Baselbieter Pflegeheime schlagen Alarm

Weil der Pflegebedarf steigt, will die Baselbieter Regierung mehr Geld in die Hand nehmen. Aber viel zu wenig, kritisiert der Heimverband Curaviva.

Curaviva befürchtet einen massiven Personal- und Leistungsabbau in den Heimen.

Die Baselbieter Regierung will die Beiträge an die Pflegenormkosten aufstocken. Trotzdem sind die Heime im Baselbiet alles andere als zufrieden mit dem vergangene Woche eingereichten Vorschlag: «Man bekommt den Eindruck, der betagte, hoch pflegebedürftige Mensch ist dem Kanton und den Gemeinden egal», sagt Sandro Zamengo vom Heimverband Curaviva gegenüber dem «Regionaljournal Basel».

Zamengo zufolge ist die geplante Erhöhung zu tief, und es werde wohl noch viel schlimmer, wenn der Kanton und die Gemeinden in drei Jahren den Satz nochmals neu festlegen werden. Ein massiver Personal- und Leistungsabbau in den Heimen sei die unvermeidbare Folge.

Der Kanton entgegnet, man habe sich an einer gesamtschweizerischen Statistik der Pflegekosten sämtlicher Heime orientiert. Entschieden sei aber noch nichts. Das Statement von Curaviva werde aber «selbstverständlich» in die Auswertung der Vernehmlassung einfliessen, heisst es beim Gesundheitsamt. Diese läuft noch bis im August.

«Regionaljournal Basel»: Heimverband warnt vor massivem Abbau in den Heimen

Konversation

  1. Bedenklich, bedenklich. Man kann sich diese Wegnahme von Zwischenmenschlichkeit nur so erklären, dass die alten Leute mit Antidepressiva mundtot gemacht werden. Eine Pille statt eines freundlichen Blickes eines Pflegenden. Genau so macht man es in der Psychiatrie.. Die teuren Gewinn einbringenden Pillen sind doch noch billiger als ein Pflegemonatsgehalt..

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