Kostenloser Hütedienst unter Zollivögeln

Wussten Sie, wozu man früher Zwergwachteln züchtete? So viel sei verraten: Nicht wegen des Fleischs und auch nicht wegen ihrer Eier. Die Antwort lesen Sie im Text unserer Schnupperstiftin.

Zwergwachteln und Spitzschwanzamadinen leben nicht nur in friedlicher Eintracht zusammen im Vogelhaus des Zolli. Die geselligen Vögel teilen sich sogar die Nachwuchsbetreuung.

In der Vogel-WG der Zwergwachteln und Spitzschwanzamadinen hat es am 9. Februar Nachwuchs gegeben. Die zwei Jungtiere, nur ungefähr so gross wie eine Hummel, werden stundenweise von den Mitbewohnern ihrer Eltern betreut. Der Grund für die kostenlose Fremdbetreuung im Vogelgehege: Die Spitzschwanzamadinen haben ihre Eier ebenfalls ins Wachtelnest gelegt und nach dem Schlüpfen der Wachtelkinder sofort deren Aufsicht übernommen.

Der natürliche Lebensraum der Zwergwachteln befindet sich im sumpfigen Grasland Indiens, Chinas und Australiens. Sie werden ungefähr 45 bis 60 Gramm schwer und 14 Zentimeter lang. Die schlechten Flieger sind bei Züchtern weltweit beliebt.

Wachteln als Handwärmer

Obwohl man von einem Zwergwachtelei wohl nicht satt wird, dienten die kleinsten unter den Hühnervögeln früher als Nutztiere: Im kalten chinesischen Winter trug man die Tiere mit der praktischen Grösse in seiner Jackentasche bei sich, um sich die Hände an ihnen zu wärmen. Langsam wird klar, weshalb der Zoo Basel gerade jetzt so viel in die Zwergwachtelzucht investiert – bei dieser Kälte!

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