch Ergüssen schutzlos ausgeliefert, die womöglich zerebral dysfunktionalen Regionen entsprungen sind. Ein Problem, dem definitiv noch zu wenig Beachtung geschenkt wird.

«All you need is love» vs. «Die Weltwoche»

Wie auch immer: Womöglich ist das ja eine Erklärung für das «Afrikaner-Cover» der «Weltwoche» von Mitte Juli, mit dem das Blatt einen plumpen Skandal zu inszenieren versuchte. Auf dem Titelblatt küsst ein dunkelhäutiger Mann mit schwarzem Haar eine hellhäutige Frau mit blondem Haar.

Die «Weltwoche» (2017) mit einer angeblichen Hommage an ein Cover von Art Spiegelman für den «New Yorker» (1993).

Das Cover sollte wohl die verbleibenden «Weltwoche»-Leser verstören. Der Zeichner hat es von einem ikonischen «New Yorker»-Cover des grossen Zeichners Art Spiegelman aus dem Jahr 1993 abgekupfert, auf dem ein chassidischer Jude eine schwarze Frau küsst.

Die Spannungen zwischen chassidischen Juden und Afroamerikanern hatten in den frühen 1990er-Jahren in den USA einen Höhepunkt erreicht. In Brooklyn forderten Auseinandersetzungen zwischen Ultraorthodoxen und Schwarzen sogar Tote (mehr zu den Hintergründen findet man bei «Watson»).

Spiegelman hatte sein kontroverses Cover «bewusst naiv» gemalt, wie er damals in einem begleitenden Kommentar dargelegt hat: «Ich weiss, dass die Probleme zwischen Juden und Schwarzen in Crown Heights nicht einfach weggeküsst werden können. Aber vielleicht ist es einmal pro Jahr ja erlaubt, wenn auch nur für einen Augenblick, die Augen zu schliessen, über die Komplexitäten des modernen Lebens hinwegzusehen und sich vorzustellen, was wäre, wenn es tatsächlich wahr wäre: ‹All you need is love›.»

«Die Afrikaner kommen»

In der «Weltwoche» kann man nach solchen Vorstellungen suchen, bis man schwarz wird. Der Verfasser des Hauptartikels – «Die Schwarzen kommen» – heisst Christoph Mörgeli, und wenn der über Flüchtlinge schreibt, dann nur in Anführungszeichen. Es gibt, das will Mörgeli und mit ihm die SVP mit den Flüchtlings-Gänsefüsschen dem Volk weismachen, fast keine echten Verfolgten. Bei Mörgeli ist das Standard: In einem «Weltwoche»-Artikel vom 25. August 2016 bezeichnete er die «in Como gestrandeten Afrikaner mit ihren schicken Turnschuhen und neusten Handys» schlicht als «Scheinflüchtlinge». Heuer formuliert er es so: Dass es sich eigentlich um «Wirtschaftsmigranten» handle, beweise die «Wahrnehmung in der Wirklichkeit».

Wer jahrelang ungeschützt am prallen Sünneli sitzt, kann tatsächlich gröbere Probleme mit der Wahrnehmung der Wirklichkeit bekommen. Das bestätigt jeder Arzt.

Die «augenfällige Zunahme der Schwarzen» löse eine Diskussion aus, die von «Sorge, Bedenken und Ärger» geprägt sei, hält Mörgeli fest. Mörgelis Sorgen, Bedenken und Ärger einzeln aufzuzählen würde hier zu weit führen (und es wäre womöglich auch schlecht für Blutdruck und Gemüt). Erwähnenswert ist allerdings die von ihm besonders hervorgehobene «bedeutende Kolonie der Eritreer» in der Schweiz – immerhin stünden, wie er später anmerkt, «Zuwanderer aus … Eritrea … bei Delikten gegen Leib und Leben prozentual auch an der Spitze». Eine seltsame Behauptung, zumal die Eritreer in der Schweiz laut Kriminalitätsstatistik weniger kriminell sind als die hier lebenden Franzosen.

Hitzköpfe des Landes in Einigkeit

Wenn die «Weltwoche» ruft, sind seelenverwandte Hitzköpfe oft schnell zur Stelle. Eine Woche nach der Afrika-Ausgabe, am 23. Juli, griff Frank A. Meyer, in Sachen Migration längst SVP-Gesinnungsgenosse, das Thema auf. Seine Zeilen könnten auch von Mörgeli diktiert worden sein. Auch Meyer sieht von seiner Berliner Villa aus bloss Scheinflüchtlinge:

«An Italiens Ufern stauen sich die Flüchtlinge, die in ihrer grossen Mehrheit keine Flüchtlinge sind, von Politikern und Publizisten aber mit Bedacht dennoch so genannt werden. Sie stauen sich auch an der Schweizer Südgrenze.»

So schreibt der Ringier-Chefpublizist in einem Text mit dem Titel «Merkels Lockruf».

Selbstverständlich hätte FAM auch von Markus Somm abschreiben können: Der schrieb schon im Januar 2017 über die Eritreer in der Schweiz, sie hätten «offensichtlich nicht allzu viel zu tun, was wir deshalb ahnen, weil wir sie so oft zu jeder Tages- und Nachtzeit in unseren ­Bahnhöfen treffen, wo sie fröhlich plaudern oder ­engagiert telefonieren». Somm glaubt ausserdem zu wissen, dass alle Eritreer in der Schweiz (ja, alle) «eigentlich, wenn wir ehrlich sind, wohl in unserem Land nur eine schwierige, traurige Zukunft vor sich haben».

Eine rabenschwarze Zukunftsprognose. Bitter, die Menschen kosteten nur, weiss Somm weiter, und schlägt vor – hier legt er ein Stückchen konstruktiven Journalismus hin –, Bundesrätin Simonetta Sommaruga möge sich doch bitte «nach dem ­Vorbild eines Selbstbehaltes persönlich an den finanziellen Folgen dieser falschen Politik» beteiligen.

Warum bloss kriegen Flüchtlinge Babys?

Wiederum eine Woche später war dann das Inland-Team der meistgelesenen Zeitung des Landes an der Reihe, sich – einmal mehr – mit den dunkelhäutigen Menschen aus Eritrea zu beschäftigen. Désirée Pomper, Inland-Chefin und Mitglied der Redaktionsleitung, griff dafür gleich selbst in die Tasten. Ihre zweiteilige Mini-Serie versprach unter anderem Aufklärung zu folgendem Thema: «Mehr Flüchtlingsbabys – die Gründe und Folgen».

Wer nun hoffte, «20 Minuten» hätte sich damit einen ganz schlechten Scherz erlaubt und würde den Leserinnen und Lesern erklären, dass auch Flüchtlinge Sex haben («die Gründe») und dass dann eben Flüchtlingsbabys zur Welt kommen («die Folgen»), der wurde enttäuscht: Das ist alles ernst gemeint.

Spiel mit falschen Zahlen

Im Fokus der Berichterstattung stand auch nicht etwa die Frage nach dem Wohlergehen der schwangeren Frauen und ihrer Neugeborenen in Flüchtlingsheimen. Eine Studie hat Anfang August diesbezüglich grosse Mängel im Schweizer Betreuungssystem zum Vorschein  gebracht – auf der Titelseite von «20 Minuten» suchte man diese Meldung allerdings vergeblich.

Stattdessen: Babys. Mit ganz grossen Buchstaben auf die Kleinsten. Mit den zwei Artikeln schaffte es das Blatt nicht nur, Stimmung gegen die Schwächsten zu machen, sondern gleichzeitig auch eine rekordverdächtige Anzahl von falschen Informationen zu verbreiten.

«10-mal mehr Flüchtlings-Babys aus Eritrea», heisst der erste Aufmacher. Der «Gründe und Folgen»-Artikel heisst: «Dann landen sie in der Sozialhilfe». «20 Minuten» behauptet in den beiden Artikeln unter anderem Folgendes:

  • Die Zahl eritreischer Flüchtlingsbabys habe sich zwischen 2008 und 2016 mehr als verzehnfacht, während sich die «Anzahl eritreischer Asylbewerber» im gleichen Zeitraum «weniger als verdoppelt» habe – angeblich von 16’606 auf 27’207.
  • Es sei «gar nicht so einfach, die Gründe für die starke Zunahme zu eruieren».
  • Wenn man die Geburten «im Asylbereich» mit den Geburten der Schweizer «Wohnbevölkerung» vergleiche, dann sei ein Unterschied von «Quote 2» zu «Quote 0,5» (Total Personen geteilt durch Geburten) im ersten Halbjahr 2017 festzustellen.
  • Für Eltern hat «die Geburt eines Kindes keinen Einfluss auf ihr Asylverfahren», erklärt Stefan Frey, Sprecher der Schweizerischen Flüchtlingshilfe.
  • Warum Stefan Frey das überhaupt erklären muss? Der einzige Schweizer Politiker, der in den «20 Minuten»-Baby-Storys zitiert wird, heisst Thomas Aeschi, SVP – der Aeschi, der Flüchtlingslager in Afrika fordert, für die der Bund bezahlen soll. Aeschi darf Sätze von sich geben wie: «Einige Eritreer erhoffen sich, mit einem Kind ihre Chancen zu erhöhen, als Schutzbedürftige zu gelten und nicht zurückgeschickt zu werden.» Und: «Diese Kinder wachsen mit der Vorstellung auf, dass man einfach vom Staat leben kann». Fazit, von «20 Minuten» zum Zwischentitel gefettet: «Umgehend ausschaffen».

Wer sich wegen 1326 Babys von eritreischen Eltern (2016) so sehr in die Windeln macht, dass er deswegen eine Artikelserie inklusive Titelstory bastelt, der handelt mindestens unverfroren. Wer dazu noch eine Geschichte konstruiert von den vielen schwarzen Menschen, die sich um ein Vielfaches stärker vermehren als die eigene Bevölkerung, und dazu noch eine Art exponentielle Zunahme feststellt, der begibt sich auf ganz dünnes Eis. Und wer dann noch Politiker zu Wort kommen lässt und sich auf einen Vertreter von Rechtsaussen beschränkt, der muss sich seiner Sache wirklich sicher sein.

Nur: Das meiste entpuppt sich als heisse Luft. Denn die Baby-Behauptungen von «20 Minuten» halten einer kinderleichten Überprüfung keine zwei Minuten lang stand.

Hitzefreie Nach- und Abrechnung

Wie das Blatt darauf kommt, dass sich die «Anzahl eritreischer Asylbewerber» von 16’606 (2008) auf 27’207 (2016) erhöht habe, bleibt wohl das Geheimnis der Redaktion. In den Statistiken des Staatssekretariats für Migration (SEM) sind diese Zahlen jedenfalls nicht zu finden. Eine Nachrechnung zeigt:

  • Im Jahr 2008 waren (Stand Dezember) 3956 Menschen aus Eritrea im Asylprozess (Asylbewerber plus vorläufig Aufgenommene mit Status F).
  • Im Jahr 2016 waren (Stand Dezember) 15’261 im Asylprozess (Asylbewerber plus vorläufig Aufgenommene mit Status F).

So viel zur Behauptung, die «Anzahl eritreischer Asylbewerber» habe sich «weniger als verdoppelt»: In Wirklichkeit hat sie sich beinahe vervierfacht.
Wer sich nun fragt, warum sich die Anzahl der Neugeborenen denn verzehnfacht habe, dem sei hier gesagt, dass das Jahr 2008 von der Redaktion kaum zufällig gewählt worden war. Warum Flüchtlinge Babys kriegen, dürfte mittlerweile klar sein: Sie haben Sex. Aber auch Flüchtlinge lernen sich in der Regel erst kennen und lieben, bevor sie Kinder zeugen. Und dann geht das nachher auch noch rund neun Monate, bis so ein «Flüchtlings-Baby» zur Welt kommt.

Das erklärt die vergleichsweise tiefe Zahl im Jahr 2008 – weil nämlich in den Jahren zuvor viel weniger Flüchtlinge aus Eritrea in der Schweiz ankamen (2005 waren es noch 181 Asylgesuche, nur zwei Jahre später hatte sich die Zahl fast verzehnfacht). Einen sprunghaften Anstieg gab es zudem in den Jahren 2014 und 2015 – was wiederum die höhere Zahl der Geburten im Jahr 2016 erklärt.

Mehr Rotstift auf der Druckerschwärze

Aber das ist noch längst nicht alles. Im zweiten «20 Minuten»-Text vom nächsten Tag ist die «Anzahl eritreischer Asylbewerber» plötzlich eine komplett andere: Es sind nun 2849 (2008) respektive 5178 (2016) Asylbewerber, sprich – dieses Argument scheint ganz wichtig: «Während sich die Anzahl der Geburten mehr als verzehnfacht hat, hat sich diejenige der Gesuche nicht einmal verdoppelt.»

Hier vermischt das Blatt verschiedene Kategorien – nämlich Anzahl Gesuchsteller pro Jahr – die Zahlen stimmen hier ausnahmsweise – versus Anzahl Geburten. Das ist wenig sinnvoll: Es ist nicht so, dass sich nur die Personen, die in einem Jahr ein Gesuch stellen, vermehren, während diejenigen, die bereits einen Asylstatus haben, sich dem Zölibat verschrieben hätten. Laut SEM ist die «Anzahl Geburten» jedenfalls nicht nur den Neu-Gesuchstellern anzurechnen.

Im Gegenteil – und das verfälscht die falschen Zahlen der Gratiszeitung noch mehr: Die «Anzahl Geburten» bezieht sich auch auf Menschen aus Eritrea, die den B- oder C-Ausweis für Flüchtlinge erworben haben, sich also rechtlich gesehen nicht «im Asylprozess» befinden. «20 Minuten» hingegen rechnete nur mit den Menschen mit N- und F-Ausweisen. Korrekt gerechnet steigt die Zahl der möglichen Eltern der 1362 Babys dramatisch: Im Jahr 2016 waren das insgesamt 35’034 Menschen. Aus dem behaupteten «nicht einmal verdoppelt» ist so plötzlich «um das Fünfeinhalbfache vermehrt» geworden.

Bleibt die Behauptung, dass sich Ertriteer freudiger fortpflanzen als Schweizer. Auch hier arbeitet das Gratisblatt unsauber – und unlauter. Die These von «20 Minuten» fällt in sich zusammen, sobald man die Bevölkerungspyramide der Schweizer Wohnbevölkerung mit der Alterspyramide der Flüchtlinge aus Eritrea (Excel-File, SEM) vergleicht. Es ist auf einen Blick erkennbar, dass das Durchschnittsalter der Asylsuchenden und der vorläufig Aufgenommenen rund 20 Jahre tiefer liegt als dasjenige des Durchschnitts der Wohnbevölkerung – mit entsprechenden Auswirkungen auf die Vermehrungs-«Quote».

Apropos Quote: Auch hier hat «20 Minuten» einen fatalen Rechnungsfehler begangen. Bei der Berechnung der Vergleichs-«Quote» – dem aufgrund der Altersstruktur ohnehin schon unzulässigen Vergleich der Vermehrung der Flüchtlinge und der ständigen Schweizer Wohnbevölkerung – steckt der Teufel ebenfalls im Detail. So berücksichtigt die Zeitung bei den Asylbewerbern die Kinder «im ersten Halbjahr», sprich, von Januar bis Juni 2017. Bei der ständigen Schweizer Wohnbevölkerung rechnet das Blatt dann aber mit der Periode «zwischen Januar und Mai». So wird die «Quote» der Einheimischen zusätzlich verfälscht – um mindestens 16 Prozent – und einmal mehr fälschlicherweise insinuiert, die schwarzen Flüchtlinge vermehrten sich sowohl mehr als auch exponentiell zunehmend.

Wer das alles noch in Zahlen sehen möchte: Hier eine Zusammenstellung (Null bedeutet jeweils: Keine Daten verfügbar).

Abkühlung

Was bleibt? Die eine oder andere durchgeröstete Synapse, viel verbrannte Erde, der dunkle Verdacht, dass nicht alles von dem, was da so zum Thema geschrieben wird, mit hohen Temperaturen zu entschuldigen ist. Und nicht zum ersten Mal die Frage, warum ausgerechnet die Gratiszeitung die schwärzesten Zahlen in der Schweizer Medienlandschaft schreibt.

Denn die «Wahrnehmung in der Wirklichkeit» dürfte sich beim einen oder anderen Leser von «20 Minuten» – das sind allein bei der Papier-Ausgabe fast 1,5 Millionen – zu Ungunsten der Eritreer in der Schweiz verschoben haben. Weil falsch gerechnet wurde, mindestens deswegen.

Ob ein herzliches «Fakt you» wirklich die nötige Abkühlung bringen kann? Versuchen muss man es weiterhin.

Konversation

  1. Interessanter und gut dokumentierter Bericht. Die Uebersichten/Statistiken weisen globale Zahlen aus, ohne Unterscheidung Männer/Frauen. Soweit ich weiss, bekommen einstweilen nur Frauen Kinder. Und die Frauen sind in einer grossen Minderzahl bei den Flüchtlingen und Schutzsuchenden. Daher müssen die ausgewiesenen Zahlen massiv relativiert werden.

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  2. Die Sichtweise zu diesem Thema (auch abseits der Zahlen und deren Einschätzung) ist wie Religion. Man glaubt, dass alles schon irgendwie gut würde, oder man glaubt grundsätzlich, dass alles schlecht werden muss. Was es aber vor allem braucht, ist Pragmatismus die Probleme ohne Verzögerung anzugehen und Anreizmodelle, welche sofortige Beschäftigung erwirken kann für die Leute, auch wenn’s im zweiten Arbeitsmarkt ist. Das ist eine Frage des Willens, aber auch das konsequente Einfordern, hier im Land des Schutzes dies als Pflicht anzuerkennen von Seiten der Asylbewerber. Die Zahlen, was die Sozialhilfequote betrifft, sind in der Tat alarmierend. Hier muss der Staat/die Gesellschaft noch tüchtig nachlegen, wollen wir uns bei der Bevölkerung die Glaubwürdigkeit der Arbeitsintegration nicht aufs Spiel setzen. Selbst wenn manche wieder nach Eritrea zurückkehren müssten, so könnten sie doch das berufliche Wissen von hier als Basis mitnehmen für ihren Weg. Ein absolutes No-Go ist hier herumzuhängen als junge Leute, das schafft beidseitige Frustration auf Seiten der Flüchtlinge selbst und vor allem der Gesellschaft/der Bevölkerung hier, die als Berufstätige für die Kosten aufkommen müssen. Da ist ein ‚Marshall-Plan‘ nötig, ohne Verzug.
    P.S. Ich stelle in meiner Firma einen Mann aus Eritrea ein und bin sehr zufrieden mit seiner Einstellung/Leistung. Von Seiten des Kantons könnte allerdings mehr Support kommen, um auch den Aufwand einer Firma zu honorieren, welche sich auf dieses Wagnis einlässt.

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  3. Dieser Artikel hat mich bewogen, endlich ein Tageswoche-Abo ab zu schliessen. Es ist mir klar geworden wie wichtig es ist, dass wir dem „Ku-Klux-Klan Schweiz“ niemals das Feld überlassen dürfen. Es genügt nicht, die TaWo nur zu loben. Zu viele Despoten versuchen immer wieder, Menschen gegeneinander aus zu spielen, nur weil sie eine andere Religion oder andere Hautfarbe haben. Dass die weissen Rechten am liebsten unter sich sind, wissen wir, kann man zweifellos an einigen wenigen Kommentaren hier erkennen.

    „Mayhem“, englisch, das übrigens Chaos, Körperverletzung bedeutet, ist als Pseudo bewusst gewählt. Die Wahrheit verdrehen, Verschwörungstheoretikern gleich, ist deren oberste Maxime. Weil sie wissen, dass es viel Zeit kostet, ihre Unwahrheiten zu widerlegen. Schreiberin „Mayhem“ ist sich auch nicht zu Schade, ein Zitat vom dem in der Schweiz lebenden, brasilianischen Schriftsteller Paulo Coelho in ihr Profilbild ein zubauen. 1:1 als Grafik abgekupfert aus dessen Facebook-Profil. Das ist deren Stil. Das sind deren Machenschaften. Wie gesagt, Chaos verbreiten.

    „Lerne, dass Siege wie Niederlagen zum Leben eines jeden gehören – außer zum Leben der Feiglinge“. Paulo Coelho.

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  4. … und wenn dann aus diesen Babys Erwachsene werden, die für den FCB oder FCZ oder YB oder Sion Meister- und Cup-Tore schiessen, für die Schweizer Fussballnati WM-Qualifikationen erringen oder an der Leichtathletik-WM sich ins Final kämpfen, jubeln wir ihnen zu, wie allen, die bereits 1291 auf dem Rütli gestanden haben. Grosser Dank an Gabriel Brönimann für die gelungene Analyse.

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  5. Ganz Grosses Lob für die Aufstellung und detaillierte Gegenüberstellung von Fakten Herr Brönnimann- SO geht guter Journalismus !
    Was die winselnde, erbarmungswürdig Vegetative Lautäusserung von „mayhem“ anbetrifft : Ich bin ein von Ihnen so genannter „Gutmensch“ ! ich bin allles. bloss nicht „Mehrheit“ mit meiner Ansicht- Leider !
    Ich brauche meinerseits keinen Statistiken um zu erkennen dass es einen 2Flüchtlingswahn“ nicht gibt noch geben kann, sondern dass
    mindestens 200 Jahre abendländischen Maqnchestertums, Kolnialer Herrschsüchtiger ausbeutung und etablierung eines Knechtenden ausbeuterischen Wirtschaftssystems v.a. auf dem Rücken des afrikanischen Kontinents nun einem nicht ewig und auf alle Zeiten ohne Rückkopplung auf den Verursacher- „Homo Europäensis“-bzw. auf sein bequemleben bleiben können ! Wer Menschen im Elend hält muss damit rechen dass die in Ihrem Alter von vielen Kindern versorgt werden möchten -ergibt zwingend Hohe geburtenquote, ergibt Irgendwann überlauf- und Niemand kann das Mittelmeer (von wegen „Mare NOSTRUM- HA Ha HA !) ewig und dauerhaft abriegeln !
    Solange UNSERE Agrarüberproduktion DEREN lokale Märkte Kaputtmacht usw. usw. usw. … und so lannge Immmer und zuallererst UNSERE wirtschaftlichen Interessen über den Lebensinteressen von denen Rangieren, wird sich NICHTS ändern und kann und darf es auch nicht ! AUFWACHEN- Verglemminomolni !!!!!

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    1. Es interessiert mich schon, warum Milchpulver halt in den Ländern teilweise billiger ist als die lokale Milch.
      Aber ja, auf Nestle SOLL man stolz sein!
      …oder auch nicht.

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  6. Super gemacht, Tageswoche!! Danke für die Klarstellungen. Schade, dass 20 min, Weltwoche, Mörgeli sich nicht die Mühe nehmen werden, anständig zu reagieren. War ja noch nie ihre Sache.

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  7. Natürlich sind es keine Flüchtlinge sondern Wirtschaftsmigranten und das ist ein Riesen Unterschied man sollte sie sofort wieder zurück schicken denn sie kommen um Geld Leistung zu erschleichen nicht zu arbeiten und integrieren.

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    1. Nett, Ihre private Meinung hören zu können.
      Es könnte sinnvoll sein, sie bei offiziellen Stellen auch zu platzieren, da sie dort relevanter sein könnte als hier.
      Meines Wissens redet die Schweizer Regierung noch nicht offiziell von Wirtschaftsmigranten, die Leistungen erschleichen und nicht arbeiten wollen.

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  8. Ich frage mich eigentlich seit geraumer Zeit nur noch wie lange es geht bis uns diese Migration finanziell um die Ohren fliegt. Dann werden wir ja sehen wie es weitergeht.

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    1. Interessant, Finanzen ist das einzig wichtige was uns Schweizer dazu einfällt.
      Die Menschen dahinter interessieren nicht.
      Was kann Ihnen denn um die Ohren fliegen?

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    2. In der Badewanne lässt es sich leicht grosse Sprüche klopfen. Aber ich bin gespannt was die Maulhelden dann sagen wenn wir in diesem Land überall anfangen müssen zu sparen wegen der Migrationskosten.
      Schon klar, jene die hier die grossen Reden schwingen sind dann die Gleichen welche wie üblich gerne wieder das Geld der anderen ausgeben. Wir sprechen nochmals in 1-2 Jahren wenn das Ganze offensichtlich wird. Und auch die Naiven das Ende der Fahnenstange erkennen werden.

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    3. Frau Arslan, kann es sein dass dieser Nachname auch irgendwann mal in die Schweiz gekommen ist? Hat diese Immigration den schweizer Finanzen geschadet? Es ist ein Armutszeugnis unserer Kultur, dass Menschen nur auf das Geld reduziert werden.

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    4. @Deontos: Auch wenn es Ihnen entgangen sein sollte, jeder Franken den man ausgibt muss man sich auch zuerst verdienen. Und auch wenn man Menschen nicht bloss auf Geld reduziert, braucht trotzdem jeder Mensch Geld um ein Dach über dem Kopf zu haben und eine Malzeit auf dem Tisch! Wer in seiner naiven blauäugigkeit die Kosten welche unberechtigte Migration mit sich bringt ausser acht lässt ist schlicht dumm. Dies hat nichts mit Menschen auf Geld zu reduzieren zu tun! Die überwiegende Mehrheit der Menschen welche derzeit nach Europa wollen, kommen nicht des Schutzes sondern der Lebensbedingungen wegen und das sind nun einmal keine Flüchtlinge und haben deswegen auch nicht einfach ein Bleiberecht. Und trotzdem verursachen gerade diese Menschen enorme Kosten welche, da sie ja nicht bleiben, unserer Wirtschaft auch nichts bringen. Aber vielleicht sollte man, um dies zu erkennen, die eigene Engstirnigkeit einmal beiseite schieben und sich den Realitäten stellen. Die Welt ist nunmal kein Ponyhof!

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    5. Frau Arslan
      Sie haben vollkommen recht, jeder Franken muss zuerst mal verdient werden.
      Aber er sollte eben nicht auf Kosten derer, mit denen wir sonst nichts zu tun haben wollen, verdient werden.
      Aber für Sie es offenbar ok, dass wir ihnen sogar das Wasser wegnehen und es ihnen wieder als Mineralwasser verkaufen. Es ist offenbar ok, dass wir unsere überschüssigen Lebensmittel zu einem Spotpreis nach Afrika verkaufen und wir somit den Bauern dort die Lebensgrundlage entziehen.
      Ja jeder Franken muss zuerst verdient werden, egal wie, schliesslich muss jeder für sich selber schauen und wir sind halt zur Zeit mal am längeren Hebelarm.
      Hauptsache Ihr Teller ist voll.
      En Guete

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    6. @Stucki: Ihr Teller ist aus denselben Gründen voll wie meiner und Sie verlangen wie ich von Nestle Steuern?! Sie sind dann aber der erste der Schreit wenn man Ihnen etwas vom Teller nimmt! Typisch für diese Einstellung: das Geld von Novartis, Nestle und allen global tätigen Konzerne nehmen und dann für das eigene Wohlbefinden (Kultur, Sozialstaat etc.) mit beiden ausgeben und zusätzlich noch über diese Unternehmen ablästern und den Moralapostel spielen. Solche Leute lob ich mir.

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    7. Gut dass Sie wissen, dass ich der Erste bin der schreit wenn mir was weggenommen wird.
      Ich hoffe Sie sind jetzt zufrieden, da Sie ja den Schuldigen gefunden haben.
      In aller Bescheidenheit, ich hab genauso wenig dazu beigetragen, dass ich hier geboren bin und damit in Saus und Braus lebe ( zumindest materiell..)

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    8. Jene die schon dort Leben wo man hinmigrieren möchte! Ist seit Anbegin der Zeit so und nicht mal nur bei den Menschen. Es sind auch Sie, der entscheidet wen Sie in Ihre Wohnung lassen oder nicht?!

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    9. na, das mit den entscheidungsträgern in sachen ‚migrationsrecht ja/nein‘ hättens g’scheiter vor einigen hundert jahren erzählt – nicht in europa, sondern auf so ziemlich allen anderen kontinenten.

      wobei: so haben sie es dann doch nicht gemeint, oder?

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  9. Scheinbar sind die Gutmenschen die blindlings unserer Kuschelpolitik folgen, weitaus in der Überzahl in diesem Land.
    Ich brauche keine Statistiken oder sonst irgendwelche Zahlen und Fakten hervorzusuchen um zu sehen, dass wir uns mit dem ungebremsten und vom Helfersyndrom angetriebenen Flüchtlingswahn tief und voll bewusst selber in eine Krise hineinbugsieren.
    Wer glaubt, dass derart unterschiedliche ethische, moralische, religiöse, menschliche Grundsätze so ohne weiteres, bzw mit nur ganz viel Nächstenliebe zu beheben sind, dem werden die Zeichen der Zeit schon noch die Augen öffnen.
    Schade dabei ist nur, dass bis dahin zu viele junge Frauen brutalen und traumatisierenden Übergriffen zum Opfer fallen werden und hin und wieder irgendwo ein Selbstmordattentäter im Namen Allahs zahllose unschuldige Bürger in die Luft jagen wird.
    Sagen Sie mir- werte Damen und Herren im übereifrigen und lieblich argumentierten Menschenrettertum: wie wollen Sie denn all die Menschen sehr fremder Kulturen hier erfolgreich integrieren? Vielleicht indem wir unseren eigenen Mädchen und Frauen die Verhaltensweisen der fremden Kulturen näher- und beibringen und sie dazu anhalten, sich ensprechend im öffentlichen Raum zu verhalten, damit ja kein junger, von Lust auf körperliche Liebe- getriebener Mann auf die Idee kommt, dass Frauen hierzulande Freiwild sind, nur weil sie sich Selbstbewusst und unserer Kultur entsprechend bewegen?!
    Ich bin gespannt, wenn sich die Fälle von sexuellen Übergriffen durch Asylanten häufen, und dann auch den einen oder anderen Gutmenschen persönlich betreffen, wie lange sich die Kuschelstimmung in diesem Land noch halten mag.

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    1. Vielleicht müsste man mal mit unserer Finanzwirtschaft reden: Dort werden die Arbeitsplätze vernichtet, das treibt die Bodenpreise in den Himmel und stiehlt die Arbeitsplätze, die halt nicht so finanziell lukrativ sind.
      Naja, Flüchtlinge sind leichter zu beschuldigen als einheimische Strukturen.
      Das andere wäre auch mal, wie sich dieses Land halt gegen aussen darstellt. Wahrheit dürfte da sehr klein geschrieben werden.
      Wenn die Leute denn arbeiten könnten, hätten sie auch weniger dumme Gedanken.

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    2. Da muss ich Ihnen leider widersprechen. Ich habe in einem Integrationsprogramm gearbeitet und Sie würden wohl staunen, mit wieviel Unwillen zu arbeiten, zur Schule zu gehen, unsere Sprachen und Gepflogenheiten kennenzulernen seitens der Asylanten ich tagtäglich zu tun hatte.
      Zu oft ist die Utopie „reiche Schweiz“ in den Köpfen verankert und wie staunen da manche Menschen wenn wir ohne wenn und aber zB bei Regenwetter draussen unsere Arbeiten erledigen.
      Glauben Sie nicht, es herrsche ein Mangel an Integrationsangeboten, vielmehr herrscht ein Mangel an überbrückbaren Kulturunterschieden und grundlegenden Ansichten über das Leben.

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    3. Warum so pessimistisch, Herr «Mayhem»? Wir beide leben ja auch trotz offensichtlicher kultureller Unterschiede (von den Werten gar nicht zu sprechen) friedlich nebeneinander. Obwohl sich durchaus Fragen ergeben bzgl. Integrationsgrad. So zählt zum Beispiel zu den hiesigen Gepflogenheiten, zu seinem Wort zu stehen und sich nicht hinter einer Maske zu verstecken (Stichwort: digitale Burka).

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    4. „Herr“Mayhem ist im Übrigen eine Frau.
      Würden wir tatsächlich nebeneinander leben, Herr Beck, weiss ich nicht, ob wir so friedlich wären. Das bliebe herauszufinden.
      Da es ausdrücklich respektiert und akzeptiert ist von der „Tageswoche“, sich auch mit einem Pseudonym oder Kunstnamen anzumelden, kann von „nicht zu seinem Wort stehen“ nicht die Rede sein und schon gar nicht von einer digitalen Burka, da die Burka nicht gerade für Freiheit und Emanzipation steht, die Entscheidung, hier ein sorgfältig gewähltes Pseudonym zu gebrauchen aber schon.
      Wenn Sie aber gerne meinen Namen wissen wollen, fragen Sie doch einfach.

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    5. Ja bitte, Frau Mayhem, nennen Sie mir Ihren Namen. Ich diskutiere gerne und viel, aber nicht mit Menschen, die mit ner Skimaske am Tisch sitzen. Dass es bei uns möglich ist, anonym zu kommentieren, halte ich für einen Fehler, andere bei uns wiederum finden das gut. Damit das überhaupt irgendwo akzeptabel ist, sollten anonyme Kommentarschreiber nur Dinge schreiben, hinter denen sie auch stehen würden, wäre Ihr Name bekannt. Und sie sollten nicht Personen verunglimpfen, die eine andere Auffassung der Dinge pflegen (Stichwort «Gutmensch»).

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    6. Damit Sie wissen mit wem Sie es zu tun haben, auch ohne „digitale Burka“, wie Sie den Gebrauch eines Kunstnamens so schön bezeichnen, stelle ich mich gerne vor: Rahel Berner aus Bern.

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    7. Sehr geehrte Frau Mayhem oder Frau Berner, wie immer Sie es lieber hätten.
      Ich kann Sie trösten, in der Schweiz gibt es keine Mehrheit der Gutmenschen wie von Ihnen dargestellt, weit davon entfernt.
      Das Gegenteil von Gut wäre ja Böse. Soweit möchte ich aber nicht gehen und Ihnen sowas unterstellen.
      Ich würde aber sehr gerne Ihre Meinung hören, wie mit diesen Personen, Migranten umzugehen ist.
      Mauer bauen, Stacheldraht, Armee an die Grenze und Eindringlingle abschiessen oder?
      Bitte werden Sie konkret wie aus Ihrer Sicht das Problem zu lösen ist.
      Es ist nicht damit getan, dass man den von Ihrer Sicht aus Gutmenschen Naivität etc. unterstellt, Sie sollten dann schon mal eine Alternative zu drr verfehlten ‚Nächstenliebe‘ aufzeigen.

      Herr Meier macht sich Sorgen um die Zukunft unserer Kinder, gleichzeitig wird aber übersehen und sogar bestritten, dass Europa in den letzten Jahrhunderten und leider heutzutage immer noch die Zukunft der Kinder Afrikas von uns zerstört wurde.
      Die heutige von uns angeprangerte Misere ist unser Verschulden oder sind Sie anderer Meinung?

      Was war z.B. Ihr Verdienst, dass Sie hier und nicht in irgendeinem Slum in Afrika geboren wurden?
      Sind Sie so von sich überzeugt dass Sie sicher sind dass Sie nicht auch zur Migrantin würden wenn Sie in einer solchen Umgebung geboren worden wären?
      Ich glaube kaum, dass es Menschen gibt, die nicht wissen, dass die heutige Flüchtlingsfrage ein Problem ist.
      Aber nur indem man diese Leute einfach als Schmarotzer und praktisch als Verbrecher hinstellt löst man diese Probleme nicht.

      Darum bin ich sehr gespannt auf Ihre Problemlösung.

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    8. Lieber Herr Stucki,
      Sie haben absolut recht, ich habe es bisher in dieser Debatte versäumt, meinen Lösungsvorschlag anzubringen. Gerne hole ich das nun hiermit nach:
      Nachhaltige Humanitäre Hilfe findet meiner Ansicht nach grundsätzlich vor Ort statt. Dh dort, wo es brennt. Die Feuerwehr spritzt ja auch nicht ein Haus in St. Gallen ab wenn eines in Thun brennt. Und der Ursprung fast aller Missstände liegt in der mangelnden Bildung.
      Unsere Ressourcen wären demzufolge im Krisengebiet weit sinnvoller eingesetzt als hier. Ob nun die Rede von finanziellen Mitteln, materiellem Gut, Wissen oder Können ist, vor Ort ist es weit wirkungsvoller und umfassender einzusetzen und macht nicht halt davor, die Menschen ihre Verantwortung übernehmen zu lassen für sich selber , die nachfolgenden Generationen sowie dem eigenen Land gegenüber.
      Denken Sie denn, dass wir den Lebensstandard den wir heutztage in der Schweiz leben, geschenkt bekommen haben? Wir sind weltweit mit das arbeitsamste Volk.
      Natürlich hatte ich das Glück, dass ich Zugang zu Schulbildung, freier Berufswahl etc hatte, und genau das sollten wir weitergeben, dort wo es nötig ist.
      Es ist nicht damit getan, die in Not geratenen Menschen bei uns aufzunehmen und ihnen ein so angenehmes Leben wie nur möglich zu gewährleisten hier, damit ziehen wir uns nur selber aus der Verantwortung und alles worauf wir uns damit berufen können, ist unsere Menschlichkeit und Nächstenliebe, nicht aber eines nachhaltigen, sinnvollen und wahrhaft humanitären Handelns.

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    9. Danke, Hilfe vor Ort einverstanden, das einzige was wirklich hilft.
      Doch sagen Sie uns bitte wie das zu bewerkstelligen ist?
      Es würde auch bedeuten dass sich unsere Wirtschaft ändert und mit weniger Profit aus diesen Staaten zufrieden gibt.
      Ich rede nicht nur von uns Schweizern aber auch, die westliche Welt ist in der Verantwortung.
      Sie haben auch recht, wenn Sie sagen dass wir unseren Lebensstandard nicht geschenkt bekommen haben, aber sicherlich auch auf Kosten derjenigen, die jetzt bei uns anklopfen.
      Naťürlich wollen wir das nicht gelten lassen und schieben alle Schuld von uns, doch wenn wir nur ein bisschen ehrlich wären müssten wir das zugeben.
      Apropos Lebensstandard.
      Soll es jemals nur einigermassen Frieden geben auf diesem Planeten ist das nur zu bewerkstelligen, wenn der sogenannte Lebensstandard etwas vernünftiger verteilt würde.
      Ansonsten kommen wir keinen Deut weiter.
      Leider sind wir weit davon entfernt und in den letzten Jahren ist es sicherlich nicht besser geworden.
      Auf unseren Lebensstandard so stolz zu sein ist purer Egoismus.
      Wir leben weit über dem Anteil der uns zusteht auf dieser Welt und sind auch noch stolz darauf.
      Hauptsache wir können unseren Kinder Reitstunden, Tennisstunden oder was das Hirn (nicht das Herz) sonst begehrt, ermöglichen.
      Der Kuchen reicht halt nicht für alle und wir sindnun mal die Besseren oder?

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    10. Ja ich gebe Ihnen recht, dass wir mit einer nachhaltigen Lösung um die Veränderung unseres Wirtschaftssystems nicht herumkommen. Das ist auch genau die Verantwortung, von der ich in obigem Text geschrieben habe. Wir alle sind mitverantwortlich für die Schräglage, in der sich die Weltbevölkerung heute befindet.
      Auch was die Verteilung des Lebensstandards anbelangt, gebe ich Ihnen recht. Und somit wären wir wieder beim Wirtschaftssystem angelangt.
      Was wir brauchen ist eine gehörige Portion Kopf zu der Portion Herz.
      Der Artikel, wie er geschrieben ist, zeigt eben auch nur eine Seite der Medaille auf, genauso wie meine ersten Reaktionen darauf auch.
      Wir sehen uns mit einer grossen Herausforderung konfrontiert- nicht nur politisch, wirtschaftlich- sondern in allererster Linie auch menschlich.

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    11. Entwicklungshilfe ist sehr zu befürworten und sollte von allen wohlhabenden Nationen intensiv betrieben werden. Gleichzeitig löst sich damit aber eben damit nicht das Problem von Flucht und Migration.

      Entwicklungshilfe braucht sehr viel Zeit und benötigt nicht unerhebliche Ressourcen. Rechnen Sie damit, dass die Entwicklungshilfe, die Sie heute starten, vielleicht erst in 20 Jahren Früchte trägt. Die Leute bleiben nicht einfach in ihren Ländern, wenn Sie einmal laut „ENTWICKLUNGSHILFE“ schreien. Dazu kommt natürlich auch noch, dass entgegen der rechten Meinung eben nicht alle Migranten sowieso nur Wirtschaftsflüchtlinge sind, sondern sich eben Dinge wie Bürgerkrieg und staatliche Verfolgung nicht durch Entwicklungshilfe lösen lassen.

      Nun könnte man den amerikanischen Weg gehen und Bürgerkriege und undemokratische Regierungen durch „Friedensbomben“ „entfernen“. Dass das wunderbar funktioniert, sehen wir ja gerade…

      Sie sehen hoffentlich, dass sich die Probleme in den Ländern vor Ort nicht so einfach lösen lassen. Wir werden bei allen Bemühungen auch die nächsten Jahre und Jahrzehnte Flüchtlinge/Migranten/Menschen aus anderen Ländern haben, die nach Europa wollen und vor allem nichts zu verlieren haben. Was ist dafür aus Ihrer Sicht die Lösung, wenn diese Menschen doch angeblich so gefährlich und unintegrierbar sind? Wenn Sie ehrlich mit sich selber sind, wäre aus Ihrer Warte aus nur Gewalt eine Lösung. Geschlossene Grenzen, schiessbereite Grenzer, Greiftrupps innerhalb des Landes, welche die Menschen bei Verdacht einfangen und inhaftieren, und viele Tote an den Grenzen. Herzlichen Glückwunsch, Nordkorea wäre stolz auf Sie. Damit sind dann unsere Werte auf jeden Fall verloren.

      Vor dem Hintergrund plädiere ich lieber für die Einwanderung. Ehrlich gesagt sogar für eine vereinfachte Einwanderung. Erlaubt den Menschen die Einreise per Flugzeug, meinetwegen zum doppelten Preis, damit der Rückflug bei Ablehnung auch bezahlt ist und am Flughafen können sie Asyl beantragen. Damit hat man so viele Fliegen mit einer Klappe geschlagen, dass es kaum noch zu zählen ist. Die Flüchtlinge müssen nicht mehr über das Mittelmeer flüchten oder in langen Treks durch Europa ziehen, sondern sind direkt in ihrem Wunschland. Wir brauchen keine Rettungsmissionen mehr auf dem Mittelmeer, die Schlepper verlieren von heute auf morgen ihr Geschäft. Es gibt keine Bilder von toten Kindern mehr an europäischen Stränden und alle Flüchtlinge würden auf jeden Fall erfasst werden. Und billiger für die Flüchtlinge wäre es auch, denn ein Linienflug von Afrika nach Europa ist auf jeden Fall billiger als die Dienste von zig Schleppern. Für die Flüchtlinge wäre es ebenfalls sicherer, da sie nicht monatelang unterwegs wären und durch gefährliche Länder ziehen müssten. Und noch viele weitere Punkte.

      Aber statt sich solche konstruktiven Lösungen zu überlegen und vielleicht auch durchzuziehen, fordern die Rechten lieber, dass man möglichst grausame, wenn auch wirkungslose Bestrafungen einführt.

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  10. In der Aussage stimme ich mit diesem Artikel überein, jedoch frage ich mich ob diese Rhetorik des „guten“ Journalismus würdig ist. Auch dieser Artikel ladet nicht zu einer konstruktiven Debatte ein, was doch eigentlich der Anspruch sein sollte.

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    1. Einverstanden, aber mit wem wollen Sie eine konstruktive Debatte führen?
      Mit Mörgeli, Aeschi, Somm?

      Ich glaube kaum, dass es da was konstruktives gibt.
      Leider, denn ohne gibt es nie eine Lösung

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  11. Endlich wieder mal ein Artikel, der der Selbstdeklaration vom «guten Journalismus» genügt. Wenn auch die Analyse etwas schwach ausfällt: Hier sind keine sonnenverbrannten Hirnzellen am rotieren, sondern das ist Teil einer seit langem andauernden durchorganisierten Kampagne. (Die organisierten einschlägigen Kommentare, die wirklich jedes noch so entfernte Thema in Richtung Ausländer umbiegen und dann vermutlich via Bots «hochgevotet» werden, wären da auch mal eine vertiefte Recherche wert.)

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    1. Sie beruhigen mich unheimlich Frau Moerik. Der letzte Teil in Klammern fällt mir schon seit Jahren auf und ich fragte mich länger wie mehr: Spiele ich verrückt oder ist da was?!

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  12. Faktenfrei, dafür zahlenbasiert: Das ist die übliche Art hierzulande, mit einem Problem umzugehen.

    Wird damit auch noch die eigene Filterblase bedient: Um so besser.

    By the Way: Die Höhe des Ausschlags auf der «Richter-Skala» sagt nichts aus über den Impact des Erdbebens auf das Gebiet, in dem es stattfindet (soviel zu «Mensch in Zahlen»).

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    1. Die Tiefe des Epizentrum sowie die geologische Beschaffenheit des Gebietes sind da mitentscheidend. Aber das benötigte Wissen und Recherche. Der Todfeind des heutigen Journalismus.

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    2. Nö, da haben Sie Recht. Das ist aber auch nicht der Zweck des Artikels. Es geht darum, die (bewusst) falschen Zahlen anderer Zeitungen aufzudecken. Die haben nämlich auch einen Impact, einen unlauteren.

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  13. Es ist gut, dass Herr Mörgeli die Universität verlassen durfte. Er verbreitete da in der Weltwoche offenbar seine Privatwahrheiten, die aber staatlich nicht verifiziert sind und damit eigentlichg per Veröffentlichung einer üblen Propaganda entsprechen. (Ich denke da sogar an solche vor etwa 80 Jahren.) Eine Zeitschrift, die dann noch diese Privatwahrheiten weiter verbreitet, muss sich die Frage der Beihilfe gefallen lassen zu solchem Tun, – und indirekt dann auch die Frage nach der ähnlichen Geisteshaltung.
    Meinungsfreiheit hat aus meiner Sicht irgendwo da ein Ende, wo sie als massenvervielfältigte Fake-News in die Öffentlichkeit gebracht wird. Privat darf ich dummes Zeug denken, aber damit dann die Öffentlichkeit zu infizieren, da fehlt irgendwo eine Bremse im System.
    .
    Schwarze Babys? Ist doch egal, welche Farbe sie haben. Wenn die weissen Babys halt weniger werden. O.K. dann bevölkern halt dunkelfarbigere Menschen die Gegend in 40 Jahren, wenn die aktuellen Bleichlinge so langsam alle auf dem Friedhof liegen.
    Irgendwer muss ja die Dinge auf der Welt besorgen.
    Es wird aber Zeit, dass die dunklerfarbigen Menschen integriert werden: Das offizielle Arbeitsverbot der Eritreer ist dazu kontroproduktiv. (Gerade dieser Fakt darf von einem Herrn Somm auch mitzitiert werden, wenn er sich über das häufigere Antreffen dieser Menschen wundert. Herr Somm ist gebildet genug, dass er dies wissen muss und dieses Wissen gehört weitergegeben, wie der Beipackzettel zu den Pillen. Wenn er es unterschlägt, ist er unlauter.
    Das andere Problem wird natürlich auch unterschlagen: Der alltägliche Hang zur Diskriminierung von Leuten hier im Lande, die irgendwie etwas anders sind als „Ramseier“* und Konsorten. (* als Beispielname für einen als üblich geltenden hiesigen Menschen.) Das fängt schon da an, wenn einer nicht astrein „Grüetzi“ sagen kann.

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    1. Das Problem ist ja schlussendlich nicht die Hautfarbe. Gefährden können unsere Kultur aber extreme Gesinnungen und intolerante Religionen. Dies zeigt sich heute bereits an verschiedenen Orten. Auch in Mitteleuropa funkt es bereits an neuralgischen Punkten. Die Willkommenskultur gepaart mit lascher Rechtssprechung wird unseren Kundern ganz grosse Probleme bringen.

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  14. Ich habe lange gesucht, bis ich fündig wurde. Ein Artikel gelesen und jetzt weiss ich endlich, wo ich in Zukunft Zeitung lese. In einem Blatt das erlaubt eigene Meinungen zu entwickeln aufgrund korrekt recherchierten Daten! Merci vill mol!

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  15. Ich finde es super wie ihr dir Fakten aufgelistet und auseinander genommen habt- definitiv kein Werk vonhirnverbrannten Politikern/Menschen.?

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  16. Genialer Artikel, vielen Dank für die Mühe der Aufarbeitung. Besonders der Artikel von 20min hat wohl bei einigen Leuten zu gröberen Irritationen geführt.
    Danke an alle jene, welche das „Bullshit Calling“ weiterhin betreiben und aufklären. Es ist eine mühsame und weit weniger virale/medienwirksame Arbeit als das verbreiten von Bullshit, aber dringend nötig!
    In diesem Zusammenhang extrem zu empfehlen ist die mit Video dokumentierte Vorlesung der University of Washington von Bergstrom und West, „Calling Bullshit: Data Reasoning for the 21st Century“: http://callingbullshit.org/

    Und Peter Meier hat den Tageswoche-Artikel offensichtlich nicht gelesen und hantiert statt mit offiziellen Zahlen mit „persönlichen Erfahrungen“, angeblichen Dunkelziffern und einer gehörigen Portion Angstmacherei, anstatt bei den Fakten zu bleiben.

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  17. ich verstehe die Aufmachung dieses Artikels nicht, schliesslich sind es Zahlen vom Bund, die einem zu denken geben sollten. Fakt ist doch, dass gerade die Eritreer und Somalier sich hier kaum je integrieren werden können, man muss sich nur mal die Probleme anschauen die tagtäglich in den Zeitungen genannt werden mit Überfällen und weiteren kriminellen Taten. Es entsteht eine Parallelgesellschaft, die uns allen noch sehr zu schaffen machen wird.
    Anstatt einfach auf Schönwetter zu stellen sollte es einem zur Denken geben, dass aktuell in D pro Tag zwischen 8 und 9 Frauen von Flüchtlingen/Asylsuchenden sexuell belästigt, attackiert oder gar vergewaltigt werden. Und das sind nur offiziell Zahlen, die Dunkelziffer wird hier sehr hoch sein, viele schämen sich zur Polizei zu gehen. Zahlen us der Schweiz gibt es nicht, aber ich habe da auch schon meine Beobachtungen gemacht, dies auch mit alkoholisierten Männern vermutlich aus Eritrea, die Frauen einfach nur dumm angemacht hatten.
    Die Zahlen sind leider beidseitig immer entsprechend zurechtgebogen, erfasst sind hier nur die Asylsuchenden, die ihren Antrag eingereicht haben. Nicht aber all jene die hier sind und evtl. später weiterreisen. Ferner ist er Familiennachzug nicht zu vergessen – einmal hier und vorläufig aufgenommen heisst (Gross-)Familie kann hergeholt werden. Solche Massen von Zugewanderten, die zu einem grossen Teil hier nie selber auf eigenen Beinen stehen werden können – wie soll das unsere Gesellschaft verkraften ?

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    1. «… man muss sich nur mal die Probleme anschauen die tagtäglich in den Zeitungen genannt werden …». Danke, dass Sie gleich noch ein praktisches Beispiel für den Erfolg dieser konzertierten dauernden Berieselung liefern. Damit wird der Artikel erst vollständig.

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