Ein Besuch in der neuen Scientology-Zentrale in Basel

Die Eröffnung der neuen Scientology-Zentrale in Basel steht kurz bevor. Wir waren drin – zumindest ein wenig. Ausserdem zeigen Recherchen, wie sich die Sekte mit Immobiliengeschäften finanziert.

Nach den Vorstellungen von Hubbard: der neue Hauptsitz von Scientology Basel an der Burgfelderstrasse.

(Bild: Hans-Joerg Walter)

Die Eröffnung der neuen Scientology-Zentrale in Basel steht kurz bevor. Wir waren drin – zumindest ein wenig. Ausserdem zeigen Recherchen, wie sich die Sekte mit Immobiliengeschäften finanziert.

Transparenz sei das neue Credo der Basler Scientologen, sagt Präsident Patrick Schnidrig in die TagesWoche-Kamera. Das war vor einem Jahr. Vom angestrebten Imagewechsel von der undurchsichtigen Sekte zur weltoffenen spirituellen Gemeinschaft ist heute jedoch noch nicht viel zu spüren. Der Medientermin am neuen Hauptsitz fällt beinahe klandestin aus.

Wir werden gleich von zwei Mediensprechern empfangen, betreten die neue Zentrale der Scientology-Kirche Basel an der Burgfelderstrasse 215 im Iselinquartier durch den Hintereingang, gehen fünf Schritte durch einen frisch gefliesten Flur und finden uns in einem Kursraum wieder. In der Luft liegt der Geruch von Sägemehl, trotzdem ist alles blitzblank geputzt. Die Fensterstoren sind geschlossen, davor patrouilliert ein privater Sicherheitsdienst. Während rund um das Gebäude Überwachungskameras jeden Millimeter des Geländes filmen, ist uns das Fotografieren strikte verboten.




Die beiden Scientology-Mediensprecher Jürg Stettler und Rolf Moll. (Bild: Livio Marc Stöckli)

Wir setzen uns an einen Tisch. Rolf Moll, Mediensprecher Scientology Basel, und Jürg Stettler, Mediensprecher Scientology Schweiz und Deutschland, wollen den etwas gar diskreten Empfang nicht als Geheimnistuerei verstanden wissen. Scientology Basel liege es fern sich abzuschotten, betont Stettler. «Wir wollen die neue Zentrale zuerst unseren Mitgliedern zeigen, bevor wir sie für Medien und Öffentlichkeit öffnen», ergänzt sein Kollege Moll. «Die Mitglieder haben den Umbau des Bürogebäudes durch ihre Zuwendungen und Mitgliederbeiträge überhaupt erst ermöglicht.»

Der Raum erinnert an die Sprachlabors, wie es sie in gut ausgestatteten Schulhäusern gibt. Ungefähr 20 Arbeitsplätze sind aufgereiht, ausgerüstet mit CD-Playern. In einem Bücherregal stehen grell-bunte Bücher, die am Bahnhofskiosk im Bestsellerregal zwischen Schwedenkrimis und Selbsthilfeliteratur nicht auffallen würden. An der Wand prangt silbern ein riesiges Logo, auf dem ein Schriftzug das «goldene Zeitalter des Wissens» verkündet. Das Mobiliar erinnert an eine Hotelkette. Der Look ist halb Science-Fiction, halb Apple-Shop.

Seit mehreren Jahren geistert dieses Scientology-Zentrum durch die Medien, mal als «Sektentempel», mal als «Grosskirche» und mal als «Ideal Org» bezeichnet. Über Scientology kursieren die unheimlichsten und schrillsten Geschichten. Auf unzähligen Blogs berichten Aussteiger über psychologischen und sozialen Druck, über Schuldenberge und persönliche Krisen.

In Basel reicht das Misstrauen gegenüber der Organisation so weit, dass man sich grundsätzlich fragt, wie sich die Organisation einen solch prunkvollen Hauptsitz leisten kann. Denn die meisten Experten gehen davon aus, dass die Scientologen mit Mitgliederschwund zu kämpfen haben. Im Quartier fragt man sich, was von den neuen Nachbarn zu halten ist. Die Skepsis reicht bis zur offenen Ablehnung.

Will man vom Widerstand erzählen, kommt man um Thomas Erlemann nicht herum. Er war im Lokalfernsehen und in allen Zeitungen, Erlemann ist das Gesicht des Protests gegen Scientology. Er ist der unbequemste Störenfried der Hubbard-Show, ist das, was Scientology einen «Unterdrücker» nennt. Unlängst hat ihm Sektensprecher Rolf Moll schriftlich ein «Haus-, Gebäude- und Grundstückverbot» erteilt, nachdem er versucht hat, eine Überwachungskamera am Eingang von der Strasse wegzudrehen. Die Kamera fiel zu Boden und die Sekte kündigte eine Strafanzeige an.

Passiert ist bisher noch nichts. «Das gehört zum Spiel», sagt Erlemann und lächelt nervös. Auch er hat mit Anzeige gedroht, nachdem ein Security-Mann einen seiner Mitstreiter bis zum Bahnhof SBB verfolgt haben soll. 



Quartieraktivist Thomas Erlemann hat sich seine Meinung über die neue Scientology-Zentrale gebildet.

Quartieraktivist Thomas Erlemann hat sich seine Meinung über die neue Scientology-Zentrale gebildet.

Erlemann sitzt im Café Beau-Site, ganz in der Nähe des neuen Zentrums. Wahrscheinlich die einzige Beiz in Basel, in der das Fumoir grösser ist als der Nichtraucherteil. Das Beau-Site sei eine Art Quartiertreffpunkt, sagt Erlemann. Gegenüber, im Isaak Iselin, geht seine Tochter zur Schule, seine Wohnung liegt ein paar Strassen weiter. Das Iselin ist sein Quartier. Und das will er schützen: «Diese Firma hat bei uns nichts verloren.»

Diese Firma, das ist Scientology, in seinen Augen eine Geldmaschine, die Spiritualität nur vorgaukelt, um die Anhänger bis zum letzten Franken auspressen zu können. 

Erlemanns Mittel sind bescheiden. Er nutzt sein eigenes «Quartiersekretariat Iselin», um den Widerstand am Leben zu halten. Früher hat er dort günstig Steuererklärungen für Quartierbewohner ausgefüllt, er hatte einen Kopierer. Doch die Rechnung ging nicht auf. Jetzt ist das Sekretariat wieder aktiv, online. Den Webauftritt konnte er durch Spenden bezahlen.

«Klar», räumt er ein, «hoffe ich, dass der Protest mir nützt.» Mit der gewonnenen Aufmerksamkeit will er die Dinge angehen, die wichtiger sind für ihn als der gesichtslose Kasten der Sekte. Er träumt von einem Kindertreff, von sauberen öffentlichen Toiletten, davon, Kritzeleien an den Wänden durch künstlerische Graffiti zu ersetzen. Von Dingen, die das Quartier dringender brauche als Scientologen.

Erlemann will verhindern, dass im Iselin-Quartier auch nur eine Tür aufgeht, wenn Scientology anklopft.

Er weiss, dass er die Sekte in seinem Quartier nicht aufhalten kann. Aber er hofft, dass sie irgendwann aufgibt, finanziell ausblutet. Bis dann wollen er und vier, fünf Mitstreiter verhindern, dass sie neue Mitglieder anwerben. Seine Aktionen: Protestgrillieren vor dem Haus gegenüber, Ansteckbuttons verteilen und bei der Eröffnung die Autofahrer zum Hupen auffordern. Vielleicht lässt er die Hupaktion auch sein: «In der Nähe hat es ein Altersheim, wir wollen die Bewohner nicht erschrecken.»

Zunächst will Erlemann, politisiert in der Anti-AKW-Bewegung und der alten Stadtgärtnerei, in der Schule seiner Tochter vorsprechen. Er hat gehört, Scientology wolle günstig Nachhilfestunden für Schüler anbieten. Erlemann will verhindern, dass im Iselin-Quartier auch nur eine Tür aufgeht, wenn Scientology anklopft.

Mit der Kritik von Erlemann kann man bei Scientology wenig anfangen. Stettler spricht von «teilweise diffamierenden Behauptungen». Die Befürchtungen aus dem Quartier sind für ihn «wilde Spekulationen».

Seiner Meinung nach ist die Geschichte schnell erzählt: «Wir ziehen um vom Herrengrabenweg an die Burgfelderstrasse, wo wir mehr als doppelt so viel Platz haben. Das ist alles.» Aber die Scientologen wurden in Basel schon immer misstrauisch beobachtet. In den 90er-Jahren, weil sie auf offener Strasse aggressiv um Mitglieder warben; heute, weil sie mitten in einem Wohnquartier ein auffälliges Zentrum errichten.

Was ist nun also diese Ideal Org genau? Was geschieht hier und wozu brauchen die Basler Scientologen ein solches Zentrum?

Das Ziel ist ein Zustand, in dem Raum, Zeit und Materie keinerlei Bedeutung mehr haben.

«Wir bieten in diesen Räumen hier unsere Dienstleistungen an, also Auditing und Kurse», sagt Stettler. Die religiöse Praxis eines Scientologen besteht aus diesen beiden Aktivitäten. In den Kursen werden Schriften und Vorträge von Gründer L. Ron Hubbard gelehrt und studiert. Beim Auditing widmet sich der Gläubige zusammen mit einem Betreuer der Optimierung seines Geistes. In endlosen Sitzungen und Stunden des Studiums werden so die Stufen der sogenannten «Brücke» erklommen, das Ziel ist die totale geistige Freiheit. Ein Zustand, in dem Raum, Zeit und Materie keinerlei Bedeutung mehr haben.

«Eine Ideal Org ist ein Ort, der genau nach den Vorstellungen von Hubbard aufgebaut ist», erklärt Stettler. Die Auflagen aus den USA seien streng. Scientology funktioniert nach einer Art Franchising-Modell. Wer offiziell als Scientologe auftreten und Kurse oder Auditing anbieten will, muss Lizenzgebühren an das sogenannte RTC (Religious Technology Center) bezahlen. Diese würden rund fünf Prozent des Gesamtumsatzes betragen, sagt Stettler. Das RTC wacht über den Nachlass von Hubbard, man könne es sich als eine Art «Vatikan der Scientologen» vorstellen. Auch die Lehrmittel und Studienunterlagen – von Scientologen als «Technologie» bezeichnet – können nur über das RTC bezogen werden. Ohne RTC kann ein Scientologe seinen Glauben folglich nicht ausüben. Dieser strengen Hierarchie hat Scientology ihren Ruf als «Sektenkonzern» zu verdanken.

Das RTC erlaubt den Basler Scientologen in ihrer Ideal Org, Kurse und Auditing bis zur Stufe «Clear» anzubieten. Wer auf der «Brücke» weiter nach oben steigen will, muss zu den höheren Organisationen in Kopenhagen oder London reisen. Diese Kurse sind kostspielig. Stettler spricht von 2500 Franken für rund 12 Stunden Auditing, Aussteiger nennen deutlich höhere Beträge.

Verpflichtungen zur Arbeit ohne Lohn

Bringe jemand das Geld für Kursgebühren und Auditing nicht auf, habe er die Möglichkeit, sich als «hauptamtliches Mitglied» zu verpflichten, sagt Stettler. «Eine solche Verpflichtung kann zweieinhalb oder fünf Jahre dauern.» Lohn gibt es dafür nicht, einen Arbeitsvertrag ebensowenig. Als Gegenleistung für unzählige strenge und lange Arbeitseinsätze (Beschreibung eines Aussteigers) werden lediglich die AHV-Gebühren sowie eine kleine finanzielle «Entschädigung» ausgerichtet. Diese «Entschädigung» beläuft sich je nach Aussage auf einige hundert (Stettler) oder weniger als 50 (Aussteiger) Franken pro Woche. Fest steht, leben kann man davon nicht, wie auch Stettler bestätigt. «Wer hier arbeitet, tut dies aus ideologischen Gründen», fügt sein Kollege Moll an.

Die Handwerker auf der Baustelle am neuen Hauptsitz dürften eine härtere Währung bevorzugen. Also hat die Scientology-Kirche Basel in den letzten Jahren bei ihren Mitgliedern fleissig um Spenden gebeten, um den «einstelligen Millionenbetrag» (Präsident Schnidrig) zu sammeln. Passend zur Unternehmensphilosophie geht mit einer Spende bei Scientology auch ein Statusgewinn einher. Je nach Betrag darf sich ein Spender «Genius», «Humanitarian» oder «Civilization Builder» nennen.

Verheissungsvoll: Der Spendenaufruf der Basler Scientologen.

Mit Videos wurden die Mitglieder dazu ermuntert, tief in ihre Taschen zu greifen. Auf wieder anderen Videos werden die Spender bejubelt und mit viel Glitter und Zeremonien gefeiert. Eine kleine Gruppe von Basler Scientologen ist auf allen diesen Videos zu sehen. Zu den fleissigsten Spendern gehören demnach Rudolf Flösser (Leitender Direktor Scientology Basel), Patrick Schnidrig (Präsident Scientology Basel) sowie Brigitte und Pius Widmer.

Auffällig dabei: Alle sind sie im Immobiliengeschäft tätig. Das legt den Schluss nahe, dass das neue Scientology-Zentrum massgeblich mit Einnahmen aus diesen Geschäften finanziert wurde. Recherchen zeigen nun das Geschäftsmodell des Scientologen-Netzwerkes auf, das mit Immobiliendeals im Iselin- und Spalenquartier Millionen umsetzt. Der TagesWoche liegen Informationen über vier Projekte an der Eulerstrasse, der Hebelstrasse, der Türkheimerstrasse und dem Spalenring vor.

Den Vorgang erklärt Flösser auf seiner Firmenwebsite gleich selbst: «Nebst anteilsmässig sehr geringen Investitionen in den Bau und die Sanierung von erlesenen Gewerbeliegenschaften, Mietobjekten und Einfamilienhäusern liegt die Hauptaktivität und Kernkompetenz der DFT (Dr. Rudolf Flösser Treuhand GmbH, die Red.) in der Umwandlung von Mietwohnungen zu Stockwerkeigentum.» Das Sekten-Netzwerk um Flösser kauft alte Liegenschaften, wirft die Mieter raus und veräussert den sanierten Bau als Stockwerkeigentum an Private.

In allen vier genannten Fällen waren sowohl Flösser als auch Brigitte Widmer involviert. Das Projektmanagement geschieht über Flössers Treuhandfirma, wie aus einem Projektprospekt hervorgeht. Flösser führt überdies sämtliche Projekte auf seiner Website auf. Als Käufer tritt die Swiss Immo Trust AG auf, wo Flösser einst im Verwaltungsrat war. Marketing und Verkauf der Eigentumswohnungen schliesslich führt die Welcome Home Immobilien GmbH durch. Auf deren Website ist die Scientologin Brigitte Widmer als «Leiterin Marketing und Verkauf» aufgeführt. In einem Fall trat Widmer auch als Zwischenhändlerin zwischen der Swiss Immo Trust und dem endgültigen Käufer auf. Ein Aussteiger berichtet, dass dieses Geschäftsmodell seit Jahren so praktiziert werde und viele Mitarbeiter dieser Unternehmen zu Scientology gehören.

Flösser lässt über Mediensprecher Rolf Moll ausrichten, dass er diese Recherchen nicht kommentieren will. Seine privaten Geschäfte hätten nichts mit seiner Tätigkeit bei Scientology zu tun.

Auch Patrick Schnidrig ist mit seiner Burgfelder Immobilien AG rege auf dem Basler Immobilienmarkt tätig. So gehört ihm etwa das Grundstück, auf dem die neue Zentrale steht. Ausserdem plant er auf dem Nachbargrundstück einen Neubau mit Wohnungen und Geschäftsräumen.

Materielle Werte statt geistiger Erfüllung

Geld und Immobilien seien in den letzten Jahren innerhalb von Scientology Basel zu einem derart wichtigen Thema geworden, dass zahlreiche Scientologen sich zu einem Austritt entschieden haben, erzählt ein ehemaliges Mitglied. So habe insbesondere der Druck zu spenden zugenommen. «Irgendwann wurden wir in jeder Pause zwischen den Kursen zum Spenden gedrängt, die Inhalte und die Lehre wurde zweitrangig. Da hat es mir gereicht und ich bin gegangen», sagt der Aussteiger weiter.

Die amerikanische Lizenzgeberin RTC erhöht den Druck laufend. So wurde unlängst die «zweite Phase des goldenen Zeitalters des Wissens» eingeläutet. Die Folge: Sämtliche Lehrmittel wurden neu aufgelegt. Jede Mission und jede Scientology-Kirche musste sich komplett neu eindecken, wenn sie weiter praktizieren wollte. Der Kostenpunkt für die Basisausstattung, über die jede Mission (die kleinste Organisationseinheit) verfügen muss, liegt gemäss einem Aussteiger bei rund 100’000 Franken. Die Geldmacherei wurde sogar einem hochrangigen Basler Scientologen zu viel. Der Tscheche Hanja Mrkos hat der Organisation im Herbst den Rücken gekehrt, weil er die Auflagen des RTC nicht mehr akzeptieren wollte, wie auf einem Blog zu lesen ist.

Die Literatur im brandneuen Kursraum ist ebenso neu und noch in Folie eingeschweisst. Die beiden Mediensprecher haben andere Sorgen. Die Eröffnung des neuen Zentrums steht im April an und noch fehlen zahlreiche Mitarbeiter. Diese sollen während den Öffnungszeiten die Betreuung, Schulung und Auditierung der Scientologen gewährleisten. Stettler will zwar bereits über 100 Mitarbeiter gefunden haben, «ein, zwei Dutzend braucht es aber noch». So oder so, die goldenen Zeiten von Scientology sind in Basel vorbei. Das räumt auch Stettler ein. «Die Hauptexpansion in der Schweiz fand in den 80er-Jahren statt. Zwar nehmen die Mitgliederzahlen immer noch leicht zu, aber wir haben keinen grossen Zulauf mehr.»

Von der Neueröffnung versprechen sich Stettler und Moll durchaus auch eine grössere Attraktivität des Basler Scientology-Ablegers. «Es ist denkbar, dass dann auch Scientologen aus anderen Teilen der Schweiz zu uns kommen, um Kurse zu belegen», sagt Moll. Zuerst jedoch muss das neue Zentrum offiziell eröffnet werden. Dann werden wohl auch die Storen nach oben gezogen.

Konversation

  1. Gern geschehen.

    Ein Frage noch: Stimmt es, dass Myhstkävitsch (ist das phonetisch korrekt?) auch kommt? Pilotiert von John und bebodygarded von Tom?

    Das wär mal was. Dafür würd‘ ich direkt ein Grundkürsli belegen.

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  2. @m Cesana
    Wenn Sie mir Ratschläge erteilen wollen, dann müssen Sie schon einen Leistungsausweis haben. Erfolgreich Kinder gross gezogen, oder ein Manager in guter Stellung so was in dieser Art. Was ich aber vermute ist, dass diese Ideen die sie mir vortragen aus irgendeiner Schmuddel Ecke kommen.

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  3. @ Peter Frank
    Ich kenne Sie nicht, dennoch etwas Realität als Versuch:
    1. Wenn Sie dabei sind, dürfte inzwischen eine zunehmende Beratungsresistenz aufgetreten sein.
    2. Wenn noch nicht, muss ich Sie vor dieser Organisation warnen.
    Ich beziehe mich auf: „http://scientologyschweiz.ch/“
    – „Religiöse Praktiken, die darauf ausgerichtet sind, diese letztendliche Wirklichkeit zu verstehen, zu erreichen oder mit ihr in innige Verbindung zu treten.“: Dies ist per se Unsinn: Der Mensch ist in keiner Weise in der Lage, die gesammte Wirklichkeit zu kapieren, da er auch nur einen beschränkten Erfahrungshorizont hat. Daher ist dies nicht erreichbar.
    Wer es für viel Geld, o.ä. verspricht, hat sich von der realen Wahrheit entfernt. Er ist entweder ein Verblender oder ein Selbstverblendeter.
    Es sind genügend Forscher daran, diese Welt aufzuklären, stossen aber immer wieder auf Unbekanntes. Wer mehr vorgibt, spricht nicht die Wahrheit.

    – „L. Ron Hubbards Maxime ist, dass nur das für einen wahr ist, was man selber beobachtet hat.“
    Das ergibt höchstens eine persönliche Wahrheit, die je nach psychischem Zustand sogar wandelbar ist wie das Aprilwetter. Ich hoffe nicht, dass Sie ihren Kindern einmal alles selber erfahen lassen, da es tödlich sein kann. Ein wichtiger Teil einer Kultur ist die Weitergabe an Wissen und Erfahrung. Die Menschheit wäre längst gestorben, wenn jeder Mensch darauf bestehen würde, selber giftige von ungiftigen Dingen selber unterscheiden zu lernen.

    – Alles hat Nebenwirkungen, die aber oft verschwiegen werden. Süsses macht dick, Alkohol kann süchtig machen und etwas, was immer wieder kostet, kann am Ende viel zu teuer sein. Im psychischen Breich gibt es auch das Risiko der Persönlichkeitsschädigung. Was nützt es einem, wenn man ein „OM-Erleuchteter“ ist, aber die anderen einen irgendwie nur noch für schräg halten, weil man sich von der allgemeinen Welt entfernt hat. Dann kann man nur noch „auf Spezialsubstrat“ leben, ansonsten man eingeht wie eine Wasserpflanze in der Sahara.

    – Einfache Fragen:
    Macht es frei oder bin ich danach irgendwo angebunden?
    Führt es mich von den normalen guten Menschen in meiner Umgebung weg?
    Nähere ich mich damit der Welt oder entferne ich mich damit von ihr?
    Ist es menschenfreundlich, weil der Mensch halt nicht perfekt ist, oder geht es um eine Elite, zu der man am Ende dazu gehören soll (was auch nur versprochen ist)?
    Falls es schief geht, gibt es einen Weg zurück ausser den Suizid?
    Woher kommt die Gewissheit der Verdammnis in der Lehre? Oft ist es ein simples Erpressungsmittel.

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  4. Unter einer Diskussion verstehe ich etwas anderes. In den Kommentaren ist überwiegend ein Missmacherverein aktiv der seine Kommentar abgibt und die sind unterste Schublade.

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  5. @Peter Frank:
    Soso, sachlich hätten Sie’s gern.

    Also nennen Sie Ihre Organisation zuerst mal nicht Kirche, sondern eine Firma.
    Legen Sie Ihr wirkliches Businessmodel offen.
    Dann vielleicht können wir anfangen sachlich zu kommunizieren.

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  6. Scientology Strategie Anwerbung:

    Ein Mitglied tut so, als wäre er an Scientology interessiert und begründet sein Interesse mit Unvoreingenommenheit; stellt erstmals nichts in Frage, ist scheunentoroffen gegenüber der Ideologie; stellt sich naiv.

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  7. @ chröttli:
    Wenn man sich etwas schenken lässt, geht auch etwas der Geist des Schenkers auf einen über.
    Ich würde mir dreimal überlegen, welchen Geist ich mir in den eigenen Kopf setze. Der von Scientology ist aus meiner Sicht nicht sauber und kann daher nicht empfohlen werden.
    Das, was Scientology anpreist und in Kursen verhökert, hat ausser in einer wohl sehr speziellen Wellness-Szene sicher keine allgemeine Anerkennung und Bestätigung gefunden und bewegt sich damit klar ausserhalb des Normalen. Auch in einem allgemein anerkannten Gesundheitswesen fanden die Ideen von Scientology bisher keinen Eingang und sind auch nicht in üblichen Lehrbüchern ausgeführt.
    Damit handelt es sich um ein vereinsinternes Wissen o.ä., bzw. was dafür gehalten wird.
    Einen Weg in den Alltag hat es bisher nicht gefunden.

    Vielleicht ist das auch gut so.
    Vielleicht sollte man die Vereinsmitglieder unter sich lassen.
    (….so wie die 200%-igen Schweizer Patrioten auch.)

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