Europäischer Gerichtshof urteilt: Basler Kinder gehören in den Sexualkunde-Unterricht

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte stützt eine Basler Schule, die keine Dispensionen für den Sexualkunde-Unterricht akzeptieren wollte. Die Eltern waren gegen diesen Entscheid vorgegangen.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte wertet den Nutzen des Sexualkunde-Unterrichts höher als die Argumente der Familie, die sich dagegen gewehrt hat.

Ihre damals siebenjährige Tochter sollte dem Sexualkunde-Unterricht an einer Basler Schule fernbleiben dürfen. Das forderte eine besorgte Mutter, die sich auf das Recht der Achtung des Privat- und Familienlebens stützte sowie das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit.

Als sie bei der Schule mit diesem Anliegen abblitzte, zog die Mutter den Streit durch alle Instanzen bis vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR). Dieser urteilte heute, dass die Grundrechte der Familie nicht verletzt wurden, wie unter anderem Watson berichtet.

Bis zum EGMR hatten alle Instanzen den Entscheid der Schule gestützt, dass das Mädchen nicht vom Sexualkunde-Unterricht befreit werden muss. In der Begründung aus Strassburg heisst es, Ziel dieses Unterrichts sei, Kinder vor sexuellen Übergriffen und Missbrauch zu schützen. Es sei ein wichtiger Bestandteil der Schulerziehung, «die Kinder auf die Realitäten der Gesellschaft vorzubereiten».

Watson: «Basler Sexualkundeunterricht verletzt keine Grundrechte»

Konversation

  1. Hier steht man Stütze eine Schweizer Schule, in anderen Medien eine Basler Famillie. Und natürlich lässt man den Hauptauslöser wieder mal schön weg. Es war nicht Famillie Müller, reformiert, die im Gotthelfquartier wohnt. Den Rest könnt Ihr Euch selber denken.

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    1. @Bebbi: aber es war halt nicht die reformierte Familie Müller. Immer dieses Schönreden von Fakten und diese Blindheit auf dem linken Auge.

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    2. Und was spielt das für eine Rolle? Sind wir also wieder soweit, dass nach Ansicht von Peter Meier der Rechtsweg nur nach Vorlegen des Arierscheins angerufen werden darf?

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    3. Arierschein ? Vielleicht sollte einfach der Hauptgrund für den Konflikt genannt werden, es ist nicht der Sexualkundeunterricht sondern die religiöse Zugehörigkeit. Wenn es so ist wie ich vermute muss das „Schweizer Paar“ die Verfahrens- und Gerichtskosten ja nicht mal selber berappen, diese werden von einem Geschäftsmann übernommen.

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  2. Im konkreten Fall ging es um eine 7-Jährige. Aber die Tawo zeigt – wie übrigens alle anderen Online-Medien auch – natürlich wieder dieses reisserische Foto mit dem Inhalt der Sexbox ab 5. Schuljahr. Und dann wundert man sich nachher über das Diskussionsniveau.

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