Dürr «entkrampft» die Basler Polizei

Wegen Differenzen mit dem oberen Kader muss Gerhard Lips seinen Posten räumen. Dieser Führungswechsel helfe, interne Probleme zu bewältigen, sagt Sicherheitsdirektor Baschi Dürr.

Wegen Differenzen mit dem oberen Kader muss Gerhard Lips seinen Posten räumen. Dieser Führungswechsel helfe, interne Probleme zu bewältigen, sagt Sicherheitsdirektor Baschi Dürr.

Die Differenzen im oberen Polizeikader hätten sich auch mit einem externen Mediator nicht klären lassen. Führungskultur und Rollenverständnis: daran sei es gescheitert, erklären Sicherheitsdirektor Baschi Dürr und mittlerweile Ex-Polizeikommandant Gerhard Lips vor den Medien. In den letzten zwei Wochen hätte sich ein Prozess in Gang gesetzt, der nun zur einvernehmlichen Trennung geführt hätte, sagt Dürr. Die Probleme sind damit aber noch nicht aus der Welt geschafft.

Dürr und Lips bemühen sich, die Trennung nicht mit den negativen Schlagzeilen der jüngsten Vergangenheit in Verbindung zu bringen. «Das Problem ist grundsätzlicher Natur und wurde durch die einzelnen, unabhängigen Vorkommnisse deutlich», sagt Dürr. Er möchte seinen bisherigen Kommandanten nicht en détail bewerten.

Weder Lips noch Dürr möchten die Probleme also konkret benennen. Sicher ist nur, dass der vorübergehende Leiter Martin Roth jetzt für Stabilität sorgen soll. Warum Dürr ihn und nicht den Vize-Kommandanten Rolf Meyer zum vorübergehenden Leiter erkoren hat, darüber möchte der Sicherheitsdirektor ebenfalls nicht ins Detail gehen. «Ich hatte zwei gleichrangige zur Auswahl und Roth schien mir der richtige Mann für die Aufgabe.»

Von ihm erwartet Baschi Dürr mehr Stabilität. Konkrete Massnahmen habe der interimistische Leiter bereits angedacht. Er behält sie aber noch für sich.

Konversation

  1. Was würden die Linken nur ohne Baschi machen?

    So lange linke RR-KandidatInnen Dürr im Wahlkampf angreifen, ihn abwählen wollen aber sich weigern, bei einer allfälligen Wahl, sein Departement zu übernehmen, finde ich linke Kritik ziemlich lächerlich und doppelmorallastig.

    Ich schrieb schon lange, dass das Problem Lips heisst. Schon unter Dürrs Vorgänger leistete er zweifelhalfte Aktionen. Dürr hat mit der Entlassung zuange gewartet, das muss man ihm vorwerfen.

    Er kann jetzt mit einer guten Besetzung beweisen, wie gut er in Personalpolitik ist.

    Wer Lips als Bauernopfer bezeichnet, verkennt die operative Verantwortung, welche alleine bei Lips lag.

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  2. Wir haben Baschi Dürr in Kenntnis seiner mangelnden Lebens- und Führungserfahrung in dieses Amt gewählt und auch bestätigt. Anstatt seine Erfahrungen in der Privatwirtschaft zu machen, absolviert er seine Lehrjahre nun in unserer Halbkantonsexekutive. Er wird seinen Weg machen und mit zunehmender Erfahrung auch besser werden. Basel darf stolz sein als Traingslager für zukünftige Magistraten herhalten zu dürfen. Kollaterlschäden müssen in Kauf genommen werden….

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    1. So ist es. Er muss nur noch ein paar Jährchen durchhalten, dann kann er unserem Heilsarmee-Bundesrat Johann Niklaus Schneider-Ammann-Schweiz-AG nachfolgen.

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  3. Man kann ja nicht die ganze Truppe entlassen, wenn die Resultate nicht stimmen. Also hat der Sportchef reagiert und den Trainer gefeuert. So sind die Spielregeln des Geschäfts.

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