Mann in Rhein gestossen – Zeugen gesucht

Montagnacht kam es zu mehreren Überfällen in Basel. Am Kleinbasler Rheinufer wurde ein Mann geschlagen und in den Fluss gestossen. Er konnte sich mit Hilfe einer Passantin retten.

In der Nacht auf Dienstag kam es zu mehreren Übergriffen in Basel – unter anderem auch am Rheinufer.

Montagnacht kam es zu mehreren Überfällen in Basel. Am Kleinbasler Rheinufer wurde ein Mann geschlagen und in den Fluss gestossen. Er konnte sich mit Hilfe einer Passantin retten.

Ursprünglich ging die Geschichte so: Am Montagnacht, kurz nach 23 Uhr, habe ein 30-Jähriger Mann  die Mittlere Brücke überquert. Neben ihm sei dort auch eine kleine Gruppe mit zwei Männnern und einer Frau unterwegs. Mitten auf der Brücke hätten die beiden Männer unvermittelt auf den 30-Jährigen eingeschlagen, ihn dann gepackt und in den Rhein geworfen.

Die weiteren Ermittlungen der Basler Kriminalpolizei haben jedoch ergeben, dass die Geschichte des Mannes, der an diesem Abend stark alkoholisiert war, so nicht stimmte.

Offenbar hielt er sich am Unteren Rheinweg auf. Aus noch unbekannten Gründen kam es auf Höhe der Florastrasse zu einer Auseinandersetzung, in deren Verlauf der 30-Jährige geschlagen und von zwei anderen Männern vom Rheinbord in den Fluss gestossen wurde. Das Opfer trieb bis unterhalb der Johanniter– Brücke, wo ihm eine Passantin aus dem Wasser half.

Weshalb das Opfer zuerst anzeigte, von der Mittleren Rheinbrücke in den Rhein geworfen worden zu sein, ist Gegenstand der Ermittlungen, für die die Polizei Zeugen sucht (Tel. 061 267 71 11).

Die Täter werden von der Polizei gesucht. Nach Aussagen des Opfers handelt es sich bei den beiden um Afrikaner, bei ihrer Begleiterin um eine Südamerikanerin.

Der Rheinwurf ist nicht die einzige Attacke, welche die Staatsanwaltschaft nach diesem Montag vermelden muss.

An der Dornacherstrasse wurde kurz nach 21 Uhr eine 72-jährige Frau bei ihrem Haus Opfer eines Raubes. Der etwa 30 Jahre alte Täter sprach die Frau in gebrochenem Deutsch an, riss ihr die Goldkette vom Hals und stiess die Frau zu Boden, als sich diese  mit ihrem Gehstock zu wehren versuchte. Nach Angabe der Staatsanwaltschaft wurde die Frau dabei leicht verletzt.

Im Claragraben wurde ein 79-Jähriger um etwa 23.30 beraubt. Der Mann war auf dem Heimweg, als ihn ein etwa 25-Jähriger dunkler Hautfarbe ansprach und um eine Zigarette bat. Anstatt auf diese zu warten, griff er den älteren Herrn aber plötzlich an; erst versuchte er, ihn zu Fall zu bringen, dann nahm er ihm das Portemonnaie ab und flüchtete, wie die Staatsanwaltschaft mitteilt.

In der Webergasse im Kleinbasel beobachtete eine Passantin, wie ein Mann einen 59-Jährigen an die Wand drückte. Sie verständigte die Polizei, die den mutmasslichen Täter, ein 27-jähriger Mann aus Libyen, festnehmen konnte, wie in einer weiteren Mitteilung nachzulesen ist.

Schliesslich wurde an einer Bushaltestelle an der Flughafenstrasse eine 19-jährige Frau Opfer eines Entreissdiebstahls. Ein Unbekannter habe ihr das Smartphone aus der Hand gerissen und sei geflohen, schreibt die Staatsanwaltschaft. Ein Automobilist und sein Beifahrer, die die Tat beobachtet hatten, konnten zusammen mit dem Opfer den Täter anhalten.

Die Polizei nahm den 16-jährigen Franzosen später fest. Die Jugendanwaltschaft kläre nun ab, ob der Jugendliche weitere, gleichgelagerte Delikte begangen habe.

 

 

 

 




 


Artikelgeschichte

Entgegen seiner ursprünglichen Polizeiaussage wurde der Mann nicht von der Mittleren Brücke in den Rhein geworfen. Sondern von zwei Männern auf Höhe Florastrasse in den Rhein gestossen wurde. Die Pressemitteilung ist als PDF hier angehängt.

Konversation

  1. …dass die Story stinkt. Einfach ein paar Leute die jemanden in den Rhein stossen? Einfach so?

    Bin gespannt was dabei rauskommt… falls wir’s je erfahren.

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  2. Wenn schon der angegebene Tatort nicht stimmt, stellt sich natürich auch die Frage, ob die Angaben zur Herkunft der Täter der Wahrheit entspricht.

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  3. Wäre es nicht angebracht, wegen der wie immer einseitigen Reaktionen, einen neuen Artikel über den neuen Sachverhalt zu erstellen. Die entsprechenden Kommentatoren werden ja wohl kaum davon erfahren …

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    1. Lieber Lukas Romer. Ich danke für den durchaus berechtigten Hinweis. Wir verfahren in solchen Fällen so, dass wir die Artikel aktualisieren und das auch kenntlich machen, sobald sich etwas Neues ergibt. Auf diese Weise kann auch verhindert werden, dass im Netz veraltete Versionen herumgammeln. Darum der Verzicht auf eine neue Version. In diesem Fall scheinen sich mir damit auch keine Probleme mit den Leserkommentaren zu ergeben, da sich diese meines Erachtens nicht nur auf den einzelnen Fall beziehen.

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  4. …die Polizei seit Jahren schon mit den Finsterlingen am rechtsrheinischen Ufer nicht fertig wird, will ich gar nicht wissen, wie hilflos sie vor größeren Problemen stehen wird. Kleinbasel wird immer wie mehr zum Asipark, damit muss man leben können.
    Aber immerhin, wenn die Achterlinie bis nach Weil fährt, können die Badener und Elsässer CO2-frei nach Basel kommen. Dü, das isch morzgeil!

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  5. stimmt so nidd… aber d’diktatur vo dä idiote verbraitet äu grad alles und jeede saich ungfilteret 🙂

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    1. Die Basler Kriminalpolizei hat im Lauf der Ermittlungen festgestellt, dass die ursprüngliche Schilderung des Tathergangs nicht ganz stimmt. Der Mann wurde nicht von der Mittleren Rheinbrücke geworfen, wie dieser ursprünglich zu Protokoll gab, sondern auf Höhe der Florastrasse in den Rhein gestossen. Wir haben den Artikel entsprechend aktualisiert.

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  6. Wäre ich Baschi Dürr, würde ich jetzt knallhart durchgreifen. Es muss sich herumsprechen, dass Basel ein unangenehmes Pflaster ist für Personen mit krimineller Energie. Uff, es sind ja alles nur Einzelfälle und wir müssen den Kontext sehen. Wir brauchen jetzt endlich eine kohärente ZERO Tolerance-Strategie.

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