Basler Regierung ist besorgt über den Abbau bei der SDA

Die Redaktoren der Schweizerischen Depeschenagentur sind am Dienstag in einen unbefristeten Streik getreten. Derweilen äussert sich die Basler Regierung besorgt über den Personalabbau.

Die Basler Regierung sorgt sich um das mediale Echo von Basel.

Das Personal der Schweizerischen Depeschenagentur (SDA) kämpft weiter gegen den geplanten Abbau von 35 der insgesamt 180 Stellen und ist am Dienstag in einen unbefristeten Streik getreten.  Damit zeige das Personal, «dass es nicht bereit ist, den überrissenen Abbau und die sture Haltung der Geschäftsleitung zu akzeptieren», schreibt die Gewerkschaft Syndicom in einer Mitteilung.

Nun hat die Basler Regierung in einem Schreiben an den Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung ihre «grosse Sorge um die einschneidenden Veränderungen bei der SDA zum Ausdruck gebracht». Die Region Basel werde damit empfindlich getroffen: «Die Versorgung der Schweizer Öffentlichkeit mit Informationen aus der Region Basel wird in Zukunft nicht mehr gleichermassen gewährleistet sein», befürchtet die Regierung.

Die Basler Regierung ersucht die SDA-Leitung deshalb, «einen Marschhalt einzulegen». Besonders der Abbau bei den regionalen Aussenstellen solle überdacht werden.

Konversation

  1. Ich nehme an, die Basler Regierung hat sich aber nicht bereit erklärt, die Löhne der SDA-Mitarbeiter zu bezahlen? Im Zeitalter von Internet, Facebook, Twitter etc. ist es eben schon fragwürdig, ob an jeder Hundsverlochet ein (SDA)-Journalist dabei sein muss.

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  2. Und jetzt stellt man sich vor, wie eine riesige Lobby seit Wochen darauf hinarbeitet, den finanziellen Boden eines Milliardenunterhaltungsmedienkonzerns auf ein steuerliches Fundament zu stellen, mit Service Public Argumenten, mit dem Verweis, wie wichtig und von privater Seite nicht rekapitalisierbar doch neutraler und unabhängiger Journalismus ist. Und die unabhängigen, anonymen und an jeder Hundsverlochente anzutreffenden Journalisten der SDA, einer Depeschenagentur mit Bedeutung für die Schweiz, die echte vierte Gewalt, wird hinterrücks abgemurkst und ein Opfer der SRG-Sogwirkung.

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    1. Was Sie uns nicht sagen ist, dass die Besitzer der «sda» (also «das Aktionariat») die Verleger selbst sind.

      Und was Sie uns auch nicht sagen ist, dass «die Verleger» selbst hinterrücks am Abschuss der SRG mitwerkeln, damit sie an den Werbekuchen kommen.

      Ich hab’s schon einmal gesagt: Wenn ich ihr Auftraggeber wäre, dann würde ich Sie jetzt feuern (Sie sind einfach zu schlecht).

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    2. Und was wollen sie mit ihrem Post ausdrückend? Das die SDA in den Anzeigenverkauf einsteigen will? Tatsache ist, es ist der Journalismus der verliert. Aber wahrscheinlich ist ihnen das so egal wie Ueli Maurer, der völlig frei vom Wissen über die Bedeutung der SDA-Arbeit die Streikenden verhöhnt. Ein Bundesrat. Und das heute auch in der Ostschweiz ein Einschnitt getätigt wurde: Hauptsache, die SRG lebt!

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    3. Wo bitte will ich den unabhängigen Journalismus abschaffen? Ich will die SRG und ihre Satelitten nicht mitfinanzieren müssen, weil speziell das Fernsehen (und etwas weniger das Radio) herzlich wenig mit unabhängigem Journalismus zu tun haben. Das liegt alleine schon am Medienformat. Die Informationsaufnahme ist diametral verschieden, im Fernsehen gesagtes oder gezeigtes ist einmalig, ermöglicht keine Wiederholung der Aussage, des Gesehenen oder eine länger zugreifbare Speicherung der Informationen. Fernsehen ist ein Unterhaltungsmedium, sein Ziel ist der Werbeverkauf, etwas tiefer behaupte ich sogar, es dient der Ruhigstellung der Masse, das Brot und Spiele Konzept unserer Zeit und es funktioniert. Kaum wird die Struktur der SRG in Frage gestellt, markiert sie das tote Tier und die Fernsehsüchtigen drehen am Rad. Und Doris Leuthart darf unhinterfragt durchs Land touren und faktenwidrig von Gebühren predigen.

      Nachdem das RTVG so knapp durchgekommen ist, hat in der SRG ein kleiner Abbau stattgefunden. Srf3 verzichtete fortan auf die wöchentlichen redaktionellen Formate Lesezucker, Filmbäeren und den Wandertipp. Stattdessen sitzt jetzt tagsdurch immer ein „Produzent“ mit im Studio, der aktiv in die Sendungen mit einbezogen wird.

      Die SRG ist das Gegenteil von unabhängigem und neutralem Journalismus.

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    4. Selten soviele unsubstantierte und offensichtlich falsche (Fernsehen ermöglich keine Wiederholung? Noch nie was von elektronischen Speichermedien gehört?) Behauptungen an einem Stück gelesen.

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    5. Ja natürlich ermöglicht Fernsehen „Wiederholungen“. Nur: Macht keiner sich die Mühe, das Gesehene aufzuzeichnen und sich gegebenenfalls mit dem Inhalt vertieft auseinanderzusetzen, sprich weiterführende Eigenrecherche. Ist auch gar nicht möglich, wenn man bedenkt, was bei zwei Stunden vier Minuten Durchschnittsglotzdauer pro Tag so alles auf einem einprasselt. Und das Beste: Man glotzt auf einen Bildschirm und lässt sich passiv spedieren, voll freiwillig. Und was glotzt man? Seichte Unterhaltung, weil alles, was tieferes Wissen voraussetzt oder vertiefende Bildung vermitteln will, keine Zuschauer generiert. Fernsehen ist nicht Philosophiestunde oder Literaturclub, Fernsehen ist Show, Illusion, Fake. Menschen, Tiere, Sensationen. Und nicht Faust, Genderessays,Film- und Theaterkritik, lokale Berichterstattung und Unterwasserrugby. Fernsehen ist ein Massenmedium. Der kleinste gemeinsame Nenner.

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    6. Gibts auch Belege für Ihre Behauptungen oder erfinden Sie Ihre Aussagen während des Schreibens?

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    7. Die Grundaussage der SRG-Mediensteuerfans: Intellektuelle Inhalte – Philosophiestunde, Literaturclub, Echo der Zeit, etc. – lassen sich nicht auf dem freien Markt finanzieren. Die Printpresse verkauft entsprechende Inhalte auf dem freien Markt.

      Heute im baa zum Thema mehr Zeit: Eine der Befragten: Nicht mehr nach Hause kommen und als erstes den Fernseher anstellen. Mal ein Buch lesen. Vier Bücher im Jahr sollten machbar sein.

      *nuff said*

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