Die TagesWoche baut ihr digitales Angebot aus

Die TagesWoche zündet die zweite Stufe: Nach der erfolgreichen Lancierung wird das digitale Angebot ausgebaut. Zu diesem Zweck organisiert sich die Redaktion neu.

Dani Winter, Redaktionsleiter

Die TagesWoche zündet die zweite Stufe: Nach der erfolgreichen Lancierung wird das digitale Angebot ausgebaut. Zu diesem Zweck organisiert sich die Redaktion neu.

Nach der erfolgreichen Lancierung der Wochenzeitung baut die TagesWoche ihr digitales Angebot aus. Dabei gilt das Prinzip «Online First»: Alle Inhalte werden online erfasst und an einem Newsdesk verarbeitet, von wo sie in die Zeitung oder in die digitalen Kanäle fliessen. Das digitale Angebot soll umfassend über das aktuelle Geschehen insbesondere in der Region informieren, gleichzeitig soll die Wochenzeitung ihren hintergründigen und analytischen Charakter weiter verstärken. Deutlich ausgebaut werden soll auch die Community. Die TagesWoche will kompetenten Wissensträgern eine Plattform bieten und so ihr Angebot mit unabhängigen, externen Beiträgen bereichern.

Dani Winter wird Redaktionsleiter

Mit der Umstellung der Workflows einher geht ein Umbau der Redaktionsleitung: Urs Buess, bisher Co-Redaktionsleiter, wird publizistischer Leiter und nimmt im neu gegründeten Verlegerausschuss Einsitz, mit dem die Stiftung für Medienvielfalt ihre Verlegerrolle aktiver wahrnehmen will. Ausserdem wird Buess als Autor tätig sein. Redaktionsleiter wird Dani Winter, der schon bei der Konzeption der TagesWoche mitwirkte und zuletzt als Produzent und Online- Koordinator tätig war. Remo Leupin bleibt Leiter Print. Er entwickelt die gedruckte Ausgabe der TagesWoche weiter.

TagesWoche in der Presselandschaft etabliert

Die TagesWoche hat sich seit ihrer Lancierung am 28. Oktober 2011 fest in der Basler Presselandschaft etabliert. Die wöchentlich erscheinende Zeitung hat eine beglaubigte Auflage von 22‘500 verkauften Exemplaren (WEMF 2012), die Website tageswoche.ch erreichte im April 121‘000 Besucher (Unique Clients gem. NET-Metrix Audit). Auf grossen Anklang stösst auch die iOS-App der TagesWoche, die bereits mehr als 20‘000-mal installiert wurde. Die TagesWoche- Community zählt aktuell über 9000 Mitglieder, darunter viele Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft.

Dani Winter (Jahrgang 1966, verheiratet) kam 1991 nach Basel, war u.a. Redaktor bei der Basler AZ und bei der Coopzeitung, bevor er 1997 die in.f.a.m. Medienbüro GmbH mitgründete, die Deutschschweizer Zeitschriften und Zeitungen (u.a. Beobachter, Facts, Weltwoche) mit journalistischen Erzeugnissen belieferte. Ferner begleitete er die Lancierung von bazonline.ch als Teil des heutigen Newsnet und wirkte als Berater für Social-Media-Aktivitäten.

Die TagesWoche wurde am 28. Oktober 2011 lanciert. Verlegerin ist die Stiftung für Medienvielfalt.

Konversation

  1. Ich bin erst seit kurzem App Nutzer der TagesWoche. Finde die App sehr toll gemacht. Übersichtlich und schnell komm ich so an Inhalte, die mich interessieren. Auch die Qualität der Beiträge überzeugt mehr als anderswo – weiterso!

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  2. In der Tat ist es gegenwärtig so, dass Werbung online die hauptsächliche Einnahmequelle ist. Das wird sich vorläufig kaum ändern, auch wenn ich an dieser Stelle gern auf die Möglichkeit hinweise, die TagesWoche freiwillig zu unterstützen. Wir sind davon überzeugt, dass unser Printprodukt seinen Preis wert ist, sei es im Abo oder am Kiosk. Natürlich können sich „Gratisleser“, wie Sie sie nennen, alle Inhalte der Zeitung zusammenklauben. Sie verzichten damit aber auf das, was eine Zeitung so toll macht: Sie ist eine komponierte und kuratierte Zusammenstellung von Inhalten, die so gestaltet sind (wobei wir uns immer besondere Mühe geben!), dass sie in gedruckter Form am besten zur Geltung kommen.
    Eine Zeitung kann man anfassen und mitnehmen, wohin man will, braucht keinen Strom, um sie zu lesen – aber was erzähle ich Ihnen das? Neben diesen Vorteilen hat die Zeitung einfach den Nachteil, dass Druck und Vertrieb Geld kosten, und zwar nicht zu knapp. Deshalb kostet sie auch vergleichsweise viel.
    Wir haben nicht im Sinn, eine schlechtere Zeitung zu machen – im Gegenteil! Deshalb befassen wir uns auch nicht mit der Frage, die Sie stellen: was passieren würde, «wenn die bezahlenden Leserinnen und Leser nun auch Gratisleserinnen und Gratisleser» würden. Uns geht es vielmehr darum, mehr Leserinnen und Leser zu gewinnen – und zwar auf allen Kanälen. Wer sich zu jenen zählt, die sich am Freitag auf die TagesWoche im Briefkasten freuen, wird sie abonnieren. Wer wissen will, wie toll sich das anfühlt, ist herzlich eingeladen ein Probeabo auszuprobieren. Die hohe Quote jener, die danach Abonnentinnen und Abonnenten werden, bestätigt uns im Glauben, nicht alles falsch zu machen. Die volle Dröhnung, wenn Sie diesen Ausdruck gestatten, bekommen Sie aber nur, wenn sie die TagesWoche gedruckt und digital konsumieren.
    Gerne beschliesse ich meine Ansprache mit dem Hinweis darauf, dass die TagesWoche ein journalistisches Projekt ist. Es geht uns darum, möglichst viel zur möglichst guten Informiertheit möglichst vieler Leute beizutragen. Das ist unsere Mission, und um sie zu erfüllen, gilt es so viele von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, wie möglich anzusprechen. Wir haben grosse Pläne und freuen uns auf Ihre Beteiligung.

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  3. Muss ich davon ausgehen, dass Werbung in der online-Ausgabe DIE Einnahmequelle ist? Werbung gibts aber online und in printform. Demzufolge subventionieren wir bezahlende Leserinnen und Leser die Gratisleserinnen und Gratisleser nicht. Immerhin bezahlen wir mit unseren Beiträgen Teile der Löhne. Im Gegensatz steuern die Gratisleserinnen und Gratisleser keinen WEITEREN Rappen dazu bei, denn Werbung als Einnahmequelle, da sind wir uns ja alle einig? gibt’s hier und dort. Was wenn die bezahlenden Leserinnen und Leser nun auch Gratisleserinnen und Gratisleser werden?

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  4. Nein, 4.50 sind nicht zu viel. Was mich stört, ist der Umstand, dass die Online-Zeitung gratis ist. Wenn es mir nicht zu blöd wäre, ständig vor dem Computer zu hocken, bekäme ich GRATIS mehr als das, was einmal in der Woche auf Papier erscheint. DAS stört mich.
    Mag sein, Herr Winter, dass die TAWO mit ihrer (teilweise) vermummten (aber registrierten!) Community bisher nicht schlecht gefahren ist. Die Frage drängt sich jedoch auf, welchen Nutzen anonyme Kommentare (und Registrierungen) für die Leser haben und ob die TAWO so viel schlechter gefahren wäre, wenn sich die Macher von Anfang an für Offenheit (also nur namentlich, und zwar unter dem echten Namen, geschriebene Kommentare) entschieden hätten.

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  5. Wie wäre es mit der Möglichkeit von unkommerziellen Kleinanzeigen. Die vermisst man in den Printausgaben schon bald vollständig. Es bleibt bald nur noch Migros und Coop.
    Es wäre vor allem praktisch, weil das im Internet sehr schnell und spontan sein kann.
    Z.B. Verkaufen oder verschenken, wenn man etwas nicht mehr braucht. Oder etwas suchen, was man sich im Grunde genommen nicht neu leisten kann.
    Oder, wenn man plötzlich krank wird, jemand suchen, der einem schnell einkauft oder schnell ein wenig putzt, bis es wieder besser geht. usw.
    Irgendwie sollte das dann auch übersichtlich gestaltet sein mit Rubriken, dass man auch findet, was man sucht.

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  6. Ich finde den in Ordnung. Was ich gut finde, ist dass, wenn man kein Abo hat, freien Zugang zu den Internet Beilagen hat und eine gute Woche später auch zu der Printausgabe über das Internet. Vor allem, wenn jemand sehr wenig Geld hat, kann er, auch wenn er sich das Abo nicht leisten kann, voll teilnehmen. In diesem Sinn sehe ich den Abopreis und den Preis am Kiosk so, dass es eine Zeitung für alle sein kann und nicht nur für die, die es sich leisten können.

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  7. Ist denn CHF 4.50 für eine Print Ausgabe der TAWO so viel ?. Also ich bezahle diesen Betrag gerne für etwa 3 Stunden Information und Unterhaltung. Entspricht etwa 1 Bier, 1/2 Päckchen Zigaretten, 1-2 Tropfen Parfum oder ich könnte sicherlich noch viele Beispiele anbringen. Erwarten wir nicht zuviel wenn wir denken dass einfach alles gratis sein muss oder nichts kosten darf. Also ich bezahle gerne für eine TAWO als dass ich mir 20 min reinziehe. Aus meiner Froschperspektive ist der Unterschied diesen eher kleinen Betrag wert.
    Liebe Tageswoche, die letzte Ausgabe war wieder mal eine Ausgabe die mir die paar Stunden des regnerischen Tages vergessen liessen. Danke

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  8. … für Ihr Lob und Ihre Anregungen. Der bevorstehende Umbau und die geplanten Neuerungen sollen so transparent wie möglich erfolgen. Geben Sie uns bitte ein bisschen Zeit, um das alles sorgfältig aufzugleisen, wer regelmässig vorbeischaut, kriegt alles hautnah mit und kann uns gerne Feedback geben.

    @Gaby Burgermeister: Wenn es tatsächlich so oft erfolglos versucht worden ist, spar ich mir die Mühe und versichere Ihnen ganz einfach: Mit Ihrem Print-Abo subventionieren Sie unser Online-Angebot nicht. Sie tragen vielmehr dazu bei, dass wir weiterhin eine erfolgreiche Zeitung machen können.

    Was die Pseudonyme angeht: Wie beim Abo-Modell haben wir uns bewusst für diese Vorgehensweise entschieden. Man kann zwar unter Pseudonym kommentieren, dafür muss man sich bei uns im Gegensatz zu anderen Medienseiten registrieren. Ich glaube behaupten zu dürfen, dass wir bislang ganz gut damit gefahren sind.

    Vielen Dank!

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