Pulte von hier machen Schulen von dort

Die Gemeinde Münchenstein spendet ausgedientes Schulmobiliar in eines der ärmsten Länder der Welt.

Von Schule zu Schule: Ausgedientes Mobiliar aus Münchenstein wird in Madagaskar weiter gebraucht.

In Madagaskar mangelt es den Menschen an vielem. Jedes zweite Kind ist gemäss Hilfsorganisationen unterernährt. Ein Ausweg aus dem Elend wäre Bildung. Doch auch da fehlt es an allen Ecken und Enden.

Etwas Unterstützung kommt jetzt von weit her, aus dem 10’000 Kilometer Luftlinie entfernten Münchenstein. Hier ist die Gemeindeverwaltung seit zwei Jahren dran, das «in die Jahre gekommene Schulmobiliar» in allen Primarschulhäusern zu ersetzen. Durch ein gemeinsames Projekt mit der Basler Stiftung Madagascare finden die «zwar angejahrten, aber gleichwohl noch funktionsfähigen Pulte und Stühle» aus dem Schulhaus Loog in Madagaskar einen neuen Zweck, wie die Gemeinde mitteilt.

Die Möbel wurden im Januar nach Madagaskar verschifft. Seit März stehen die Stücke in den ersten Klassenzimmern vor Ort – «sehr zur Freude der Lehrpersonen und Schulkinder».

Konversation

  1. Also ich verstehe ja nichts von Entwicklungshilfe. Aber was ich bei diesem Artikel nicht verstehe: Warum hat man die Leute auf Madagaskar nicht einfach gefragt, was die benötigten neuen Möbel für den Schulunterricht in einem Möbelgeschäft auf Madagaskar kosten und dann das Geld per Banküberweisung dort hin geschickt? Die hätten dann dort die passenden Möbel für den Schulunterricht selber kaufen können. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man auf Madagaskar keine Möbel für den Schulunterricht kaufen kann. Zumal ich denke, dass die Versendung von alten Möbeln von der Schweiz nach Madagaskar doch sicher teurer ist als neue Möbel irgendwo gekauft? Hätte auch der Wirtschaft dort etwas gebracht. Und macht auch ökologisch keinen Sinn irgendwie.

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    1. Vielleicht gibts Studien Rohstoffvorkommen Armut/Reichtum der Bevölkerung je Land global betrachtet. Ohne Rohstoffe keine Wirtschaft.

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