Roche baut Stellen ab, die Life-Sciences machen sich Sorgen und die SVP möchte an der Uni sparen

Was läuft in der Region? Unsere tägliche Übersicht über die lokalen Geschichten.

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Die Life-Science-Branche fürchtet sich um die Konkurrenz-Fähigkeit von Basel

  1. Wissens- und Technologietransfer – die Kooperation von Hochschulen mit den Unternehmen.
  2. Start-Up-freundliche Kultur – es fehlt der Mut, in Ideen zu investieren.

  3. Der «War for Talents» – im Kampf um die fähigsten Köpfe werden Boston und Shanghai interessanter.

  4. Die Verzettelung der Branche – 42 Verbände, Lobbygruppierungen oder Interessen-Organisationen widmen sich in der Region Basel den Anliegen der Branche. Das sind zu viele.

Life-Science-Firmen bangen um die Zukunft der Region als attraktiver Standort

Sorgen macht der Branche bestimmt auch, dass in Basel das Kontingent für Fachkräfte bald ausgeschöpft ist

  • Basel-Stadt wird womöglich zum Jahresende erstmals Gesuche nach Arbeitsbewilligungen von Bewerbern aus Drittstaaten ablehnen müssen, wie die «Basler Zeitung» berichtet.
  • Volkswirtschafts­direktor Christoph Brutschin (SP) sagte dies während der Diskussion zum Life-Sciences-Standort. Und wiederholte seine Kritik an der Kontingentskürzung von 2014.
  • Auch Amtskollege Thomas Weber (SVP) kritisiert die Beschränkung, die nach der Annahme der Masseneinwanderungs-Initiative erfolgt war. Und machte auf einen anderen Punkt aufmerksam: «Wir haben in der Region kein Problem mit Grenzgängern, wir haben eines ohne Grenzgänger», sagte Weber.

Brutschin hadert mit Kontingent

Roche baut 190 Stellen in Basel und Kaiseraugst ab

  • Die Pharma-Branche ist ein grosser Gewinn für die Region. Ein selbstlaufendes Geschäft ist es allerdings nicht, wie die Tatsache zeigt, dass Roche nach einer Strategie-Änderung 190 Stellen abbaut in Basel und Kaiseraugst – 130 noch in diesem Jahr. Der Rest folgt 2017.
  • Die Firma betont in der Mitteilung: «Auch mit dieser notwendigen Anpassung bleibt Basel/Kaiseraugst einer unserer bedeutendsten Produktionsstandorte weltweit.»
  • Der Basler Wirtschaftsdirektor Christoph Brutschin erwartet einen grosszügigen Sozialplan für die betroffenen Mitarbeitenden – und Rücksichtsnahme auf die Altersgruppe 50 plus.
  • Die Unia fordert ein Konsultationsverfahren, dass eine genügend lange Frist für die Mitarbeitenden bietet, «um Alternativen zur Massenentlassung zu erarbeiten».

Roche baut in Basel bis zu 190 Stellen ab

Die SVP Baselland will die Uni-Beiträge um 50 bis 70 Millionen Franken kürzen

  • Zwei Tage nach der Eröffnung des Biozentrum-Neubaus – dem ersten gemeinsamen Bau der beiden Basel – will die SVP Baselland die Unibeiträge stärker kürzen, wie die «bz Basel» berichtet.
  • Die beiden Kantonsregierungen verhandeln derzeit hinter den Kulissen über den Uni-Leistungsauftrag für die Jahre 2018 bis 2021.
  • Aktuell bezahlt Baselland im Rahmen des Leistungsauftrags rund 160 Millionen Franken pro Jahr an die Universität.
  • Die Basler Regierung ist bereit, dem Landkanton entgegenzukommen, das reicht der Baselbieter SVP allerdings nicht.
  • «Der Beitrag unseres Kantons ist aus Sicht der SVP um 50 bis 70 Millionen Franken zu hoch», sagt SVP-Landrat Hanspeter Weibel.
  • Der Streit um die Uni-Finanzierung wird die Sorgen der Life-Science-Branche kaum lindern.

SVP: Uni soll 50 bis 70 Millionen sparen

PS: Pick – ghj – Pick – iweiz – Pick – 3jial – Pick: So programmieren Hühner Bergpanoramas




(Bild: Alexander Preobrajenski)

Hühner, Hirsche, Hasen: Das Künstlerpaar Flurina Badel und Jérémie Sarbach hat ein Faible für Tiere – und die Schnittstellen zwischen analoger und digitaler Welt. Zu sehen sind ihre Werke in der Galerie Idea Fixa (Feldberstrasse 38, Basel). Die Vernissage beginnt um 17 Uhr.

Bei Flurina Badel und Jérémie Sarbach sagen sich Huhn und Hirsch guten Tag


Konversation

  1. Es scheint da zwischen patriotischen Gefühlen und dem Wirtschaftsstandort, äh Existenzmöglichkeiten der Region Basel eine kleine Differenz zu geben, wo man sich am Ende sogar entscheiden müsste.

    Das böte ja die Möglichkeit einer Volksumfrage mit dem Ziel, klar zu evaluieren, was den Baslern lieber ist, MEi-bedingte Diskriminierung der etwas komplizierteren Wirtschaftszweige oder doch Präferenz eben auch dieser Wirtschaftszweige mit entsprechender Prosperierung auch dieser Gegend.

    In Gegenden, wo der höchstdifferenzierte Wirtschaftszweig die lokale Holzverarbeitung ist, dürfte sich diese Frage gar nicht stellen.

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  2. Also wenigstens einen Ersatz für die Unis braucht es!
    Vorschlag idee Türkei: Stadt Schulen halt Erdogan-Moscheen massenhaft
    oder hier:
    Statt Uni Blocheroscheen massenhaft (mit Türmchen!!!).

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  3. Man stelle sich vor, die SVP würde in BS in der Regierung sitzen und so lange es geht blockieren, wenn es um Uni-Finanzen geht. Allein schon diese Aussicht, dazu das ständige Mitmischen der BaZ von Blochers Gnaden würde die Arbeit für die Zukunft Basels als Wissensschwerpunkt (den Basel heute darstellt) äusserst beeinträchtigen.Wenn die SVP nicht in der Regierung ist, kann sie opponieren, soviel sie will, es würde weiter nichts bedeuten. Weil sie in BL gerade den Freisinn unter Druck setzen kann, produziert jene Regierungseindeutigkeit Unsinn an Unsinn.Man sollte sich solcherlei in BS auch bei FDP, Liberalen und CVP schon endlich merken.

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