7 Tipps für die BuchBasel – mit interaktiver Karte

Wie kann in unserer Gesellschaft weniger Hass geschürt werden? Was macht der Fundamentalismus mit uns? Und warum trinken Autoren eigentlich nur Wasser? Auf all diese Fragen finden Sie eine Antwort, wenn Sie die TagesWoche-Tipps für die BuchBasel befolgen.

Wo? Was? Wer? Hier finden Sie ein paar Antworten.

(Bild: Nils Fisch)

Wie kann in unserer Gesellschaft weniger Hass geschürt werden? Was macht der Fundamentalismus mit uns? Und warum trinken Autoren eigentlich nur Wasser? Auf all diese Fragen finden Sie eine Antwort, wenn Sie die TagesWoche-Tipps für die BuchBasel befolgen.

Heimat klingt simpel – langweilig gar. Ein Blick in das Programmheft des diesjährigen internationalen Literaturfestivals BuchBasel zeigt jedoch: Zu Heimat gibt es einiges zu sagen, zu lesen und zu hören. So viel, dass man leicht den Überblick verliert. Und das nicht nur in der grossen weiten Welt, sondern auch zwischen den vielen Veranstaltungen des Literaturfestivals. Damit die Auswahl ein bisschen leichter fällt, hier unsere top-sieben Veranstaltungen der BuchBasel:

1. Über Heimat politisieren

Hinter dem sagenumwobenen Wort, mit dem sich das diesjährige Literaturfestival brüstet, verbirgt sich mehr als Älpler-Musik und Trachten-Mode: Asyl- und Flüchtlingspolitik lassen den Heimatbegriff unter einem anderen Licht erscheinen. Nach dem Eröffnungsabend am Freitag spricht Bundesrätin Simonetta Sommaruga über eines der wichtigsten Merkmale der Schweizer Heimat: die Demokratie.

Heimat: politisch betrachtet, Freitag, 20 Uhr, Volkshaus Festsaal.

2. Gegen den Hass plädieren

Sie ist eine wichtige Denkerin der Gegenwart und die diesjährige Friedenspreisträgerin des Deutschen Buchhandels: Carolin Emcke. Im Essay «Gegen den Hass» spricht sich die deutsche Autorin und Publizistin gegen Rassismus, Fanatismus und Demokratiefeindlichkeit aus. Stattdessen soll die Pluralität und Andersartigkeit gefeiert werden. Im Philosophicum spricht sie über den Weg zu einer angstfreien Gesellschaft.

Gegen den Hass, Freitag, 20 Uhr, Philosophicum.

3. Weg mit dem Wasserglas …

Was gehört zu einer klassischen Lesung? Ein Tisch, ein Autor und ein Wasserglas – das sind die Wasserglaslesungen. Langweilig, finden moderne Literaten und bringen mit neuen Formen frischen Wind in die Lesereihen. Auch die BuchBasel macht bei diesem Trend mit und präsentiert mit dem Format «Evolution im Wasserglas» vier neue Lesereihen aus Deutschland und der Schweiz. Eine davon ist «meine drei lyrischen ichs» – da soll die bildende Kunst mit der Lesung kombiniert werden. Was das heisst, zeigen Christiane Heidrich, Patrick Savolainen, Simone Lappert und Anuk Miladinovic.

meine drei lyrischen ichs, Samstag, 21.30 Uhr, Ausstellungsraum Klingental.

4. … und her mit dem Whisky!

Zu Whiskyglas-Lesungen kommt es bei den «Shot Stories»: Einen Abend lang kann der Gast sowohl den Schnaps als auch den Autoren oder die Autorin zu sich an den Tisch bestellen. Der Autor liest und trinkt dann zusammen mit seinem Publikum. 

Shot Stories, Samstag, 22 Uhr, zum goldenen Fass.

5. Für spontane Zuhörer

Räumlich getrennt, aber durch die Literatur verbunden: Wie der Affe im Zoo präsentieren sich an den «Schaufensterlesungen» die Autorinnen und Autoren in den Vitrinen. Eine Stunde lang bieten Ulrich Blumenbach, Sandra Hughes, Werner Rohner, Cathrin Störmer, Gabriel Vetter und Julia Weber im Manor-Schaufenster einen Vorgeschmack auf ihre Werke.

Schaufensterlesung, Samstag, 11 Uhr, Manor.

6. Zuerst nach oben, dann gen Osten

Am Samstagnachmittag kann man sich in die Höhe begeben und in den Osten träumen. In einem Hochhaus werden literarische Debüts präsentiert. Unter dem Übertitel «Basel meets Sarajevo» liest Amir Kamber, eine neue deutsch-bosnische Stimme der Literatur. 1992 wurde er aus Prijedor im heutigen Bosnien vertrieben und schreibt heute auf Deutsch und auf Bosnisch.

hochh(in)aus: Basel meets Sarajevo, Samstag, 17 Uhr, hochh(in)aus.

7. Wie beeinflusst uns der Fundamentalismus?

Als krönender Abschluss der BuchBasel empfehlen wir, es sich nicht gemütlich zu machen. Am Vortrag im Unionsaal des Volkshauses wird ein brisantes Thema aufgegriffen: der Fundamentalismus. Er liegt in aller Munde, die Angst vor sogenannten «Extremen» ist gestiegen. Aber welchen Einfluss haben fundamentalistische Strömungen tatsächlich auf das Zusammenleben? Und wie sieht das konkret in Europa und in der Schweiz aus? Die Islamwissenschaftlerin Lamya Kador ist als Tochter syrischer Einwanderer in Deutschland aufgewachsen. In ihrem neuesten Buch «Die Zerreissprobe» geht es um die Angst vor dem Fremden und wie sich das auf unsere Demokratie auswirkt. Zusammen mit der Soziologin Bilgin Ayata und der Journalistin Jasmin El Sonbati diskutiert sie im Unionsaal des Volkshauses über den Fundamentalismus und dessen Einfluss.

Fundamentalismus, Sonntag, 14 Uhr, Volkshaus Unionsaal. 

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BuchBasel: 11. bis 13. November.
Das vollständige Programm. Wer laufend am Puls des Geschehens sein will, der kann sich auf Twitter unter #buchbasel informieren.

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