Volles Programm für Vollmondsüchtige

Dem Vollmond wird eine besondere Wirkung nachgesagt. Unfälle soll er begünstigen, aber auch Heilkräuter besonders gedeihen lassen. Wer auf Vollmond schwört, für den hält Basel heute eine ganze Reihe von Angeboten bereit.

(Bild: Robert Linden)

Dem Vollmond wird eine besondere Wirkung nachgesagt. Unfälle soll er begünstigen, aber auch Heilkräuter besonders gedeihen lassen. Wer auf Vollmond schwört, für den hält Basel heute eine ganze Reihe von Angeboten bereit.

Ein Vollmond ist zu sehen, wenn sich die Sonne auf der einen, der Mond sich auf der gegenüberliegenden Seite der Erde befindet, so dass ihn die Sonne frontal anscheinen kann. Dass dieses Himmelsphänomen nur alle vier Wochen stattfindet, verleiht ihm offensichtlich eine gewisse Exklusivität. Diese hat zu diversen Vollmondprodukten und -veranstaltungen inspiriert. Ein Überblick.

Vollmondbier

Wer will, kann sich ein Vollmondbier der Appenzeller Brauerei Locher zu Gemüte führen – gebraut in einer Vollmondnacht aus biologischen Rohstoffen, mit einer unter UV-Licht leuchtenden Etikette. «Durch die intensivere Gärung erhält dieses Bier eine zusätzliche Kraft», lautet das vollmundige Versprechen des Herstellers. Das Bier ist auch in manchen Basler Lokalen erhältlich.

Vollmondhaarschnitt

Monika Paris vom Coiffeursalon «zem Spale-Schärli» bietet seit 2008 ihrer Kundschaft einen Haarschnitt bei Vollmond an – der nächste Termin ist am 3. Juli. Das kam so: «Ich habe einer Freundin im Garten per Zufall bei Vollmond das Haar geschnitten. Diese sagte, die Atmosphäre, die herrschte, und der Haarschnitt, der dabei herauskam, seien so schön wie noch nie gewesen. Deswegen habe ich mich entschlossen, das Angebot in mein Repertoire aufzunehmen». An den Vollmondabenden hat sie länger geöffnet.

Vollmondschwimmen

Das Gartenbad Bachgraben begeht sein 50-jähriges Jubiläum mit drei «Vollmondschwimmen» mit DJ und Snackbar. Die erste Veranstaltung findet am Dienstag, dem 3. Juli, von 21 bis 24 Uhr statt, die nächsten zwei am 2. und am 31. August zur selben Uhrzeit. Der Eintritt ist kostenlos. Der Eingang befindet sich beim Restaurant Gartenbad Bachgraben.

Vollmondbar

Im Hafen öffnet am 3. Juli die «Vollmondbar» wieder ihre Tore. Sie bietet musikalische Unterhaltung von der jungen Bluesband Blufonik aus der Region Basel, dazu gibt es ein kulinarisches Angebot mit kaltem Sommerteller – mit Salat, Käse, Humus, Auberginen- und Avocadopaste und Oliven. Draussen wird eine Grillschale aufgestellt. Die Besucherinnen und Besucher können sich Bratwürste oder Cervelats und «Grillstecken» holen und ihre Würste selbst über dem Feuer zubereiten. Die «Vollmondbar» befindet sich am Ostquai an der Hafenstrasse 25 in Basel. Sie ist einmal im Monat von 19 bis 24 Uhr geöffnet. Seit sechs Jahren betreibt Christine Keller die Bar mit sieben weiteren Frauen. Zusammen mit einer Freundin hatte sie die Idee dazu:«Ich hatte früher schon einmal eine Bar, aber die langen Öffnungszeiten waren mir auf Dauer zuviel. Deshalb wollten wir eine Bar, die einmal im Monat geöffnet ist.» Inspiriert hatte sie das schon existierende Modell einer «Vollmondbar» im Thurgau.

Vollmondoper

Und weil es so schön ist, noch eine Veranstaltung, die sich zwar nicht mit dem Vollmond brüstet, aber dennoch am 3. Juli über die Bühne geht: Auf dem Barfüsserplatz wird am Dienstag von 20 bis 22.30 Uhr Giuseppe Verdis Oper «Nabucco» aufgeführt. Türöffnung ist um 19 Uhr, Tickets sind für Erwachsene ab 60, für unter 18-Jährige ab 29 Franken erhältlich. Für Rollstuhlplätze gilt freier Eintritt.

Konversation

  1. Eine interessante „Erklärung“ für die Wirkung des Mondes auf unser Befinden die Sie da haben, weil wir zum grössten Teil auch aus Wasser bestehen, echt. Und das mit dem Säen, dem Setzen und sonstigen Gartenarbeiten, kann ich mir auch vorstellen. Überhaupt der Umgang mit Pflanzen, darüber, d.h. ausserhalb der offiziellen Botanik, wissen wir, wie es scheint, noch herzlich wenig. Florianne Koechlin versucht, zumindest mit den Büchern „Zellgeflüster“ und „Pflanzenpalaver“ dem etwas entgegen zu setzen.
    Weshalb also, soll nicht auch der Mond auf uns einwirken? Man muss das ja nicht gleich zum Dogma erheben.

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  2. Der Mensch besteht bei der Geburt aus 90% Wasser. Im Verlaufe des Lebens nimmt der Wassergehalt langsam ab und kann im hohen Alter bis ca 60% absinken.
    Nun wissen wir ja alle, wie Sie geschrieben haben, dass der Mond eine Anziehungskraft auf das Wasser hat. Das sehen wir alle an Ebbe und Flut.
    Ich kann mir vorstellen, dass die Menschen auch davon beeinflusst ist, da er so viel Wasser in sich birgt. Sicher ist das im Allgemeinen so minim, dass das nicht verspürt wird. Nun gibt es immer Menschen, die auf irgendetwas speziell stark reagieren. Das kann auch der Einfluss des Mondes sein.
    Es gibt ja auch viele andere Gestirne, die einen Einfluss auf die Erde und deren Bewohner haben.
    Ich hatte fast mein ganzes Leben gegärtnert. Ich hab mir jedes Jahr einen Kalender verschafft, wo ich sehen konnte, wann welche Arbeit am günstigsten ist. Ich hab da Erstaunliches festgestellt. Wenn ich z.B. konsequent immer an den sehr günstigen Tagen die Zwiebeln in den Boden steckte, hackte und erntete, blieben fast alle gut ohne auszutreiben bis zur Ernte im nächsten Jahr.
    Das kann man auch bei der Brotherstellung feststellen. Lässt man den Teig an einem sehr guten Tag gehen, kann man fast zuschauen wie der aufgeht. Erwischt man einen schlechten Tag dauert es ein paar Mal länger.

    Bei den Menschen ist das natürlich schwieriger. Wir haben einen Kopf und einen Willen und können uns daher davon emanzipieren.

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  3. Das heisst, ich nehme an, vielleicht sogar fälschlicherweise, dass Nandu ein Vorname für Männer ist. Ich selbst heisse René Reinhard. Post, also Briefe etc. bekomme ich ab und zu in allen Namensvariation. Reinhart, Reinhardt, Rheinhart, Rheinhard, Rheinhardt usw. Noch verwirrender sind jedoch die Namensvarianten samt meinem Vornamen: Rene, das ginge ja noch, aber Renee oder gar Renée.

    Und nun zu Ihrer Kritik an meinem Kommentar: Sie haben Recht: Wenn Sie meine Bemerkungen „nicht so gut finden“, dann sind sie „nicht so gut“. Kein Problem für mich. Ich schreibe hier nicht, um beklatscht oder gelobt zu werden, sondern weil ich hier, zu etwas das mich interessiert, meine Meinung, und sei sie noch so verschroben, sagen darf. Jedenfalls meist. Und das ist heutzutage auch hierzulande schon viel.

    Nur – was ich an Ihrem Einwand nicht verstehe ist, wie Sie darauf kommen, dass ich „Missgünstig“ sei? Auf wen? Ich habe nichts gegen, wie Sie schreiben „Mondsüchtige“.
    Im Gegenteil mich erstaunt immer wieder, dass man zwar einen Einfluss des Mondes auf z.B die Schlaflosigkeit oder was auch immer, als Aberglaube oder gar „Spinnerei“ abtut, gleichzeitig gibt es jedoch seit jeher Theorien, oder gar gesicherte Erkenntnisse, darüber, welche Effekt der Mond auf das Wasser in den Weltmeeren hat. Aber die Wirkung des Vollmondes auf irgendetwas anderes „belächelt“ man.

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  4. Dem Vollmond wird eine besondere Wirkung nachgesagt? Aussäen, Pflanzen bei Vollmond, Nachts können gewisse Menschen nicht schlafen oder „pennen“ unruhiger. Ich z.B.

    Alles Nonsens, Blödsinn, jeder Grundlage entbehrend, sagen „Wissenschaftler“. Denn sie hätten das alles „durchgecheckt“. Vorher, nachher, bei Tag und bei Nacht, im Kopfstand sowie mit beiden Beinen auf dem Boden. Also: „Quatsch“.

    Nur – etwas lässt mich nicht schlafen. Auch bei Neumond nicht. Flut? Ebbe? Die Gezeiten? Unsinn?

    Wenn ja, kann das nur eines bedeuten: Isaac Newton und einige vor wie nach ihm, müssen, während der Gute so stille durch die Abendwolken hin ging, ihm zugesehen haben und dabei massig Bier getrunken haben. Sozusagen Vollmondbier

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  5. Ich finde den Kommentar von Herrn Reinhart nicht so gut.

    Aber immerhin müsste man denken können, dass der Mondsüchtige bei Vollmond doch voll auf seine Kosten kommt, das ist wahrscheinlich wie ein Sechser im Lotto für den, wieso also die Missgunst?

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