Referendum zustande gekommen

Am Freitagmorgen wurden 3300 Unterschriften gegen längere Ladenöffnungszeiten der Staatsschreiberin übergeben. Unia und Referendumskomitee sind zuversichtlich.

«Weil es Zeit zum Leben braucht» war das Motto der Unterschrifensammlung. (Bild: Nils Fisch)

Die Gegner der längeren Ladenöffnungszeiten in Basel haben ihr Ziel erreicht: Das Referendum ist zustande gekommen. Unia und Referendumskomitee haben die rund 3300 Unterschriften dem Staatssekretariat übergeben. Sie schauen der Abstimmung zuversichtlich entgegen.

Die Baslerinnen und Basler dürfen über die längeren Ladenöffnungszeiten entscheiden. Die Gewerkschaft Unia und das Komitee «Gegen längere Ladenöffnungszeiten in Basel Stadt» haben am Freitag im Innenhof des Rathauses rund 3300 Unterschriften dem Staatssekretariat übergeben. Franziska Stier, Verantwortliche für den Detailhandel bei der Unia, entnahm einem Einkaufswagen einen Einkaufssack aus Papier und überreichte ihn Staatsschreiberin Barbara Schüpbach.

Unter dem Motto «Weil es mehr Zeit zum Leben braucht» konnten innert einer Woche sogar mehr als die erforderlichen 2000 Unterschriften gesammelt werden – trotz Ferienzeit.

Zuversicht beim Referendumskomitee

Auf Probleme, die auf die Arbeiterinnen und Arbeit zukommen könnten, wenn der Grossratsbeschluss in Kraft treten würde, machten die Initianten mit Schildern aufmerksam, auf denen Sätze standen wie: «Ich suche Kinderkrippe, die samstags bis 21h geöffnet ist» und «Ich suche Gäste, die nicht vor 22h zum Essen kommen». Auch vernachlässigte Haustiere waren ein Thema.

Patrick Dubach, Kommunikationsbeauftragter der Unia, ist zuversichlich: «Ähnliche Vorlagen in Luzern und Zürich wurden abgelehnt. Das zeigt, dass die Stimmbevölkerung mit den aktuellen Ladenöffnungszeiten zufrieden ist.» Auch bei der Unterschriftensammlung habe sich gezeigt, dass ein grosser Teil der Bevölkerung kein Verständnis für den Beschluss des Grossen Rats habe.

Die Abstimmung über die Vorlage wird voraussichtlich am 25. November sein.

 

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