Auf dem heutigen M-Parc-Areal sollen neue Wohnungen entstehen

Die städtebauliche Entwicklung auf dem Dreispitz geht in die nächste Runde: Die Christoph Merian Stiftung lanciert zusammen mit dem Kanton Basel-Stadt und der Migros einen Studienauftrag, der Entwicklungsmöglichkeiten für die Nordspitze des Dreispitz-Areals aufzeigen soll.

Hässliche Zweckbauten und Autoparkplätze: So präsentiert sich die nördliche Spitze des Dreispitzareals heute.

Die städtebauliche Entwicklung auf dem Dreispitz geht in die nächste Runde: Die Christoph Merian Stiftung lanciert zusammen mit dem Kanton Basel-Stadt und der Migros einen Studienauftrag, der Entwicklungsmöglichkeiten für die Nordspitze des Dreispitz-Areals aufzeigen soll.

In der Mitte des Dreispitzareals hat sich in den letzten Jahren enorm viel getan: Rund um den Neubau der Hochschule für Gestaltung und Kunst der FHNW ist auf dem Freilager-Areal ein neues Quartier entstanden mit Kulturinstitutionen (Haus der elektronischen Künste), Wohnungen (Neubau Herzog & de Meuron und Transitlager) und diversen Dienstleistungs- und Gewerbebetrieben.

Mit der Plakatsammlung und der Bibliothek der Schule für Gestaltung kommen dort als Mieter im Transitlager neue Player hinzu, während sich die Realisierung des neuen Standortes für das Kunsthaus Baselland in den Räumen der Dreispitzhalle konkretisiert. So zumindest verkündet es die Landbesitzerin Christoph Merian Stiftung (CMS) in einer Medienmitteilung.

Jetzt ist der Norden dran

Als nächster Schritt soll nun die Neuerschliessung des nördlichen Teils des Dreispitzareals folgen, wo sich heute noch vornehmlich Gewerbebetriebe, insbesondere der Grossverteiler Migros mit dem M-Parc und der Baumarkt OBI, breitmachen. 

Im März 2017 haben die Planungspartner einen städtebaulichen Studienauftrag initiiert, der aufzeigen soll, wie sich dieser wichtige Arealteil, der an das Gundeldinger Quartier grenzt, entwickeln könnte. Eingeladen wurden sechs Büros: Baukontor Architekten und Hosoya Schaefer Architects aus Zürich sowie die altbekannten Basler Büros Christ & Gantenbein, Diener & Diener, Herzog & de Meuron und Morger Partner Architekten.

Bereits beschlossen ist der Umzug der Hochschule für Wirtschaft der FHNW vom Bahnhof SBB in einen Neubau an der Reinacherstrasse (zwischen Prag- und Bordeaux-Strasse). Der Zeitplan für den Neubau klingt ambitioniert: Im Mai 2017 hat der Kanton einen «Gesamtleistungswettbewerb» ausgeschrieben, im Herbst soll die Jurierung erfolgen, sodass bereits Mitte 2018 mit dem Neubau begonnen werden kann. 2020 soll dieser bezogen werden.

Studienauftrag an renommierte Büros

Nun tritt auch die Entwicklungsplanung für die nördliche Spitze des Areals in eine konkrete Phase. Dieses Gebiet wird heute vom riesigen Migros-Einkaufszentrum M-Parc, dem Baumarkt OBI und einem ausgedehnten Autoparkplatz belegt. Die CMS, die Migros Basel und der Kanton Basel-Stadt wollen dieses Gebiet nun neu strukturieren und verdichtet neu überbauen. Deshalb haben sie eine Entwicklungsvereinbarung unterzeichnet, wie aus einem Informationsblatt der CMS hervorgeht.

Entstehen soll ein Gebiet mit einer gemischten Nutzung aus Wohnen, Gewerbe und Dienstleistungen. Nach wie vor eine wichtige Rolle wird die Migros spielen, und auch der Baumarkt OBI wird dem Vernehmen nach auf dem Areal weiterhin präsent bleiben.



Richtplan Dreispitz Nord.

Richtplan Dreispitz Nord. (Bild: CMS)

Konversation

  1. Wenn es halt mal dafür einen Plan geben würde, könnte man ja jetzt schon unter dem Areal die Schächte und Kanäle für die U-Bahn bauen.

    So könnte man die BLT-Juckeldosen deutlich flotter machen.
    Eine U-Bahn kann deutlich schneller beschleunigen, hat keine Bahnübergänge und muss auch nicht vor Rotlichtern halten meist.

    Danke Empfehlen (0 ) Antworten

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