«Grössenwahn darf sein, sonst entsteht nicht Aussergewöhnliches»

Hochhäuser ermöglichen Verdichtung, bieten eine tolle Aussicht und dienen der Angeberei. Das sei gut so, sagt Fortunat Dettli von Morger und Dettli Architekten.

(Bild: Nils Fisch)

Hochhäuser ermöglichen Verdichtung, bieten eine tolle Aussicht und dienen der Angeberei. Das sei gut so, sagt Fortunat Dettli von Morger und Dettli Architekten.

Fortunat Dettli, was macht aus einem hohen Haus ein Hochhaus?

Ich selber spreche eigentlich lieber von hohen Häusern als von Hochhäusern. Man baut heute hohe Häuser, weil dies technisch möglich ist und keine allzu grossen Probleme bereitet. Inhaltlich geht es um Verdichtung, ein Schlagwort, das man im Moment sehr oft hören kann. Auch Machtdemonstration und Prosperität spielen eine Rolle, was ich aber nicht eigentlich negativ verstehe. Die Stadt Basel, die sich lange ziemlich gemässigt gab, traut sich nun, in die Höhe zu bauen – wirklich in die Höhe, wenn man den Roche-Bau oder die Roche-Bauten nimmt. Der neue Hauptbau für die Hochschule für Gestaltung und Kunst hingegen ist für mich ein hohes Haus und nicht eigentlich ein Hochhaus. Das Gebäude beabsichtigt mit seinen Dimensionen eine Akzentuierung inmitten einer einheitlichen Überbauungsstruktur. Natürlich soll der Bau in dieser Umgebung ein besonderes Zeichen setzen, das seiner besonderen Nutzung gerecht wird.

Der HGK-Bau am Dreispitz, den Sie entworfen haben, ist 47 Meter hoch. Warum wollen Sie in diesem Fall nicht von einem Hochhaus sprechen?

Vielleicht liegt es daran, dass der Begriff Hochhaus noch immer belastet ist in der Öffentlichkeit, es schwingt noch immer etwas Negatives mit, wenn davon die Rede ist. Das haben wir beim Claraturm-Projekt stark zu spüren bekommen. 

«Wenn Roche in die Höhe bauen möchte, dann kann sie das – wir sind in Basel so konditioniert.»

Beim Claraturm kommen Sie aber nicht darum herum, von einem Hochhaus zu sprechen. Beim neuen Bau 1 der Roche schon gar nicht.

Der Roche-Turm ist natürlich ganz klar ein Hochhaus, ein eigentlicher Wolkenkratzer. Der Bau spaltet denn auch die Meinungen, nicht nur unter Laien, sondern auch unter Experten: Die einen geraten ins schwärmen, andere wiederum beklagen den Niedergang des gewohnten Stadtbildes. Für mich gehen beide Seiten zu weit. Ich möchte die Auswirkungen dieses Baus auf die Stadt nicht überbewerten. Ich empfinde den Roche-Bau auch als Experiment, über das man durchaus diskutieren muss – eigentlich mehr, als dies tatsächlich getan wird, aber nicht so überhitzt. Letztlich muss man doch einfach konstatieren: Wenn Roche in die Höhe bauen möchte, dann kann sie das – wir sind in Basel so konditioniert.

Bei der Stadtraumentwicklung Ost hingegen wurde ein Riegel geschoben.

Den Ausgang dieser Abstimmung begreife ich nicht. 4000 Menschen hätten an einem fantastischen Ort wohnen können. Ich verstehe nicht, wie die Umweltschützer und die grüne Politik, die sich für Frösche und Vögel einsetzen, verächtlich von Expats oder Dinks – Double Income No Kids – sprechen, wenn es um Menschen geht, die dort Wohnraum hätten erhalten sollen. 

Spielte es eine Rolle, dass von Hochhäusern die Rede war, wäre man mit fünfstöckigen Wohnhäusern erfolgreicher gewesen?

Ich denke schon, bin mir aber sicher, dass die Typologie des Hochhauses für diesen Ort die Richtige ist.

Ein Hochhaus ist ein prägnantes Merkmal im Stadtbild, das dieses verändert. Früher waren die Kirchtürme klar die höchsten Bauten, heute sind es die Türme der Grossindustrie. Es ist verständlich, dass das emotionelle Reaktionen auslöst.

Ich kann nachvollziehen, dass solche Eingriffe ins Stadtbild Ängste auslösen. Aber man darf den pragmatischen Ansatz der Verdichtung nicht vernachlässigen. Ich habe im Zusammenhang mit dem Claraturm eine Skizze erstellt (klappt einen Papierbogen aus): Hier sehen Sie, wie viel Platz der Claraturm mit 168 Wohnungen benötigt. Wenn man diese Wohnungen nun in einer Siedlung zum Beispiel auf dem Reinacher Rebberg verteilen würde, müsste man 25-mal so viel Fläche verbauen. Beim Claraturm reicht eine Hauptleitung von einigen Metern Länge für die Kanalisation, bei der Siedlung in der Agglomeration brauchte es kilometerlange Leitungen. Man könnte diese Vergleiche beliebig weiterführen: mit dem versiegelte Boden für die Erschliessungen und Parkflächen, der Ver- und Entsorgung und so weiter. Ein solcher Vergleich sollte eigentlich Emotionen auslösen – das sind doch extrem unterschiedliche Qualitäten bezüglich der Nachhaltigkeit.

Fortunat Dettli (*1962 in Basel) ist Partner von Morger + Dettli Architekten. Mit dem Hauptbau für die Hochschule für Gestraltung und Kunst (HGK) und dem vieldiskutierten Entwurf für den Claraturm gehört er zu den Protagonisten des Hochhaus-Booms in Basel.

Also sind es letztlich doch vor allem pragmatische Gründe, die für den Hochhausbau sprechen?

Es gibt natürlich auch andere Argumente. Ganz persönlich und emotional gesagt: Es ist toll, im 20. Stockwerk zu wohnen, mitten in der Stadt, über die man blicken kann, und doch ist man auch von ihr losgelöst.

Ein Hochhaus besteht aber nicht nur aus dem obersten Stockwerk.

Das ist klar. Aber beim Projekt Claraturm etwa sind in den unteren Stockwerken bis zur Traufhöhe der bestehenden umliegenden Bauten Büros, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe wie Restaurants und Läden untergebracht. Erst darüber beginnt der Wohnungsteil, zuerst mit Kleinstwohnungen für kurzfristigere Vermietungen etwa für die Messe und darüber dann Wohnungen für Dauermieter. Dann befinden wir uns bereits im achten Stockwerk, also über den Dächern der Stadt. In der Stadt sind solche Nutzungsdurchmischungen gut umsetzbar.

«Ein gewisses Mass an Grössenwahn darf sein, sonst kann nichts Aussergewöhnliches entstehen.»

Damit haben wir aber noch nicht die Aussenwirkung angesprochen, die ein Hochhaus auf viele Menschen hat, die nicht darin wohnen oder arbeiten. Sie haben vorher von Machtdemonstration gesprochen. Wen meinen Sie damit? Die Auftraggeber oder die Architekten?

Unser Leben besteht zu einem gewissen Teil aus Machtdemonstrationen und Angeberei. Es wäre schade, wenn dies nicht der Fall wäre. Ein gewisses Mass an, sagen wir mal, Grössenwahn oder auch Machtdemonstration darf doch sein, sonst kann nichts Aussergewöhnliches entstehen. Ein Grosskonzern soll ein Zeichen setzen dürfen.

Bislang setzten Münster und Spalentor die Zeichen, die man aber nicht täglich wahrnimmt, wenn man nicht gleich daneben wohnt und arbeitet. Den Roche-Turm sieht man praktisch immer und von fast überall her. Was macht das mit der Stadt?

Nicht allzu viel letztlich. Das Spalentor, das Münster und die Altstadt werden die Symbole Basels bleiben. Natürlich sieht man den Roche-Turm von der Pfalz aus gut, aber das ist der Blick in die «Neustadt» und ein Zeichen dafür, dass es irgendeinmal zu eng wurde in der alten Stadt, dass sie sich ausbreiten und in den Gebieten ausserhalb der Kernstadt in die Höhe wachsen musste. Ich möchte und kann den Bau oder die zukünftigen Bauten auf dem Roche-Areal noch nicht abschliessend beurteilen. Es ist durchaus ein radikaler Vorgang, die Bauten sind enorm hoch, sie sprengen die bestehenden Dimensionen sehr. Das ehemalige Roche-Hochhaus am Rhein ist zum Zwerg zusammengeschrumpft. Aber ich freue mich auf das fertige Resultat. Und mir ist das lieber als das, was auf dem Novartis Campus im Norden der Stadt geschieht, wo sich ein ganzes Quartier gegen aussen abschottet.

Nicht alle Hochhäuser entstehen in der Neustadt, wie Sie das nennen. Ihr Claraturm wird ziemlich nahe beim Zentrum in die Höhe wachsen. Womöglich zu nahe an der Altstadt?

Man kann den Standort inhaltlich gut begründen, nämlich mit der Betonung der Achse vom Badischen Bahnhof über den Rhein ins Grossbasel. Mit dem Messeturm wurde die Achse betont. Nun hat die Messe aber mit dem Neubau einen Querriegel über diese Achse gelegt. In diesem Zusammenhang ist unser Claraturm eine Art Korrektur, er bringt die gestörte Achse wieder ins Gleichgewicht.

«Den Mut, den Roche-Turm zu bauen, hätte ich nicht gehabt.»

Ich möchte Sie ganz persönlich fragen: War der Claraturm-Auftrag, über den die ganze Stadt sprach und spricht, für Sie eine Gelegenheit, selber anzugeben oder einen gewissen Grössenwahn auszuspielen?

Was soll ich jetzt sagen?

Also frage ich anders: Gab es Ihnen eine besondere Befriedigung, diesen markanten Bau entwerfen zu können?

Da kann ich natürlich nicht Nein sagen.

Also ja?

Ich freue mich darauf, hier hoch bauen zu können, von Angeberei würde ich nicht unbedingt sprechen. Natürlich bin ich stolz, wie ich es auch beim HGK-Bau bin. Aber ich sehe das mit einer gewissen Gelassenheit. Ich möchte ein Architekt sein, der gut baut, ob nun in die Höhe oder nicht.

Stört es Sie ein bisschen, dass Ihr Claraturm nur der dritthöchste Bau in Basel ist?

Keine Sekunde lang (lacht). Den Mut, den Roche-Turm zu bauen, hätte ich nicht gehabt.

Wie gehen Sie bei der Planung eines Hochhauses vor? Empfinden Sie als Architekt dabei eine besondere Verantwortung, weil Sie damit ein markantes Zeichen im Stadtbild setzen?

Das ist so. Aber wir haben ganz allgemein den Anspruch, gute Häuser zu bauen. Und weil wir das tun, werden wir zu Studienaufträgen und Wettbewerben eingeladen, die solch relevanten Bauprojekten grundsätzlich vorausgehen. Es sind letztlich aber viele Menschen an den Entscheidungen beteiligt, von den Baubehörden bis zum Investor, die alle richtigerweise ihr Wörtchen mitzureden haben.

Gehen Sie mit mehr Ehrgeiz und Freude an einen Hochhausbau als an einen gängigeren Wohnbau, der am Schluss nicht gross auffallen wird?

Es gibt Bauten, die eine speziellere Herausforderung darstellen. Das Hochhaus ist so ein Projekt, aber auch das Gartenbad in Reinach, ein Hallenbad in St. Moritz oder ein Museum in Vaduz. Es bereitet Spass, an verschiedenen Typologien von Bauten arbeiten zu können.

«Basel muss in die Höhe bauen, weil der Platz hier sehr beschränkt ist.»

Sie leisten als Architekt einen Beitrag zum Hochhaus-Boom, den Basel seit gut zehn Jahren erlebt – mehr als dies in anderen Schweizer Städten der Fall ist. Warum ist das so, hat Basel eine Vorreiterrolle?

Basel muss in die Höhe bauen, weil der Platz hier sehr beschränkt ist. Ob man aber von einer Vorreiterrolle sprechen kann, weiss ich nicht. Vielleicht ist Basel experimentierfreudiger als etwa Zürich.

Wie geht es weiter? Wird oder soll auf der Klybeckinsel dereinst ein Rheinhattan mit vielen markanten Hochhäusern entstehen?

Mir gefällt der Begriff Rheinhattan nicht. Es ist ein toller Ort, aber ich kann jetzt noch nicht sagen, was und wie dort genau gebaut werden wird oder muss. Hochhäuser bieten sich an, weil man von dort aus quasi einen direkten Blick bis nach Paris erhält (lacht) oder zumindest auf die Sonne, die über Paris untergeht.

Gibt es Grenzen für den Hochhausbau überhaupt? Darf man ein Haus von einem Kilometer Höhe bauen?

Der Mensch ist Mensch, er kann nicht anders als auszuprobieren, meinetwegen ein 1000 Meter hohes Haus zu bauen. Wenn wir Menschen nichts Neues ausprobiert hätten, würden wir noch in Höhlen leben.

Konversation

  1. Ob all der zweifelsohne notwendigen Diskussionen darüber, wie hoch gebaut werden soll, kommt für mich die Grundsatzfrage zu kurz, ob es denn sinnvoll und richtig ist, diese oder jene noch vorhandene Baulandreserve überhaupt zu überbauen. In dieser Frage scheint mir ein allgemeines getrieben-sein von den sogenannten Sachzwängen zu herrschen. Sachzwänge, die im wesentlichen drei Namen tragen: geringe Kantonsfläche, Knappheit an Baulandreserven, Notwendigkeit von Wachstum.

    Wenn in diesem Spannungsfeld die zuständigen Fachstellen um ihre Sicht der Dinge gefragt werden, dann sagen die Wirtschaftsspitzenvertreter sowie die Wirtschaftspolitiker: wir brauchen Wachstum zur Sicherung unserer Wettbewerbsfähigkeit und damit unseres Wohlstandes, und die Architekten liefern nachvollziehbare Ideen für hochgradig effiziente Nutzungen der noch vorhandenen Baulandreserven. Und alle haben sie völlig recht mit ihren Beiträgen, liefern sie doch nachvollziehbare Antworten auf fachspezifische Fragen aus ihrem jeweiligen Spezialgebiet – wofür sie am Ende des Monats ja auch bezahlt werden.

    Wenn ich über den Birsigviadukt schlendere, meinen Blick rechts und links über Nachtigallenwäldeli und Zoo-Parkplatz schweifen lasse (letzterer übrigens in google-maps in grün dargestellt wie der Zolli), dann befällt mich ein Gefühl irgendwo zwischen Trauer und vorweggenommener Wehmut bei der Vorstellung, auch diese Baulandreserven erster Qualität könnten in absehbarer Zeit nicht mehr nur planungshalber zum Tummelfeld von Stadtentwicklungsfachleuten und hervorragenden Architekten werden.

    Vielleicht sollten wir, und zwar wir alle, die wir diese Stadt bevölkern und beleben, vielleicht sollten wir uns mal überlegen, ob wir nicht ab einem gewissen Punkt anfangen die Seele unserer Stadt zu zerstümmeln, wenn wir mit dem Skalpell deren Äusseres immer weiter zu optimieren suchen. Im Namen der verinnerlichten Sachzwänge.

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  2. Hochhäuser (über 10 Stockwerke) freuen ihre Architekten, ihre Erbauer, Investoren und Urbanistenheinis, die beim Pimmelvergleich vor Ehrfurcht erstarren. Hochhäuser machen aus Wohnorten Unorte, Sie bedeuten krass überteuertes Bauen (daher die Freude), von Nachhaltigkeit bleibt keine Spur, dafür beherrschen sie die Szenenmedien und berauchen sie die Szene.

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  3. Gerne möchte ich hiermit die headline beantworten.
    zur not riskiere ich gar den vorwurf der gewöhnlichkeit, wenn mir nur die deutlichen zeichen des grösswahns erspart blieben …
    rein zufällig, dass die link-empfehlung (besten dank, herr schulthess!) die gedanken einer fachfrau einbezieht? stammt ja auch nicht aus dem penthouse, vom sockelgeschoss her quasi 😉

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  4. etwas flach, dieses architektonische «es lebe hoch»?
    ein hochhaus ist erst mal ein langes bauchlötzli, das man komplett verblüffenderweise auch hochkant stellen kann: «hui, es klappt!!»
    war wiederholt in singapur mit seinen vielenvielen tollen hochhäusern – und es war sterbenslangweilig. all diese megacities mit ihren austauschbar «hochstehenden» cbd’s – tendenziell flach. Am meisten urbane spannung entsteht ja wohl, wenn dazu ringsum die künstler-, problemviertel oder ggf. favelas kontrastieren: erstrebenswert?

    by-the-way: all die städte, die sich um den welt-höhenrekord bemühen, sind speziell berühmt für ihre egalitären zustände apropos reich-arm, obrigkeit-volk … und insbesondere mann-frau: potz-1000.

    um es mit frisch zu benennen, der andernorts auch schon ins hochhaus zitiert wurde: zu stereotyp homo-faberisch.
    Im gegenteil, werte autoren: die kritik fusst nicht auf atavistischer höhen- oder innovationsangst – sie fordert nebst rein ästhetisch-formalen vielmehr integrale aus-ein-ander-setzungen: wie/was soll denn da GELEBT werden.
    «rheinhattan»? … ich bitte Sie!
    frisch gewagt: «mein name sei quantensprung».

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  5. Bei all diesen Beiträgen wird Basel immer als Vorreiter in Sachen Hochhaus in der Schweiz genannt. Dabei entsteht in Zürich eine ganze Hochhausstadt (Zwischen Prime-Tower und Bhf Altstetten)
    Zudem habe ich das Gefühl in Zürich wird die Hochhausdiskussion auch städtebaulich fundierter geführt, anstatt einfach zu schreien „wir sagen JA zum Hochhaus!“.

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  6. Bald werden die, die sich das Wohnen in diesen «grossartigen Hochbauten» oberhalb der Traufhöhe nicht leisten können, wieder in den Höhlen leben.

    Dafür kann Dettli nichts. Aber Dettli tut auch nichts dagegen.

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    1. So ist es- und übrigens macht es in solchen Hochhäusern überhaupt nur „oberhalb der Traufhöhe der umliegenden Gebäude“ so richtig Spass zu wohnen, weil man nur von dort oben den anderen aufs Haupt Pieseln kann- DAS wollte uns der Herr Dettli doch eigentlich sagen- nicht wahr Herr Detlli ?

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    2. Abgesehen davon: Mit zunehmender Verdichtung wächst auch die «Traufhöhe».

      Wie die Antwort auf diese urbane Herausforderung wohl lautet?

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  7. Sehr verehrter Herr Dettli,
    Mit dem Bau für die Hochschule der Gestaltung HGK auf dem Dreispitz, haben Sie mit Verlaub um meine Äußerung diesbezüglich, sich vor allem dies geleistet: der Bau eines öffentlichen Gebäudes, dass zwischen zwei Klassen unterscheidet, die oberen Chargen i.e. die Direktion mit dem weiten Ausblick ins Umland und dem Rest der Belegschaft. Wenn Sie so wie viele unter uns, Ihr Gebäude aus der Warte der Treppen steigenden Mehrheit betrachtet haben, ist wie erbaermlich oberflaechlich heutige modernste Architektur mit Werten wie Begegnungs- oder sozialen Raeumen wie Flure und Treppen umgeht. Zumindest hatten öffentliche Gebäude wie Schulen früher noch so etwas wie einen gepflegten Umgang mit diesen Orten der Begegnung und war in die Architektur mit eingeschrieben. Was Sie hingegen zelebrieren, ist blanke hegemoniale Affirmation des Neoliberalismus und in etwa so stillvoll wie ein Zivilschutzbunker aus dem Kalten Krieg

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  8. Mir ist schon klar, dass BS praktisch nur noch in der 3. Dimension wachsen kann.
    Die leise Frage:
    Bemühen sich die wenigen Damen und vielen Herren Superstararchitekten auch ernsthaft um urbane Wohnmodelle, bei denen die Lebensqualität umfassend optimiert werden?
    Sicher kann ein Architekt solche Lösungen nicht alleine umsetzen. Die grossen, arrivierten Architekten müssten aber im Stande sein, solche Modelle zu entwickeln und den Planern und der Bevölkerung vorlegen.
    Ich vermisse die Debatte um realisierbare Lösungen, die von Profis erarbeitet worden sind. Wohnwert geht uns alle an, das Wohnen in der Stadt muss unbedingt aufgewertet werden.

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