Amerikaner schiessen das 1:0 für einen Schweizer Vaterschaftsurlaub

Ein global tätiger US-Konzern führt weltweit einen Vaterschaftsurlaub von acht Wochen ein. Davon profitieren auch 7000 Mitarbeiter in der Schweiz, wo das Gesetz frischgebackenen Papis bislang nur einen einzigen Tag gewährt.

Zeit für die Kleinen auch für Schweizer Väter: Ein US-Grosskonzern prescht vor.

US-Konzerne wollen sich im harten Kampf um Millenials gut positionieren. Eine Studie sagt den Firmen, dass 86 Prozent dieser Arbeitskräfte loyaler seien, wenn sie Leistungen wie bezahlte Elternzeit erhielten.

Dass ein US-Konzern jetzt auch für extralange Elternzeit in der Schweiz sorgt, wie die «az Medien» berichten, ist vor dem Hintergrund der im Juli eingereichten Initiative «Vaterschaftsurlaub jetzt!» bemerkenswert.

«Die Schweizer Wirtschaftslobby wird über die nette Geste der Amerikaner kaum sehr erfreut sein», stellen die «az Medien» diesbezüglich fest. Das Argument gegen den Vaterschaftsurlaub – zu teuer für Arbeitgeber im internationalen Wettbewerb – würde entkräftet. Zudem zeige sich in den USA, dass sich nur grosse Konzerne eine soziale Familienpolitik leisten wollten und könnten. Folge: Bloss 20 Prozent aller US-Väter erhalten Elternurlaub.

Nur eine Frage der Zeit also, bis in der Schweiz die Forderung laut werde, die Angelegenheit nicht einfach den Kräften des Marktes zu überlassen.

«az Medien»: Rückenschuss für die Wirtschaftslobby

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