Die Rolling Stones machten in Zürich halt und spielten 55 Jahre nach Bandgründung vor 50’000 Menschen. Das Ereignis in 15 Fotos.


Die Stones braucht man nicht mehr vorzustellen, und Vorstellungen bräuchten die Rock’n’Roll-Legenden längst keine mehr zu geben. Dass sie es trotzdem tun – die Herren sind seit ihren Londoner 50-Jahre-Jubiläumskonzerten im November 2012 praktisch ununterbrochen auf Tournee –, ist ein grosses Glück. Für Zehntausende, wo immer sie auftreten.

Man könnte 5000 glühende Worte schreiben über die Grösse, die die Rolling Stones am 20. September 2017 an ihrem Schweizer Konzert der No-Filter-Tournee gezeigt haben. Die Eindringlichkeit. Die Konzentration. Die Härte, die Verletzlichkeit, die Höhen, die Tiefen, der Blues, der Soul. Es war eine Feier des Lebens in 20 Songs.

Aber man braucht diese Worte nicht. Die Fotos von Eleni Kougionis sagen schon alles.

Die Stones-Zunge – das «Tongue and Lip Design», 1970 vom damaligen Kunststudenten John Pasche im Auftrag der Band für 50 Pfund entworfen – war allgegenwärtig.
Tickets: Wer Geduld hatte, bezahlte weniger als den Originalpreis für den Eintritt. Günstig wars trotzdem nicht. Aber jeden Rappen wert.
Beim Anstehen: Stones-Fans mit der obligaten Zunge strömten herbei, über…
…alle Generationen…
…um ihre Helden zu sehen und zu hören.
«Please allow me to introduce myself…»: Eigentlich braucht man weder Mick Jagger, den Teufel noch den kompromisslos knapp vorgetragenen Opener «Sympathy for the Devil» vorzustellen. Aber es lohnte sich einmal mehr.
Mick Jagger (74) bot 20 Songs lang eine Top-Performance: Musikalisch und physisch…
…von einem anderen Stern, der begnadetste Entertainer und Bandleader des Rock’n’Roll.
Keith Richards (73): Spielfreudig und konzentriert mit jeder Falte seines Wesens.
Ronnie Wood (70, l.) mit Darryl Jones (55). Wood war eine Wucht – und der begnadete Bassist Jones, der für Miles Davis spielte, bevor er 1993 den Stones-Ur-Basser Bill Wyman ersetzte, ebenso.
Ronnie, Keith und über allen die swingende Eminenz, Drummer Charlie Watts (76): Der Schlagzeuger hat Andeutungen gemacht, dass diese Tour wirklich «The Last Time» sein könnte. «Hate to See You Go», aus Fan-Sicht.
Kein Ticket? Kein Problem: Auch vor dem Stadion wurden das Konzert der Rolling Stones ausgiebig gefeiert.
Lächeln, lauschen, tanzen: Gute Stimmung, wohin man blickte.
Im Bann der Rolling Stones.
Auch bei den Fans draussen vor dem Stadion gab es begehrte Sitzplätze.

Konversation

  1. Fantastisches Konzert. Gutgelaunte und motivierte Musiker, tolle Sängerin. Fetzige Show.
    Das muss zuerst mal jemand nachmachen, bevor miesepetrig darüber kommentiert wird. Wer die Musik und die Band nicht mag, muss ja nicht ans Konzert!
    Eine zufriedene Menschenmasse begab sich auf den Heimweg, wohin auch immer. Welch‘ schönes Erlebnis in einer Zeit der vielen Horrormeldungen.
    Ein toller Bericht, Herr Brönnimann, starke Fotos, Eleni Kougionis. Ihr seid wohl auch die ultimativen Fans.

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    1. Schön zu lesen, dass in einer Zeit, in der Über-45-jährige bereits zum alten Eisen gezählt werden, 80-jährige die Jugend begeistern können.

      Mit der Energie und der Entschlossenheit, die diese alten Männer in ihrer Jugend hatten, da hätte «unsere Jugend« in dieser Zeit bei denen noch nicht einmal die Kabel tragen dürfen.

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    1. Selbstgerechte Personen neigen dazu, eine verengte Sicht auf Ihre Umwelt und Ihre Mitmenschen zu haben. Dies macht eine produktive Diskussion mit diesen Exemplaren merklich mühsam.

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    2. Naja Arnold Schick mit ihrer Aussage disqualifizieren sie sich ja nur selber – Musik ist immer noch Geschmacksache und in diesem Sinne sag ich nur noch „I can get no satisfaction….yeeeeaaaahhhhh!“

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