Na dann Prost! Basler Jugendliche kommen noch immer ohne Probleme an Alkohol

Ob im Laden oder bei Veranstaltungen: Testkäufe zeigen, dass der Jugendschutz beim Alkverkauf nicht greift.

Viel zu einfach: Noch immer kommen Jugendliche ohne Weiteres an Alkoholika.

Alle Jahre wieder schicken die Behörden Minderjährige zu Testkäufen los: Damit wollen sie herausfinden, ob die Jugendschutzbestimmungen beim Verkauf von Alkohol eingehalten werden. Und alle Jahre wieder fallen die Resultate – nun ja – ernüchternd aus: In 45 von 100 Fällen haben die Jugendlichen in Läden Getränke erhalten, die ihnen nicht hätten verkauft werden dürfen.

Neu war letztes Jahr, dass auch der Ausschank bei Veranstaltungen geprüft wurde. Das Resultat fiel gemäss Medienmitteilung des Gesundheitsdepartemens Basel-Stadt noch schlechter aus als bei den Läden: In 65 von 100 Versuchen wurden den Jugendlichen Drinks ausgeschenkt, die sie nicht trinken dürfen.

Liebe junge Leute: Zieht jetzt bloss nicht die falschen Schlussfolgerungen. Diese Resultate bedeuten nicht, dass ihr einfach ans nächste Stadtfest stiefeln sollt, wenn euch der Kiosk an der Ecke tatsächlich einmal kein Bier verkaufen will.

Konversation

  1. Es ist bei den Läden wie bei den Kindern: Verbote ohne wirkliche Sanktionen sind wenig wirksam. Drei Monaten Ladenschliessung wegen der Nichtbeachtung des Jugendschutzes und bei weiterer Nichtbeachtung unbefristeter Entzug der Alkoholverkaufslizenz würden diesen Missstand sofort beheben. Das widerspricht aber wohl dem schweizerischen Geld-verdien-Liberalismus.

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  2. «Die sie weder kaufen noch trinken dürfen»? Es gibt meines beschränkten Wissens kein Gesetz, das Jugendlichen den Alkoholkonsum verbieten würde. Nur der Verkauf ist verboten.

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