Woher kam der Rauch? Auf dem Dach der Unispital-Baustelle hats gebrannt

Dicke schwarze Rauchschwaden stiegen kurz vor 13.30 Uhr von der Baustelle beim Universitätsspital auf. Als Ursache werden Schweissarbeiten auf dem Dach des neuen Operationstraktes vermutet.

(Bild: Naomi Gregoris)

Dichte schwarze Rauchschwaden stiegen kurz vor 13.30 Uhr von der Baustelle beim Universitätsspital auf. Als Ursache werden Schweissarbeiten auf dem Dach des neuen Operationstraktes vermutet. Ein Bauarbeiter wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Spital gebracht. Für die Patienten und das Personal in den benachbarten Kliniken bestand keine Gefahr.

Dichte Rauchschwaden stiegen kurz vor 13.30 Uhr über dem Universitätsspitals Basel auf. Die Feuerwehr rückte mit drei Fahrzeugen aus – und hatte den Brand kurz vor 14 Uhr unter Kontrolle. Eine Person wurde verletzt, wie der Dienstoffizier der Rettungskräfte vor Ort erklärte. Der Bauarbeiter wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Spital gebracht, die die Behörden später konkretisierten.

Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass der Brand bei Schweissarbeiten auf der Baustelle ausgebrochen ist. Dämm-Material geriet aus noch ungeklärten Gründen dabei in Brand. Die Arbeiter versuchten vergeblich die Flammen mit Feuerlöschern zu bekämpfen. Die Polizei evakuierte daraufhin die Baustelle auf dem Dach des neuen Operationstraktes. Insgesamt 90 Mitarbeiter brachten sich in Sicherheit.

Wie die Behörden weiter schreiben, sind weder Mitarbeiter noch Patienten des Spitals verletzt worden, das Spital musste auch nicht evakuiert werden. Einzig die Lüftung wurde für eine kurze Zeit abgestellt. Zudem musste die Spitalstrasse für den Verkehr während zwei Stunden gesperrt werden. Die Buslinien 33, 36 und 38 mussten umgeleitet werden. 

Das Gebäude wird seit Längerem umgebaut. Der Brand soll bereits der zweite sein. Die Bauarbeiten erfolgen im Rahmen der Umgestaltung und der Neubauten und befinden sich bereits hinter dem Zeitplan.

Das Löschwasser hat «erheblichen» Schaden auf der teuersten Baustelle von Basel angerichtet. Der Brand werde die Arbeiten, die im Zeitplan eh schon weit hinterherhinken, weiter verzögern, wie der Generalsekreäter des Unispitals vor Ort mitteilte.




(Bild: Naomi Gregoris)

Die Baustelle im Überblick
In der ersten Phase wurde auf der Hofseite des Spitals ein fünfgeschossiger Neubau mit acht Operationsräumen erstellt. Zusätzlich ein Provisorium, das bis zum Abschluss des Gesamtprojekts unter anderem zwei Operationssäle beherbergt. Sobald der Neubau in Betrieb ist, beginnen die Arbeiten im bestehenden Gebäudeteil. Der Gebäudetrakt wird dabei bis auf seine Fassade ausgehöhlt. Unter anderem entstehen darin ein neuer Aufwachraum mit 22 Patientenplätzen, 26 Plätze für Intensivpflege und sieben zusätzliche Operationssäle. Das Projekt gilt als die derzeit teuerste Baustelle der Stadt. Ein gebauter Quadratmeter kostet zwischen 4300 und 5600 Franken. Das Gesamtbudget beträgt gemäss Grossratsbeschluss 123 Millionen Franken. Die TagesWoche hat die Baustelle im Juli 2014 besichtigt – die Reportage.


Konversation

    1. @ Hr. Chylewski:
      Das sieht doch auf dem Bild so schön schwarz rauchend aus, wie brennende Autoreifen, also ein Erdölprodukt. Damit haben die da oben Styropor-Platten verbaut. Die brennen wirklich gut, mit der neueren Brendhemmung (bromhaltig) sind sie dann auch noch mehr Sondermüll bei der Entsorgung.
      Es gibt auch noch spritzbare Isolationen, die auch schon beim Ausbringen giftig sind. Sie brennen auch so nett giftig.

      Naja, Flachdach wird immer einmal undicht, von er Seite, muss man da etwas einbauen, dass sich nicht mit Wasser voll saugt. Damit fallen sämtliche „Wollen“ schon mal weg. „Öko“ verrottet bei Wasserkontakt, geht also auch nicht.
      …und Schrägdächer sind ja heute unmodern geworden.

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  1. Auch hier keine Stimmen zum Video: Was soll das? Es ist 00.51h und noch keine Reparatur der Pannen.. Herr Spirgi, ich kann Sie nicht mehr direkt ansprechen – Es funktioniert ja nicht mehr -, wie wollen Sie kommunizieren?

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    1. @Piet Westdijk
      Haben Sie denn nur ein I-Pad?
      Versuchen Sie es doch mal mit dem Läpi oder dem PC sie zu erreichen, wenn Sie einen haben sollten.
      Wenn es hier nicht geht mit dem direkt ansprechen, machen Sie es doch mit einem mail. Das ist nämlich auch möglich.

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    2. Lieber Herr Westdijk, das Video hat Ton, auch auf dem iPad. Was das Problem sein kann, ist das auf der Ton abgestellt ist – auf dem Gerät oder im Film. Versuchen Sie folgendes: 1. auf der Seite des iPads den Ton einschalten (Kippschalter), 2. aufs Video klicken und beim Lautsprecher-Signet den Ton ein oder lauter stellen.

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