Diese Fragen können wir beantworten – und diese nicht

Der Testlauf zu unserer neuen Rubrik «Stadtgespräch» stösst auf erfreulich grosse Resonanz bei Leserinnen und Lesern. Was passiert genau mit den Fragen, die Sie uns stellen? Hier steht, wies geht.

(Bild: Nils Fisch)

Der Testlauf zu unserer neuen Rubrik «Stadtgespräch» stösst auf erfreulich grosse Resonanz bei Leserinnen und Lesern. Was passiert genau mit den Fragen, die Sie uns stellen? Hier steht, wies geht.

Schon vor einem Jahr haben wir unser Projekt «Stadtgespräch» vorgestellt – nun steht die finale Web-Version kurz vor der Fertigstellung.

Unser «Stadtgespräch» ermöglicht es Ihnen, ganz am Anfang einer «Geschichte» zu stehen – Sie bestimmen, was wir hier recherchieren, bringen die Idee ein, noch bevor der journalistische Prozess losgeht. Wir erhoffen uns vom Projekt einen Journalismus auf Augenhöhe, bei dem Leserinnen und Leser nicht bloss Konsumenten sind, sondern als Ideengeber und Wissensträger agieren können.

Um herauszufinden, wie gross das Interesse an einem solchen Format ist – oder ob wir vielleicht beim nächsten Versuch andere Fragen stellen oder uns noch mehr Mühe geben müssen, den richtigen Ton zu treffen –, haben wir Ende März einen (mittlerweile inaktiven) ersten Aufruf gestartet.

Überwältigendes Echo

Um es vorwegzunehmen: Wir waren überwältigt vom Echo und von der Qualität der eingegangenen Fragen und Inputs. Bis zur Fertigstellung des definitiven Tools werden wir im Wochentakt einem der eingegangenen Recherche-Anstösse nachgehen.

Den Auftakt macht der Artikel zur Frage: «Warum gibt es keine alkoholfreien Restaurants mehr?»

So wählen wir die Inputs der Leserinnen und Leser aus

Rund 30 Inputs sind von Ihrer Seite eingegangen, die als solche erkennbar sind (also abgesehen von Meldungen wie «Hallo TagesWoche» und «Test»). Dafür herzlichen Dank: Sie haben unsere Erwartungen für einen ersten Versuch dieser Art übertroffen.

Nun warten 30 Leserinnen und Leser darauf, dass ihr Input / ihre Frage / ihr Anliegen von uns behandelt wird. Eine grosse Verantwortung. Und so leid es uns tut: Wir können nicht auf jeden Eingang beim Projekt eingehen. Warum nicht, und nach welchen Kriterien wir bei der Auswahl vorgehen, das möchten wir hier transparent darlegen:

  • Anregungen, zu allgemein formuliert: «Wirtschaftsgeschehen, lokal und global», so lautet ein Input, den wir nicht in einem separaten Artikel abhandeln können. «Macht mal Punk!», lautet ein anderer. Und «Fankultur, Studileben, Reiche in der Region Basel» lautet ein dritter Vorschlag einer Leserin oder eines Lesers. Danke dafür – wir nehmen uns das zu Herzen und versuchen, den Wünschen gerecht zu werden. Aber für eine einzelne Recherche sind diese Inputs zu wenig konkret/spezifisch. Sie können uns höchstens die gewünschte Richtung weisen. Das ist der Hauptgrund, warum Inputs nicht als einzelne Recherche bearbeitet werden können. Seien Sie also so präzise wie möglich.
  • Anregungen, die wir längst beherzigen: «Ausstellungen und Kultur» lautet ein Wunsch. Doch wir berichten schon regelmässig über das regionale Kulturgeschehen. Auch hier: Geht es etwas genauer? «Lokalpolitik», will ein weiterer Leser. Aber auch da geben wir schon alles, was wir können, oder vermissen Sie ein konkretes Thema? «Ziele, Ausrichtung, Neue Führung FC Basel im Allgemeinen»: Auch bei diesem Thema ist unsere Sportredaktion längst am Ball. Derartige Vorschläge waren ebenfalls häufig anzutreffen.
  • Das zeichnet die ausgewählten Themen aus: Die sechs aus dem Testlauf ausgewählten Themen erfüllen alle folgende Punkte: Sie sind
    – nicht allgemein gehalten, sondern konkret,
    – sie haben einen Bezug zu Basel-Stadt oder der Region Basel und
    – sie behandeln ein Thema, dem man realistischerweise nachgehen kann.

    Als Beispiel dient wiederum der erste Input. Den haben wir in dieser Form erhalten:

«Bitte arbeiten Sie doch mal das Verschwinden von alkoholfreien Freiräumen in Basel auf. Vor einigen Jahrzehnten gab es noch eine Vielzahl alkoholfreier Freiräume in Form von z.B. Kaffeehallen, Tea-Rooms, Cafés, alkoholfreien Gaststätten, Dancings, etc. Diese kulturelle Vielfalt des Basler Gastro- und Soziallebens verschwand still und leise und wich dem kommerziellen gastronomischen Einheitsbrei. Wie kam es zu dieser Verarmung?»

Unsere Antwort lesen Sie hier.

Zum Schluss sei noch angemerkt: Es kann trotz allem sein, dass Ihr Input von uns nicht behandelt wird. Obwohl er die genannten Kriterien erfüllt. Und obwohl es durchaus spannend wäre, genau der Sache auf den Grund zu gehen. In so einem Fall müssen wir auf Ihr Verständnis zählen. Wir sind eine kleine Redaktion und werden – insbesondere falls es mit dem Rücklauf nach dem definitiven Start des Projekts in gleichem Masse weitergeht – auch schlicht aus Kapazitätsgründen selektionieren müssen. Alles andere wäre unrealistisch.

Sobald das Projekt startbereit ist, eröffnen wir die nächste Runde und freuen uns über Ihre Anregungen.

  • Haben auch Sie ein Thema, das Sie interessiert?

    Danke für
    Ihren
    Input!

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