Zauberduo Domenico: Lachen und Staunen ist ihr Erfolgsrezept

Vor einem Jahr hat das Zauberduo Domenico das Publikum der Swiss Talent Award Show mit der perfekten Illusion verblüfft und die Show gewonnen. Obwohl die beiden Magier unterschiedliche Träume und Ziele haben, ergänzen sie sich perfekt – nicht nur auf der Bühne.

Obwohl Dominik Zemp und Nico Studer unterschiedliche Träume haben, ergänzen sie sich perfekt. (Bild: Stefa Bohrer)

Vor einem Jahr hat das Zauberduo Domenico das Publikum der Swiss Talent Award Show mit der perfekten Illusion verblüfft und die Show gewonnen. Obwohl die beiden Magier unterschiedliche Träume und Ziele haben, ergänzen sie sich perfekt – nicht nur auf der Bühne.

Beim Zauberduo Domenico hat Nico Studer (22) die Karten in der Hand – wortwörtlich. Er mischt, dreht und wendet die Karten mit magischer Leichtigkeit. Schon mit acht Jahren hat der gebürtige Basler mit der Zauberei angefangen. Seither zaubert er – bei jeder Gelegenheit.

Auch in der Freizeit oder im Ausgang bringt Studer seine Freunde gerne zum Staunen. Dominik Zemp (26), der zweite Kopf des Duos, spottet nur: «Ich mache so etwas nur gegen sehr viel Geld.» Doch sofort wird Zemp wieder ernst: «Ich fühle mich neben der Bühne nicht als Zauberer.» Zemp, aufgewachsen in Bern, sieht sich selbst als «Entertainer». Auch wenn das abgelutscht klinge. Zemp sei eher der komische Vogel von ihnen beiden, sagt auch Studer.

Auf der Bühne sind die beiden ein eingespieltes Duo. Zemp verkörpert die humoristische Seite und Studer ist der klassische Zauberer, der mit seiner Fingerfertigkeit verblüfft. Für die zwei Artisten ist aber klar, dass sie Schauspieler sind: «Wir zeigen, wie es wäre, wenn man wirklich zaubern könnte.» Es sei diese Ehrlichkeit, die den Zauberkünstler vom Scharlatan unterscheide. «Wir können nicht wirklich zaubern», klärt Zemp gütig auf. Die Illusion der Zauberei am Leben zu erhalten, verbindet die beiden aber.

Mit Lachen und Staunen zum Erfolg

Zum ersten Mal begegnet sind sich Studer und Zemp bei einer Jungtalente-Show in Basel. Damals waren sie noch als Einzelkünstler unterwegs, haben aber sofort gemerkt: «Unsere Stile ergänzen sich perfekt.» Seit vier Jahren treten sie nun gemeinsam als Zauberduo Domenico auf – streng nach dem Motto: Lachen und Staunen für Jung und Alt. Dieses Jahr seien es rund 100 Auftritte gewesen, «unser erstes Profi-Jahr», sagt der Berner Zemp. Angefangen hat die Erfolgssträhne mit dem Sieg der Swiss Talent Award Show im Jahr 2013.

«Es war ein extremer Hype», sagt Studer. Die Medienpräsenz sei überwältigend gewesen und anschliessend kamen die Auftritte in der Show «Das Zelt». «2014 war wirklich ein erfolgreiches Jahr», schwärmt Studer, «und wir haben auch viele Promis wie Christa Rigozzi oder Sven Epiney kennengelernt.» Die Möglichkeit, immer wieder vor einem grossen Publikum aufzutreten, habe ihr eigenes kreatives Schaffen enorm weitergebracht, sagt Studer: «Der Kontakt mit anderen, erfahrenen Künstlern war für uns enorm wichtig.»

Wie der Erfolg langfristig gesichert wird, hat sich Zemp überlegt: «Wenn wir weiterhin Erfolg haben wollen, müssen wir planen.» Der studierte Ökonom sieht im Zauberduo Domenico ein Start-up. «Durch den Erfolg wurden unsere Strukturen professioneller», sagt Zemp, «wie bei einem Unternehmen.» Zemp sei der Manager des Zauberduos, sagt Studer anerkennend.

Zwei Menschen, zwei Träume

Die Kreativität leidet aber nicht unter dem Erfolg. «Die fixen Trainingstage haben sogar einen positiven Einfluss», sagt Studer: «Manchmal wollen wir an einem bestimmten Kunststück weiterarbeiten und plötzlich haben wir für einen anderen Trick die zündende Idee.» Auch hinter der Bühne ergänzen sich die beiden perfekt. Während Zemp seine Management-Fähigkeiten fürs Zauberduo einsetzt, übernimmt Studer die Rolle des kreativen Leiters. «Bei der Entwicklung der Kunststücke», sagt Zemp bescheiden, «habe ich eher die Laiensicht.»

Die Unterschiedlichkeit der beiden zeigt sich bei ihren Träumen: Zemp würde gerne selbst ein Theater führen, Studer hingegen träumt davon, einmal im eigenen Theater aufzutreten. Plötzlich erbricht Studer Karten auf den Wohnzimmer-Tisch und grinst danach zufrieden, während sich Zemp aufregt: «Jetzt leg mal die verdammten Karten weg.» 

Falls der Traum mit der Zauberei aber platzt, haben die beiden noch ein Ass im Ärmel. Zemp beginnt im Januar einen Master in Arts Management und Studer absolviert bereits eine Ausbildung zum Sekundarlehrer. Gleichzeitig arbeitet der Basler schon an einer Sekundarschule. «Das Unterrichten holt mich wieder zurück auf den Boden», sagt der Studer und der Berner stichelt sofort: «Also bei diesen Schülern würde ich ja in die Luft gehen.» Beide lachen. Die Zauberei hat sie zusammengebracht, die Freundschaft hält sie zusammen.

Nach all den Worten sollen zauberhafte Taten folgen. Studer mischt für die TagesWoche die Karten:

 Eine Hommage an Mike Shiva von Dominik Zemp:

 Und zum Abschluss noch ein feucht-leuchtender Gruss aus Las Vegas:

_
Am 1. Dezember tritt das Zauberduo Domenico ausser Konkurrenz an der Swiss Talent Award Show in Luzern auf. Die Show wird live auf Teleclub Prime übertragen. Wo die Zauberer sonst noch zu sehen sind, erfahren Sie auf: www.zauberduo.ch.

Konversation

Nächster Artikel