Die Fasnachts-Frühstarter

In Basel und den meisten Baselbieter Dörfern beginnt die Fasnacht erst in einer Woche. In Allschwil und ein paar anderen Gemeinden geht sie schon dieses Wochenende los. Wieso eigentlich?

Am Sonntag heisst es in Allschwil: Räppli-Schnee bis in die Niederungen.

Wer fast verzwatschelt, bis es am Mäntig, dem 19. Februar, vieri schloot, kann bereits diesen Sonntag Fasnachtsluft schnuppern. Möglich ist das gleich in mehreren Baselbieter Dörfern. Neben Allschwil gibt es Fasnachtsumzüge in Aesch, Pfeffingen und bereits am Samstag auch in Reinach.

Dass diese Gemeinden im Vergleich zu Basel und den andern Baselbieter Dörfern etwas «vorgehen», hat historische Gründe. Denn alle vier gelangten erst infolge der territorialen Neuordnung durch den Wiener Kongress 1815 zur Schweiz beziehungsweise zu Basel. Zuvor gehörten sie zum katholischen Fürstbistum Basel. Und in den katholischen Gebieten findet die Fasnacht bekanntlich in den Tagen vor dem Aschermittwoch statt.

Mit dem Segen der Kirche

Im Gegensatz zur katholischen Herrenfasnacht tobt sich in den reformierten Gebieten die «Alte Fasnacht» beziehungsweise die Bauernfasnacht in der auf den Aschermittwoch folgenden Woche aus. Am Aschermittwoch begann jeweils die 40-tägige Fastenzeit vor Ostern.

Das Fasnachtstreiben war von der Kirche nicht immer gerne gesehen. Heute scheint sie sich damit weitgehend abgefunden zu haben, wie sogenannte Fasnachtsgottesdienste unter Einbezug von Aktiven zeigen, beispielsweise in Allschwil in der Alten Dorfkirche oder in Peffingen in der Kirche St. Martin.

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