Ist Ihnen das Leben hier zu teuer? Machen Sie mit bei unserer Umfrage

Fleisch und Shampoo kosten in der Schweiz viel mehr als in Deutschland. Und dann noch die Krankenkassenprämien! Wir möchten von Ihnen wissen: Was leisten Sie sich? Worauf müssen Sie verzichten?

Bei den Schweizern ist der Einkaufswagen halb leer. Oder sogar ganz leer. (Bild: Hans-Jörg Walter)

In der Schweiz ist alles so teuer! Diesen Satz hört man ständig. Kleinunternehmer und Konsumentenschützerinnen wollen im Dezember die «Fair-Preis-Initiative» einreichen. Sie fordert, dass Schweizerinnen und Schweizer für Importprodukte aus dem Ausland weniger zahlen. Es gibt aber auch Leute, welche die hohen Preise angemessen finden, schliesslich verdienen wir in der Schweiz auch höhere Löhne.

Die TagesWoche möchte mit einer anonymen Umfrage herausfinden: Wie geht es unseren Leserinnen und Lesern mit den Preisen hierzulande? Kommen Sie mit Ihrem Einkommen gut über die Runden oder nicht? Was gönnen Sie sich und was können Sie sich nicht leisten?

Ihre Antworten sollen in einen Artikel zum Thema Preise und Werte einfliessen. Es würde uns freuen, wenn Sie mitmachen und so zur Recherche beitragen.

Herzlichen Dank!

Konversation

  1. Der Preisunterschied ist nur die halbe Wahrheit: Man wird da nebenan einfach freundlicher bedient.

    Es macht übrigens auch keinen Spass, in einen Laden zu gehen, wo man mit irgendwelchen Vorwänden (heimatlich, vollöko, etc.) belästigt wird. Ich schwärme noch nicht für kulinarischen Patriotismus und Nationalismus.
    Wer dreissig Franken für sein Edelfleisch haben will, soll es bekommen. Von mir aber nicht. Dieser Preis ist auch eine klare Aussage über den Geist in diesem Laden.

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  2. Und jetzt ein paar Gedanken zur Umfrage:

    Welche Produkte ich zu teuer finde: Ganz klar die Medikamente. Die Pharmaindustrie bereichert sich bei den Kranken dumm und dämlich. Es ist einfach unverschämt.

    Bei welchen Produkten stimmt der Preis:
    Der Preis sollte so gestaltet sein, dass die Menschen, die das herstellen, davon anständig leben können. Eigentlich sollten wir ihnen das gleiche zugestehen, wie wir das bei uns erwarten.
    Nehmen wir als Beispiel die Kleiderproduktion. Das fängt an, als Beispiel bei den Baumwollproduzenten, den Arbeitern, den Pflückern. Dann in den Fabriken, wo die Kleider genäht werden: Können die Menschen, die an den Maschinen arbeiten ein menschenwürdiges Leben leben. Wieviel wird abgeschöpft?

    Sind sie zufrieden mit ihrem Einkommen:
    Ich bin auf staatliche Unterstützung angewiesen – EL.
    Wenn nicht so Vieles Pflicht wäre zu konsumieren, könnte ich weitgehend auf die Unterstützung verzichten.
    Eine Zeitlang war ich, als alleinerziehende Mutter, auf Fürsorgeleistungen angewiesen. Wenn man da auf den Mittelstand schielt, hat man dauernd zu wenig Geld oder leidet unter den Einschränkungen.
    Ich machte mir Gedanken darüber, was ich zum Ueberleben brauche, und dann ein wenig erweitert zum Leben. Auf was kann ich verzichten, was man meint zum Leben zu gebrauchen, damit ich mit dem Eingesparten mir mit den Kindern einen kleinen Luxus leisten kann. Wenn man sich ernsthaft damit auseinandersetzt, öffnen sich für einem ganz neue Welten.

    Welchen Luxus gönnen sie sich und wie oft:
    Ich gönne mir den Luxus ein eigenes e-bike zu haben.
    Ich gönne mir den Luxus einen Pflanzblätz zu haben.
    Ich gönne mir den Luxus Zeit zu haben, um anderen Menschen zu begegnen.
    Ich gönne mir den Luxus Zeit in der Natur zu verbringen, die Pflanzen zu bestaunen und auch etliches zu sammeln.
    Ich habe den Luxus eine warme, trockene Zweizimmerwohnung zu haben, ganz für mich alleine.

    Auf was müssen sie verzichten? Tut das weh?
    Es gibt immer wieder etwas, was sich nicht durchführen lässt. Dann kommt bald wieder etwas anderes und es verliert an Bedeutung.

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  3. Ist es fair, dass die Rente bei Ehepaaren bei 150% gedeckelt ist? Ist die Heiratsstrafe bei den Steuern fair und sind das nicht Relikte aus kulturell alten Zeiten? Kann es sein, dass genau dies bei Ehepaaren zu finanziellen Engpässen im Alter führen kann? Es es fair, dass durch die Heiratsstrafe indirekt der Lohn des zweiten Ehepartners überproportional besteuert wird?

    Natürlich haben wir, da wir nicht zum EU-Binnenmarkt gehören, ein anderes Preisniveau alleine durch die zusätzliche Verzollung und höhere Löhne bei der inländischen Weiterbearbeitung (Transport, Lagerung, Auslieferung) von EU-Produkten.

    Aber muss beispielsweise eine deutsche Zeitschrift bei uns 60% und mehr teurer sein? Ist das nur mit dem Transport gerechtfertigt? Warum sind Babyprodukte, teilweise „Made in Switzerland“, in Deutschland günstiger als bei uns?

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    1. Lieber Herr Wilhelm
      Überlegen Sie sich mal für was ein alleinstehender eben alleine aufkommen muss. Deswegen würde ich diese 150% nicht als Strafe betrachten.
      Mit freundlichen Grüssen

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    2. Das mit der AHV Rente bei Ehepaaren 150% ist sicherlich nicht den modernen Partnerschaften angepasst. Früher heiratete man oder auch nicht. Heute lebt man aber auch im Konkubine oder eingetragener Partnerschaft (beides = 200% AHV). Da ist eine Anpassung ebenfalls nötig.

      Bei Verbrauchmaterial ist es simpel, diese dürften und er Schweiz lediglich max. 20-30% teurer sein als im EU Ausland. Bei Dienstleistungen und hiesigen Lebensmittel sieht es natürlich anders aus, hier kann ich die massiven Preisunterschiede nachvollziehen.

      Es gibt Zeitschriften die kosten bei uns fast 200% mehr als in D, Babynahrung und Pampers auch so extrem !

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    3. Ist es fair, dass Blocher die gleiche oder sogar noch mehr AHV Rente bekommt als ich? Für Ihn ist sie ein Sackgeld, für mich alles! Und dass es reicht noch Ergänzungsleistung.

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