Gehören Sie zu den Spitzenverdienern?

Wie sind die Einkommen in der Schweiz verteilt? Der neue «Verteilungsmonitor» von BAK Basel und dem WWZ gebe eine wissenschaftlich fundierte Antwort, schreiben die Macher. Wir haben mit den Daten einen Rechner gebaut, damit Sie die Einkommensverteilung in der Schweiz selbst erfahren können.

Wie sind die Einkommen in der Schweiz verteilt? Der neue «Verteilungsmonitor» von BAK Basel und dem WWZ gebe eine wissenschaftlich fundierte Antwort, schreiben die Macher. Wir haben mit den Daten einen Rechner gebaut, damit Sie die Einkommensverteilung in der Schweiz selbst erfahren können.

Mit Haushaltseinkommen ist das verfügbare Einkommen gemeint. Das heisst das Bruttohaushaltseinkommen abzüglich Sozialbeiträge, Steuern, Krankenkassenprämien sowie Transferzahlungen. Bitte beachten Sie die Anzahl Haushaltmitglieder: Die erste erwachsene Person im Haushalt hat ein Gewicht von 1, weitere im Haushalt lebende Personen über 14 Jahre eines von 0,5, Kinder bis 14 Jahre eines von 0,3. Beispiel: Drei-Personen-Haushalt mit zwei Erwachsenen und einem 2-jährigen Kind, verfügbares Einkommen geteilt durch 1,8 (=1+0,5+0,3).

Wie sind die Einkommen in der Schweiz verteilt? Öffnet sich die Einkommensschere immer weiter? Kriegen Topverdiener immer mehr? Solche Fragen seien in den letzten Jahren wieder häufiger aufgeworfen worden, sagt Brigitte Guggisberg, Geschäftsleiterin des WWZ-Forums, der Schnittstelle zwischen Universität und regionaler Wirtschaft.

Aus diesem Grund hat das WWZ gemeinsam mit dem Forschungsunternehmen BAK Basel die Einkommensverteilung in der Schweiz untersucht. Die Erkenntnisse sollen auch der Öffentlichkeit dienen, daher werden die Daten laufend im Internet unter verteilungsmonitor.ch publiziert. Den aktuellen Resultaten sollen nächstes Jahr weitere folgen.

Zahlen aus dem Verteilungsmonitor

Das neue Instrument liefert auch schon erste Anhaltspunkte über die Einkommensverteilung in der Schweiz: Die Schere hat sich von 2007 bis 2012 etwas geschlossen. Wie die Einkommensverteilung ist, wird mit dem Gini-Koeffizienten gemessen, der Koeffizient kann zwischen 0 und 1 liegen. Ist der Wert 0, haben alle Menschen ein gleich hohes Einkommen, liegt der Wert bei 1, dann hat einer alles. Seit 2007 ist in der Schweiz der Wert von 0,34 auf aktuell 0,32 gesunken.

«Für einen so kurzen Zeitraum ist die Veränderung beachtlich», sagt Martin Eichler, Chefökonom von BAK Basel. Dass die Einkommen wieder gleicher verteilt sind, führt der Ökonom auf einen schwächeren Anstieg der höchsten Einkommen zurück. Zudem seien auch die Armuts- und die Sozialhilfequote rückläufig gewesen, was sich auf das untere Ende des Einkommensspektrums auswirkt.

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Gehören Sie zu den Spitzenverdienern? Oder doch eher zu den Einkommensschwachen? Wir haben die Daten des WWZ und des BAK Basel in einen Rechner integriert, der spielerisch die Einkommensverteilung in der Schweiz zeigt.

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