Gelb ist Trumpf

Beim Fasnachtsumzug in Sissach wollen Teilnehmer und Besucher vor allem etwas: Spass. Und der kam auch dieses Jahr nicht zu kurz.

Bei diesen Krankenschwestern war der Haarschopf in dominantem Gelb.

(Bild: Martin Stohler)

Beim Fasnachtsumzug in Sissach wollen Teilnehmer und Besucher vor allem etwas: Spass. Und der kam auch dieses Jahr nicht zu kurz.

In früheren Jahren – namentlich vor der Abstimmung über die Kantonsfusion – war Baselbieter-Stab-Rot am Umzug in Sissach die vorherrschende Farbe. Dieses Jahr scheint ihm Gelb den Rang abgelaufen zu haben. Warum das so ist, konnte mir niemand erklären.

Man könnte in dieser Dominanz von Gelb einen versteckten Versuch sehen, chinesische Investoren ins Baselbiet zu locken. Angesichts der Baselbieter Finanzen eine plausible Vermutung, die sich bisher allerdings nicht erhärten liess.

Lassen wir daher die Spekulationen und wenden uns den Fakten zu. Politische Themen waren am Umzug eher selten. Am Strassenrand bemerkte die TagesWoche immerhin eine Gruppe von «Mexikanerinnen» in bunten Ponchos und mit dem landestypischen Sombrero, die gegen Trump protestierten.

Am Umzug selber spielten die Sissacher Zapfhääne den Brexit aus (ohne allerdings den Austritt Sissachs aus dem Kanton zu propagieren). Lokalpolitisches fehlte auch nicht ganz: So griffen die Büchel-Spränger die kurze Zeit aufflackernde Diskussion einer Gemeindefusion von Sissach und Zunzgen wieder auf. Und auch die vor hundert Jahren eingegangene Bahn von Sissach nach Gelterkinden wurde thematisiert (das Läufelfingerli lässt grüssen).



Gibts was oder doch nur Konfetti?

Gibts was oder doch nur Konfetti? (Bild: Martin Stohler)

Ansonsten wollten die Teilnehmer und Besucher des Sissacher Fasnachtsumzugs vor allem eines: Spass. Den gab es – und dazu Konfetti in rauen Mengen sowie Täfeli für kleine und grosse Schleckmäuler.

Und auch das ist Sissacher Fasnacht: Dieses Jahr als Special Guest mit dabei: die Wiler Tüüfelsgilde 1595.



Zu Gast in Sissach: Wiler Tüüfel.

Zu Gast in Sissach: Wiler Tüüfel. (Bild: Martin Stohler)

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