Heiliger Bimbam, was essen die Jungen gesund heute

Wie ernähren sich junge Leute heute? Wir haben mit fünf Jugendlichen über das Kochen, Fleisch und Fastfood geredet. Was auffällt: Den Jungen ist es unglaublich wichtig, sich gesund zu ernähren.

Klicken Sie auf die einzelnen Köpfe und erfahren Sie mehr über die Essgewohnheiten von Anna, Giulia, Lena, Kasimir und Josephine.

Konversation

  1. Muss zugeben, dass mich diese Frage auch interessieren würde. Ich wusste nämlich während des Lesens nicht genau, ob für die Menschheit in Zeiten von Trump, AfD und Co. tatsächlich noch Hoffnung besteht, wenn die Jugend von heute so besonnen und rational über ihre Ernährungsweisen reflektieren. 😉

    Ich würde deshalb auch behaupten, dass diese Auswahl wohl eher Jugendliche resp. junge Erwachsene aus bildungsnahen Haushalten beinhalten und dass das Bild an einer nicht-gymnasialen Oberstufe etwas anders aussehen würde.

    Trotzdem darf man sich freuen, dass ehtische und ökologische Themen offenbar auch eine wichtige Rolle im Konsumverhalten junger Menschen spielen (und das sollten sie auch!) und gleichzeitig keine offensichtlichen Essstörungen etc. vorliegen.

    Aber eben: Wohl zu gut, um wahr zu sein. 😉

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  2. Ich denke, vegetarisch oder gar vegan ist nicht gleich einfach gesund.
    Kein Vegxxx weiss wie und woher sein Soja, Tofu oder andere Proteinlieferanten kommen. Einseitig ist das ganze eh.

    Ich denke der Mix aus allem machts, schliesslich sind wir genetisch als Omnivoren programmiert und sollten uns auch dementsprechend ernähren.

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    1. Oha, da denkt jemand (offenbar ohne zu wissen). 😉

      Natürlich kann man (un)gesund leben, egal für welche Ernährungsform man sich entscheidet. Das lässt sich nicht abstreiten. Dennoch kommen aktuelle Studien (u.a. vom grössten ernährungsfachwissenschaftlichen Verband der Welt; siehe auch hier: https://www.facebook.com/SaoiAebi/posts/1834428503435879) zum Schluss, dass eine vegane Lebensweise selbst für Jugendliche und Kinder gesund und geeignet sein kann. Also aus gesundheitlicher Sicht kann man sich für jede Ernährungsweise entscheiden.

      Die Behauptung hingegen, dass kein Vegi weiss, woher sein Soja kommt, ist absolut bescheuert und absurd (und entblösst nur Ihr Unwissen). Der Bio-Tofu (ist übrigens quasi Soja in anderer Form ;-)) aus dem Coop stammt aus Schweizer Soja, wohingegen das Soja des Bio-Tofus der Migros aus Österreich und Ungarn stammt. Ist in den meisten Fällen bei der Zutatenliste aufgeführt.

      Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die meisten Soja-Produkte, welche für die Menschen zum Direktverzehr gedacht sind, aus europäischen Quellen stammen. Der (klima)schädliche Soja-Anbau in Asien und v.a. Lateinamerika wird also für die Nutztierhaltung verwendet (um die 90% des südamerikanischen Sojas wird ausschliesslich für die Kraftfutter-Herstellung für Nutztiere verwendet).

      Weiter muss eine pflanzenbasierte Ernährungsweise nicht einseitig sein. Auch div. Kerne (Sonnenblumen/Kürbis) enthalten viel Proteine mit unterschiedlichen Aminosäuren. Daneben gibt es viele Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen etc. und Nüsse wie Mandlen oder Cashews, die ebenfalls sehr eiweisshaltig sind (hier eine Übersicht: https://www.facebook.com/SaoiAebi/posts/1824436794435050:0).

      Ergo: Es braucht nicht per se einen Mix. Grundsätzlich fährt man mit einer vegetarischen oder veganen Lebensweise sogar gesundheitlich besser. Ganz definitiv lässt sich jedoch nur sagen, dass man damit ethisch und ökologisch massiv besser fährt.

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  3. Obwohl ein fulminanter Verfechter des karnivoren Genusses, fand ich den Beitrag eigentlich ganz lustig. Aber Ohalätz, was bin ich doch für ein naiver Tropf! Hätte ich doch bedenken müssen, dass es hier nicht einfach um Freude an jungen Menschen geht, die sich trauen, etwas von sich zu zeigen, sondern um gewichtige Themen wie journalistische Verwahrlosung, wissenschaftliche Korrektheit, Kampf gegen die Oberschicht und ja, sogar um Ethik! Zum Glück gibt es die verantwortungsvollen Leser, die uns gefährdeten Schafe immer wieder auf die sichere Weide führen! Das verdient gerade zur Weihnachtszeit unseren tiefen, christlichen Dank!

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    1. Was ist schwierig?

      Ich habe mich durchaus auch gefragt, wie repräsentativ (nur schon vom Geschlechter-Verhältnis) die Auswahl ist, um zur Aussage „Den Jungen ist es unglaublich wichtig, sich gesund zu ernähren.“ zu gelangen.

      Ich sags mal anders provokativ: Um sich überhaupt um die Ernährung Gedanken zu machen, darf man nicht zu viele andere Sorgen im Leben haben. (Nicht wertend gemeint, es wäre ja schön, wenn sich mehr Menschen über die Art der Ernährung sorgen könnten.)

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    2. in 16 minuten wird die headline heissen: «heiliger bimbam, was assen die fünf jungen gesund gestern»
      anders macht der beitrag doch keinerlei sinn – irgendwas repräsentatives draus zu basteln: herrjemine

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  4. finz ganz generell bemerkenswert, wenn die ethischen mitesser ausgedrückt werden.
    äguätä.
    slowfood, vegan&foodwaste statt 3ganghauptlage

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  5. Sie sehen aus wie die wohlgeratenen Vorzeigekinder durchschnittlicher Tageswoche lesender Eltern. Ziemlich schweizerisch zudem. Wissenschaft geht anders. Aber beim Journalismus drückt man zwischen Weihnachten und Neujahr gerne mal beide Augen zu. Und Essen zieht immer. Aber ehrlich, wenn die Journalistin sich etwas mehr Mühe gemacht und nicht nur die Freundinnen und Freunde ihrer Tochter (unterstelle ich jetzt mal) befragt hätte, wäre das Buffet wohl etwas reichhaltiger ausgefallen – und es hätte auch dem Titel um einiges mehr entsprochen. Dass sich in diesem Alter fast alle mit veganem Lifestyle beschäftigen, ist zwar schön. Aber etwa so aussagekräftig, wie wenn man im Hirscheneck eine Umfrage gemacht hätte zum Thema „Was wählen die Jugendlichen heute?“ Interessant ist trotzdem, wie sie argumentieren. Es muss nicht immer alles statistisch in Tabellen und Kuchengrafiken abgefüllt sein. Es zeigt doch immerhin, dass sich ein neues Bewusstsein ausbildet und Fragen des Essens gewisse ethische, eher noch als gesundheitliche Fragen aufwerfen, zumindest in einer gewissen Schicht.

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