Moschee-Betreiber müssen tief in die Tasche greifen

Die «Mescid Moschee» soll in der Kaserne bleiben, das schlägt Regierungspräsident Guy Morin vor. Doch für die Moschee-Betreiber könnte es teuer werden.

Die älteste Moschee der Schweiz soll in der Kaserne bleiben, schlägt Regierungspräsident Guy Morin vor.

(Bild: Kurt Wyss)

Die «Mescid Moschee» soll in der Kaserne bleiben, das schlägt Regierungspräsident Guy Morin vor. Doch für die Moschee-Betreiber könnte es teuer werden.

Orhan Sahin freut sich über den Entscheid, dass seine Moschee auf dem Kasernenareal eine Zukunft hat. Laut Vorschlag von Regierungspräsident Guy Morin soll die «Mescid Moschee» weiterhin in der Kaserne bleiben.

Morin unterbreitete den Vertretern der Kasernen-Moschee ein entsprechendes Angebot. Die Moschee soll ab 2020 im nördlichen Anbau des Kasernen-Hauptbaus lokalisiert sein, das teilt das Präsidialdepartement in einer Medienmitteilung von Donnerstagmorgen mit. Bis 2020 soll die Moschee dort bleiben, wo sie jetzt ist: im oberen Rossstall auf dem Kasernenareal.

Kann sich der Moschee-Verein die neue Miete leisten?

Über den neuen Mietzins wird sich Sahin weniger freuen. Denn Morin betont: «Der Kasernen-Moschee-Verein muss ab 2020 im Anbau des Hauptgebäudes einen marktüblichen Mietzins zahlen.» Der marktübliche Mietzins beträgt in diesem Fall 250 Franken pro Quadratmeter und Jahr. Bei den neuen Moschee-Räumlichkeiten, die 220 Quadratmeter gross sind, beträgt die Miete dementsprechend 4583 Franken im Monat.

Das sei natürlich mehr, als man heute zahle, sagt Sahin. Die jetzige Miete will er nicht verraten, die «Basler Zeitung» schätzte den Mietzins einst auf 1020 Franken im Monat – die neue Miete wäre also mehr als viermal so hoch.

Kann sich der Moschee-Verein diese Miete überhaupt leisten? Dazu will Sahin nichts sagen, man müsse das erst im Vorstand diskutieren.

Muslime sollen in der Stadt einen Platz haben

Grund für den Umzug ist die umfassende Sanierung der Kaserne. Im März verschob die Baukommission die Sanierung des Rossstalls, weil die Moschee-Betreiber gegen den Rauswurf klagten. Die Beschwerde gegen die Kündigung sei nun voraussichtlich nicht mehr nötig, sagt Sahin.

Mit dem Verschieben der Sanierung habe man Zeit gewonnen, «die Situation wurde deblockiert», sagt Morin auf Anfrage. «Als sich abzeichnete, dass die Betreiber der Moschee keinen neuen Standort finden würden, haben wir nach einer Lösung gesucht.» Damit setze man auch ein Zeichen, dass Muslime in der Stadt einen Platz haben.

Die Muslime werden nicht mit Staatsgeldern subventioniert, betont Morin: «Der Kasernen-Moschee-Verein muss ab 2020 im Anbau des Hauptgebäudes einen marktüblichen Mietzins zahlen.»

Umbau des Hauptgebäudes «ohne Verzögerungen»

Die Moschee ist seit 43 Jahren im Dachstock des Rossstalls untergebracht und damit die älteste Moschee in der Schweiz. Aufgrund von Brandschutzmassnahmen hätte sie nicht mehr weiter betrieben werden können.

Das Durcheinander zwischen Kanton, Kaserne und Moschee-Betreibern könnte damit ein Ende finden. Der Grosse Rat muss den Vorschlag noch genehmigen. Die Planung des Umbaus des Hauptgebäudes soll «ohne Verzögerung weitergeführt werden», so Morin.

Konversation

  1. herr Morin- die leute sind bescheiden und
    können sich die miete nicht leisten.
    bisher funktionierte der rosstall unter dem dach.
    mehr zahlen, bedeutet, dass ein neuer zahler kommt,
    der seine quere gedankenwelt einbringen will z.b
    der zentralrat unter Illi ein gefundenes fressen….

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  2. Inzwischen wurde Titel geändert und aus einer eigentlich positiven Meldung im Sinne von „Moschee darf in der Kaserne bleiben“ (wörtlich weiss ich ihn nicht mehr) in eine eher negativ tönende Schlagzeile geändert. Der Artikel wurde mit Informationen ergänzt, was ja soweit in Ordnung ist. Bloss passen jetzt die positiven Kommentare irgendwie nicht mehr so richtig zum kritischen Titel, oder es sieht sogar so aus, als würde ich mich über die Erhöhung der Miete freuen, statt über die Möglichkeit für die Moschee zu bleiben.
    Ist vielleicht „Düpflischisserei“ meinerseits, aber mich stört sowas.

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  3. Ist ja mal eine positive Meldung.
    Geht doch!
    Das zusammen leben zwischen den verschiedenen Religionen in Basel, war noch nie ein Problem und soll auch so bleiben.

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  4. uuuuh
    darf der herr jenkins sowas ungestraft behaupten?
    und hat er sich mal ernsthaft mit der christlich-abendländischen kolonialgeschichte so ca 1492 – 2015 auseinandergesetzt?
    viiiiel christliches gemetzel an so genannt ungläubigen unzivilisierten menschen

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    1. Nun, Herr Steiner, ich bin weder Christ noch Muslim, sondern wie jeder, der lesen kann und nicht geisteskrank ist Atheist. Des weiteren haben die Verbrechen der Christen nichts mit jenen der Muslime zu tun.
      Religion ist eine Hirnwäsche und im Falle des Islams eine besonders gefährliche. Islam im besonderen ist mit den Menschenrechten nicht kompatibel. Es fängt bei der Todesstrafe für Apostaten an und weiter muss eigentlich gar nichts mehr gesagt werden.

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    2. leroy jenkins@ exgüsi, doch sind atheisten nicht sehr langweilig? immer zu plaudern und posaunen sie, dass es keinen gott gibt. was doch etwas sehr abgedroschen wirkt und langweilt.
      ignostiker ( nicht agnostiker) sind lebensfreudiger schlechthin.

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  5. Nun ja… ändert nichts an der Tatsache, dass Islam deutlich gefährlicher ist als Scientology, der Papst und die Illuminati zusammen. Daher eine gute Entscheidung, denn so können die Imame besser kontrolliert werden. Und Kontrolle tut bei einer Religion, die die Todesstrafe für Apostaten fordert, Not.

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