Schloss die Polizei am Wochenende unerlaubt das Café Singer?

Zwei Nächte hintereinander beendete die Polizei das Clubleben im Café Singer am Marktplatz. Der neue Betreiber Olivier Mueller öffnet die Türen heute dennoch wieder – seiner Meinung nach hat er alle nötigen Bewilligungen dafür.

Fertig Party: Die Polizei setzte dem Nachtleben am Marktplatz am Wochenende ein Ende.

(Bild: Eleni Kougionis)

Zwei Nächte hintereinander beendete die Polizei das Clubleben im Café Singer am Marktplatz. Der neue Betreiber Olivier Mueller öffnet die Türen heute dennoch wieder – seiner Meinung nach hat er alle nötigen Bewilligungen dafür.

Am Freitag hätte die Na’Mean-Party ihre Premiere nach der Sommerpause feiern sollen. Die Hip-Hop-Freunde konnten jedoch kaum warm werden, da schickte sie die Polizei nach Mitternacht bereits wieder in die Kälte. Dem Café Singer fehle die Betriebsbewilligung, lautete die Begründung. Nicht mal an der Singer Bar konnten die Gäste noch etwas trinken. Der schicke Club war komplett dicht. «Der Abend bedeutet für uns einen Ausfall von mindestens 12’000 Franken, den Reputationsschaden nicht mitgerechnet», klagt Betreiber Olivier Mueller.

Der Besitzer mehrerer Basler Clubs hat das Café Singer erst diesen August übernommen, musste interne Schulden, Bar und den Partybetrieb neu organisieren. «Es war ein turbulenter Wechsel, der uns auch finanziell an den Rand brachte.» Aber trotz der Wirren, die das alles mit sich brachte, ist sich Mueller sicher: Den Entzug einer Bewilligung für den Wochenendbetrieb hat er nie erhalten.

Zwei schlaflose Nächte

Trotzdem ist der Betreiber in den zwei schlaflosen Nächten nochmals die Korrespondenz mit den Behörden durchgegangen, da seine Vorgänger gemäss Mueller am Donnerstag tatsächlich ohne Bewilligung regelmässig Parties auf dem Programm hatten. Mueller bekam im Laufe der Restrukturierung Wind davon und beantragte umgehend eine solche. Bis heute wartet er auf eine Antwort der Behörden. Die Partyreihe liess er weiterlaufen, da dies im letzten Jahr anscheinend niemanden gestört hätte.

Für das Wochenende hat Mueller gemäss eigenen Angaben eine Bewilligung. Bei seiner nächtlicher Nachforschung fand er nun jedoch einen Brief vom 26. August, wo die sofortige Schliessung des Restaurationsbetriebes, der «Restaurant Singer AG» verfügt wird. Ganz im Sinne von Mueller, der den unrentablen Betrieb, der während der Art Basel mit einem Pop-up-Restaurant betuchte Gäste verwöhnte, von Club und Bar getrennt haben wollte.

Unterschiedliche Betriebe im selben Gebäude

Fakt ist: Die zwei Betriebe liegen nicht nur auf verschiedenen Stockwerken, sie gehören auch anderen Firmen. «Die zuständige Person des Amtes kann anscheinend nicht zwischen der Restaurant Singer Marktplatz AG und der Café Singer Marktplatz AG unterscheiden», vermutet Mueller. Dies wollte er auch bei den Behörden klären, «das würde allen viel Ärger sparen», doch passen deren Bürozeiten nicht mit den Öffnungszeiten seines Clubs überein. Er erreichte niemanden.

Auf Anfrage der Tageswoche, wieso die Polizei zweimal den Club geschlossen hätte, verwies der Sprecher des Justiz- und Sicherheitsdepartements Martin R. Schütz auf Montag. Erst dann würden die Rapporte der diensthabenden Offiziere vorliegen. Ausserdem kenne er den Sachverhalt nicht.

Überzeugt davon, im Recht zu sein, will Mueller heute Samstagabend wieder Bar und Club öffnen. Obwohl die Polizei ankündigte, wiederzukommen und gar mit einer Räumung drohte. Doch bis Montag kann der Clubbesitzer nicht warten: «Die Bravo-Party läuft immer sehr gut und ist für uns finanziell essentiell. Es geht um bis zu 30’000 Franken Umsatz.»

Kommt es erneut zu einer Schliessung, will er den Ausfall den Behörden in Rechnung stellen. «Keine Ahnung, ob am Ende der Steuerzahler die Zeche für diese Verwechslung bezahlt.» 

Konversation

  1. Und: Fand die Veranstaltung am Samstag statt, erschien die Polizei, wurde die Party aufgelöst?

    Es wäre spannend, wenn die TaWo ein Update schalten könnte…

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  2. 1. Dürr ist mit dem wischen vor seiner Haustür beschäftigt.
    2. Die Rache seiner Mannen.
    3. Muss da der Steuerzahler bezahlen, gehört der ganze Saustall
    gründlich ausgemistet.
    einen schlechteren film kann man nicht lesen.

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