Gegen Kürzungen: Baselbieter Kulturfreunde gehen auf die Strasse

Rund 200 Freunde und Anhänger der Baselbieter Kultur gingen am Mittwoch in Liestal auf die Strasse, um gegen die geplanten Kürzungen zu demonstrieren.

«Stopp Kahlschlag!» Eindeutige Botschaft, bunter Andrang.

(Bild: Jeremias Schulthess)

Rund 200 Freunde und Anhänger der Baselbieter Kultur gingen am Mittwoch in Liestal auf die Strasse, um gegen die geplanten Kürzungen zu demonstrieren.

Mit einem grossen «Stopp Kahlschlag!»-Plakat standen am Mittwoch ab 15.15 Uhr rund 200 Kulturschaffende vor dem Regierungsgebäude in Liestal und verliehen ihrer Wut Ausdruck. 390’000 Franken will die Baselbieter Regierung 2016 bei der Kultur einsparen. Bis 2017 will der Kanton die jährlichen Kulturausgaben um insgesamt 785’000 Franken kürzen.

Dagegen hat SP-Landrat Jürg Degen ein Postulat eingereicht, das verlangt, dass die Sparmassnahmen rückgängig gemacht und die eingesparten 390’000 Franken zurückgezahlt werden. 



Arme weg: Mithilfe einer Marionette wurden die Konsequenzen der Sparmassnahmen in der Kultur vorgeführt. 

Arme weg: Mithilfe einer Marionette wurden die Konsequenzen der Sparmassnahmen in der Kultur vorgeführt.  (Bild: Jeremias Schulthess)

Die Unterstützer des Postulats erschienen zahlreich und verteilten Infoblätter:




Der Auftritt des Landrats auf dem Balkon des Regierungsgebäudes sprach derweil Bände:


 

Jürg Degens Postulat wird am Donnerstag im Landrat verhandelt. Sollte es keine Chance haben, will die Fachkommission Kultur ein Änderungspostulat einreichen, das verlangt, dass die Unterstützung für den BL-Kunstkredit fürs Jahr 2016 von den geplanten 50’000 auf 150’000 Franken aufgestockt wird.

 

Worum gehts genau?

Die finanziellen Probleme des Kantons Baselland sind trotz angekündigter Finanzspritze von Basel-Stadt noch lange nicht gelöst. 390’000 Franken will die Baselbieter Regierung im Budget 2016 bei der Kultur einsparen. Bis 2017 will der Kanton die jährlichen Kulturausgaben um insgesamt 785’000 Franken kürzen. Für einige Baselbieter Institutionen bedeutet dies das Aus. Dagegen hat SP-Landrat Jürg Degen am 16.12. ein Postulat eingereicht, das verlangt, dass die eingesparten 390’000 Franken zurückgezahlt werden. Hinter diesem Postulat stehen auch die Kunstschaffenden, die sich im November mit einer Resolution aus der Feder von Künstlerin Irene Maag (hier gehts zu ihrer Stellungnahme in der TagesWoche) zu Wort meldeten.

Mehr Informationen zum Thema finden Sie hier: 

Wieso braucht es auch im Baselbiet eine lokale Kunstförderung? 

Baselland spart 785’000 Franken in der Kulturförderung

Konversation

Nächster Artikel