Herzog ärgert Richter, Kontingente die Novartis und BLT und BVB machen Pendler glücklich

Was läuft in der Region? Unsere tägliche Übersicht über die lokalen Geschichten.

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Die Novartis kippt Ausbildungsprogramm – wegen knapper Kontingente

  • Die Auswirkungen der Masseneinwanderungsinitiative der SVP haben den Basler Pharmastandort erreicht.
  • Der Bundesrat hatte 2014 als Reaktion auf die Annahme der SVP-Masseneinwanderungsinitiative die Aufenthaltsbewilligungen für Fachkräfte aus Drittstaaten von 3500 auf 2500 pro Jahr reduziert und die Kurzaufenthaltsbewilligungen von 5000 auf 4000.
  • Basel erhielt 136 Arbeitsbewilligungen für Fachkräfte aus Drittstaaten, die waren bereits im März aufgebraucht. Seither zehrt der Kanton von der Reserve des Bundes.
  • Pharmagigant Novartis merkt dies bereits: «Wir spüren die Verschärfung bei den Drittstaatkontingenten», sagt Novartis-Sprecher Satoshi Sugimoto.
  • Für Novartis zeigt die Verknappung in diesem Jahr laut Sugimoto erste Auswirkungen: «Für geschäftskritische Projekte haben wir bisher alle notwendigen Stellen besetzen können. Wir haben jedoch Ausbildungsprogramme gekürzt oder verschoben, um die Kontingente nicht zu belasten.»
  • Novartis-Konkurrent Roche will sich nicht zu den Auswirkungen äussern, betont aber die Wichtigkeit der Bewilligungen: «Roche ist auf hochqualifizierte Arbeitskräfte angewiesen, auch aus Drittstaaten.»

Knappe Kontingente – Novartis stoppt Ausbildungsprogramme

Die Gerichte sind mit dem Finanzdepartement im Clinch

  • Eine spitze Bemerkung von Eva Herzog sorgt bei den Basler Gerichten für rote Köpfe. 
  • Die Finanzdirektorin sagte bei der Vorstellung des Budgets 2017: Sie könne nicht nachvollziehen, warum die Gerichte 16,1 neue Stellen benötigten. 
  • Als solche Budgetanträge noch über den Regierungsrat liefen, «verhielten sich die Gerichte ein bisschen bescheidener», sagte Herzog.
  • Das neue Gerichtsorganisationsgesetz (GOG) gewährt den Gerichten eine höhere Budgetautonomie. Und diese nutzen sie.
  • Der Zuwachs sei erklärbar, sagen die Gerichte: Elf neue Stellen seien für den «Zustelldienst Betreibungsurkunden» angefordert. Das ist die Folge davon, dass das Betreibungsamt die Betreibungsurkunden neu durch eigenes Personal zustellen lassen wird und nicht mehr wie bisher durch die Post oder die Polizei.
  • Die Änderung soll Gebühren und Ärger sparen, begründen die Gerichte.
  • Und überhaupt: «Die nun kritisierten Budgetanträge wurden gegenüber dem Finanzdepartement mehrfach eingehend begründet.»

Eva Herzogs spitze Bemerkung an die Basler Gerichte

BLT und BVB lancieren das U-Abo fürs Handy

  • Tschüss Warteschlange, tschüss Papier: Jetzt gibt es das TNW-U-Abo als App.
  • Die BLT und BVB dürfen stolz sein: Es ist das erste digitale U-Abo der Schweiz.
  • Die App gibt es für iPhone und Android.

Aadie Warteschlange! Das U-Abo lässt sich endlich auf dem Smartphone lösen

Entlastung der Passerelle lässt auf sich warten

  • Schon heute platzen der Bahnhof Basel SBB und seine Passerelle zur Rushhour aus allen Nähten, berichtet die «bz Basel».
  • Deshalb planen die SBB eine neue unterirdische Querung – im Westen: zwischen Bahnhofspasserelle und Margarethenbrücke.
  • Sie soll aber frühestens 2028 in Betrieb genommen werden.
  • Der Grund: die Finanzierung. Die geschätzten Kosten von 310 Millionen Franken sind noch nicht gesichert, beziehungsweise nicht im Bahnausbauschritt 2025 enthalten.

Bahnhof SBB: Entlastung der Passerelle lässt auf sich warten

P.S.: Morgen spielt die Schweiz gegen Portugal – «Wir versuchen, den Europameister als Erster zu besiegen»




  • Fabian Schär strotzt nach einer starken EM vor Selbstvertrauen. Ein paar Zitate des ehemaligen FCB-Spielers aus dem Interview mit der «bz Basel»:
  • Über neue Stärke: «Ich bin mit grossem Selbstvertrauen in die Vorbereitung mit Hoffenheim eingerückt und konnte mein Niveau halten. Jetzt hoffe ich, dass es so weitergeht.»
  • Über seine Rolle: «Ich habe in der Nationalmannschaft schon vorher bewiesen, dass auf mich Verlass ist, wenn es mich braucht.»
  • Über den Trainer: «Vladimir Petkovic hatte während der schwierigen Phase in Hoffenheim immer Kontakt mit mit, das hat mir viel bedeutet.»
  • Über den Nicht-Wechsel: «Es gab Gespräche mit den wenigen Vereinen, die für mich interessant waren. Ich habe mir immer gesagt: Wenn ich wechsle, dann muss es ein markanter Schritt vorwärts sein.»

«Auf mich ist Verlass»

Und wie ist die Stimmung bei Portugal?

Der Bericht von unserem Korrespondenten

 

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